Zeitzeugen

In unserer Zeitzeugendatenbank befinden sich mehrere Personen, die aus eigener Erfahrung über den Ausbau der innerdeutschen Grenze ab Anfang der 1950er Jahre und den Mauerbau am 13. August 1961 berichten können. Einige von ihnen finden Sie im frei zugänglichen Bereich der Datenbank, sie werden im Folgenden kurz vorgestellt. Über Ihr Profil können sie direkt kontaktiert und für Veranstaltungen eingeladen werden. Die Biografien können zusammen mit den Angeboten des Schwerpunkts „Mauerbau am 13. August 1961“ für die Gestaltung von Schulstunden genutzt werden.

Jahrgang 1939, Hessen: Als Beamter des Bundesgrenzschutzes konnte er an der deutsch-deutschen Grenze im Großraum Rhön-Werra einige Fluchtversuche beobachten und damit die Unmenschlichkeit des DDR-Regimes hautnah miterleben.

Dieter Drewitz

Jahrgang 1943, Berlin: Gerät am 13. August 1961 wegen angeblicher Spionage in die Fänge der DDR-Staatssicherheit.

Reinhard Hummel

Jahrgang 1942, Berlin: Ein junger Mann aus West-Berlin verhilft seiner Leipziger Freundin zur Flucht über die deutsch-deutsche Grenze.

Fred S. Oldenburg

Jahrgang 1937, Berlin: Verlässt Ost-Berlin Ende der 1950er Jahre in Richtung Westen und erlebt dort den Mauerbau.

Wolfgang Reiche

Jahrgang 1947, Bremen: Versuchte am 13. August 1961 mit seiner Familie über Berlin in die Bundesrepublik zu flüchten. Das gelang nicht, der Fluchtversuch blieb jedoch unentdeckt.

Hartmut Richter

Jahrgang 1948, Berlin: Beobachtete als Dreizehnjähriger den Mauerbau in der Bernauer Straße und schwamm als Achtzehnjähriger durch den Teltow-Kanal nach West-Berlin.

Joachim Rudolph

Jahrgang 1938, Berlin: Eine gelungene Flucht 1961 - als Jugendlicher durch Stacheldraht und Sperranlagen nach West-Berlin.

Karl-Ernst Selke

Jahrgang 1944, Brandenburg: War 1961 Gymnasiast in West-Berlin und beobachtete von dort aus den Mauerbau.

Burkhart Veigel

Jahrgang 1938, Berlin: Studierte ab 1961 Medizin an der FU in Berlin und betätigte sich nach dem Bau der Mauer als Fluchthelfer.

Zeitzeugenberichte

Im Auftrag der Bundestiftung Aufarbeitung interviewten Hans Sparschuh und Rainer Burmeister von Heimatfilm GbR zehn Zeitzeugen des Mauerbaus von 1961. Die vollständigen Interviews befinden sich im Archiv der Bundesstiftung. Im Folgenden werden einige Ausschnitte daraus gezeigt.

Das Vorhaben wurde gefördert vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Freitag, 18 August 2017 - Heute vor 28 Jahren

18.8.1989 Die SED rechtfertigt im »Neuen Deutschland« die Niederschlagung des »Prager Frühlings« vor 21 Jahren.