Zeitzeuge

Heinz Dörr

Gießen, Hessen
* 1928

Durch Bürgerprotest und Abstimmung mit den Füßen Zugang zu Freiheit und Demokratie.

Themen
  • deutsche Einheit
  • westdeutsche Zeitzeugen
  • Flucht/Fluchthilfe

Biografisches

1928 geboren
Besuch der Volkshochschule und des naturwissenschaftlichen Gymnasiums, unterbrochen durch Kriegsdienst als Luftwaffenhelfer, Arbeitsdienst, Wehrmacht und Kriegsgefangenschaft
Studium der Sozialwissenschaften
1954 Eintritt in den hessischen Staatsdienst
Verantwortlicher des ehemaligen Lagers für alleinstehende männliche Flüchtlinge aus der SBZ in Krofdorf
1957 Leiter des Lagers
1963-1990 stellvertretender Leiter, ab 1971 Leiter des Notaufnahmelagers in Gießen
1967-1989 Stadtverordneter der Stadt Gießen
1968 Mitglied und ab 1986 Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Gießen
1989 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
Mitglied des Seniorenbeirats der Stadt Gießen

Kurzbeschreibung

In die Zeit meiner beruflichen Tätigkeit als Leiter des Aufnahmelagers in Gießen fielen die großen Ausreise- und Fluchtwellen aus der DDR und den Drittländern der Jahre 1984 sowie 1988 und 1989/90. Für die Bewältigung der damit verbundenen schwierigen Aufgaben wurde mir sowohl seitens der Betroffenen als auch durch die verantwortlichen Landes- und Bundesbehörden höchstes Lob und Anerkennung ausgesprochen. So wurde ich auch Träger der goldenen Ehrennadel, die mir durch den Bund der Mitteldeutschen für meine Verdienste bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der DDR verliehen wurde. Im Jahr 1989 wurde ich darüber hinaus mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Berichte

Zeitungsbericht im Gießener Anzeiger vom 4. Oktober 2011

Zeitungsbericht in der Frankfurter Rundschau vom 20. Juli 2011