Zeitzeuge

Thomas Mahler

Wiesbaden, Hessen
* 1956

Unfreiheit widerspricht dem Wesen der Menschen.

Themen
  • Staatssicherheit
  • Flucht/Fluchthilfe
  • politische Haft
  • westdeutsche Zeitzeugen

Biographisches

1956
geboren in Wiesbaden
Besuch des Gymnasiums
1977 Zivildienst im Rheingau
bis 1981 Studium der Sozialpädagogik in Darmstadt und Anerkennungsjahr beim Landgericht in Wiesbaden/Bewährungshilfe
bis 1991 Studium der Rechtswissenschaften in Mainz und Referendariat beim Landgericht in Wiesbaden
seit 1991 Jurist bei der R+V Rechtsschutzversicherung in Wiesbaden und seit 2015 Mediator

Kurzbeschreibung

Am ersten Maiwochenende 1987 besuchte Thomas Mahler mit seinen Pfadfinderfreunden Berlin. Bei einem Tagesausflug nach Ost-Berlin lernten sie im Roten Rathaus eine Gruppe junger Leute aus Ost-Berlin kennen. Einer von ihnen wollte in den Westen. Eine Schnapsidee führte dazu, dass der Ost-Berliner mit dem Pass von Thomas Mahler nach West-Berlin kam – und Thomas Mahler in DDR-Haft. Er wurde wegen „Menschenhandels“ zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Im November 1987 wurde er im Rahmen einer Amnestie in die Bundesrepublik Deutschland entlassen.

Interview

Bei dem Projekt "Gedächtnis der Nation" berichtet Thomas Mahler in Video-Interviews von

den Pfadfindern in Ost-Berlin

- der "Schnapsidee" (1)

- und ihren Folgen (2)

- Rechtsauskünften während der Haft

- seiner Entlassung und dem Weg zurück nach Westdeutschland

Berichte

"Beruf Jurist, Berufung Zeitzeuge" - Thomas Mahler über die spontane Fluchthilfe und seine Begegnungen mit Jugendlichen, Frankfurter Rundschau, 14.07.2012

"Wie eine Bierlaune dem Westdeutschen Mahler eine Haftstrafe einbrachte" - Thomas Mahler im Gespräch mit dem Geschichte-Grundkurs der Rheingauschule, Mai 2013