Filme & Bücher

Zur Vertiefung finden Sie eine Auswahl von Filmen und Büchern zur Thematik Mauerbau und Grenze.

Bundesstiftung Aufarbeitung [Hrsg.]: Die Berliner Mauer in der Welt

Buch: Bundesstiftung Aufarbeitung

Herausgegeben von Anna Kaminsky im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2., erweiterte Auflage, Berlin 2014. Bestellmöglichkeit über Bundesstiftung Aufarbeitung

Ungezählte Teile der Berliner Mauer wurden nach 1989 als Relikte des Kalten Krieges, Freiheitssymbole, Siegestrophäen oder Kunstwerke in alle Welt verstreut. Mehr als 120 dieser Mauersegmente, die in über 40 Staaten auf allen Kontinenten stehen, wurden für diesen Band ausfindig gemacht.

Das Buch ist auch in Englisch erhältlich:

Where in the World is the Berlin Wall? Published by Anna Kaminsky on behalf of The Federal Foundation for the Reappraisal of the SED Dictatorship. 1st edition - Berlin: Berlin Story Verlag 2014.

28 Jahre lang hinderte eine fast unüberwindbare Grenze die Menschen daran, aus der DDR zu fliehen. Doch dann fiel am 9. November 1989 in einer dramatischen Nacht die Mauer, die Deutschland teilte. Heute ist es nur schwer vorstellbar, was noch vor wenigen Jahrzehnten bittere Realität war.

Mit der Errichtung der innerdeutschen Grenze im Jahr 1961 wurde auch die sogenannte Republikflucht unter Strafe gestellt. 1.135 Menschen starben durch “Grenzzwischenfälle”. Der Animationsfilm Der Duft Des Westens, eine Bachelorarbeit an der FH Hannover, beschreibt die Geschichte einer dieser Fluchten. Mehr...

Das kurze Leben des Chris Gueffroy (DVD)

Das kurze Leben des Chris GueffroyNeun Monate vor dem Mauerfall starb Chris Gueffroy. Er wurde an der Berliner Mauer auf der Flucht erschossen und ist das letzte Todesopfer des unmenschlichen Grenzregimes der SED-Diktatur. Chris Gueffroy war 20 Jahre alt, als er starb. Sein Name wurde zu einer Chiffre für das Sterben an der Berliner Mauer.

Ein Dokumentarfilm von Klaus Salge, November Film, in Co-Produktion mit dem Rundfunk Berlin Brandenburg, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2011.

Lauflänge: 43 Minuten

Die DVD enthält umfangreiches didaktisches Begleitmaterial, erstellt von www.paedigi.de.vu inklusive einer englischen Filmfassung.

Über Donau und Ostsee in die Freiheit (DVD)

An die Grenze (Spielfilm)

1982 flüchteten die Brüder Hubert und Eberhard Höhne gemeinsam mit den Familien über die Donau. Nach der geglückten Flucht informierten sie ihren Bruder Günther, der am 13. August 1982 über die Ostsee in die Freiheit schwamm. Seine Ehefrau Maria musste 13 Anträge auf Familienzusammenführung stellen, bis auch sie endlich in die Bundesrepublik ausgebürgert wurde. Die dramatische Flucht über die Donau und Ostee schildern die Brüder mit dieser Dokumentation.

Die Dokumentation wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Über Donau und Ostsee in die Freiheit. Die Fluchtgeschichte der Leistungssportler Höhne, DVD, Dokumentationszentrum des Bürgerkomitees Sachsen-Anhalt e.V

Dauer: 41 Min

An die Grenze (Spielfilm)

An die Grenze (Spielfilm)

ZDF, D 2006, Regie: Urs Egger, erhältlich als DVD.

Der 19-Jährige NVA-Soldat Alex Karow wird im Mai 1974 an die deutsch-deutsche Grenze geschickt. Für diese Entscheidung trägt Alex selbst die Verantwortung. So glaubt er, sich seinem dominanten Vater, einem renommierten Ost-Berliner Chemieprofessor, entziehen zu können. Die Realität an der neuen Arbeitsstelle könnte kaum ernüchternder sein.

Über die Zonengrenze hinweg (Dokumentarfilm)

Über die Zonengrenze hinweg (Dokumentarfilm)

DVD von F. J. Schreiber, im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2005. Bestellmöglichkeit über Bundesstiftung Aufarbeitung

Eine filmische Dokumentation deutsch-deutscher Kontakte über Mauer und Stacheldraht. Zwischen 1954 und 1989 war Schreiber mit seiner Kamera längs des Todesstreifens unterwegs, der sich durch Deutschland von der Ostsee bis zur Tschechoslowakei zog.

Die Mauer. Fakten, Bilder, Schicksale.

Buch: Die Mauer

Herausgegeben von Kai Diekmann. Eine Publikation von BILD und Bundestiftung Aufarbeitung, 2011. Im Buchhandel erhältlich.

1961 wurde die Mauer errichtet, die Deutschland, Europa und die Welt für eine Generation in zwei Hälften teilte. „Die Mauer“ ist das reich bebilderte Standardwerk zu einem der berüchtigtsten Bauwerke der Geschichte: Lesebuch und Nachschlagewerk in einem.

Peter Joachim Lapp: Die Mauer – Eine Grenze durch Deutschland

Buch: Lapp

Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und Bundesstiftung Aufarbeitung, 2011. Bestellmöglichkeit über Bundesstiftung Aufarbeitung

In den frühen Morgenstunden des 13. August 1961 begannen bewaffnete Kräfte in Ost-Berlin damit, an der Grenze zu West-Berlin Stacheldrahtsperren aufzubauen und wenige Tage später inmitten Berlins eine erste Mauer zu errichten, die aus Betonplatten und Hohlblocksteinen bestand. Mit den Absperrmaßnahmen vom August 1961 und den Folgehandlungen sicherte die DDR ihr Überleben.

Hans-Hermann Hertle, Maria Nooke: Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989. Ein biographisches Handbuch

Buch: Hertle/Nooke

2009. Bestellmöglichkeit über Ch. Links Verlag

Lange Zeit existierten keine gesicherten Angaben über die Anzahl der Todesopfer an der Berliner Mauer. Je nach Grundlage, Zweck und Zeitpunkt der Erfassung bewegten sich die Zahlenangaben zwischen 78 (Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustiz-verwaltungen Salzgitter) und mehr als 200 Toten (Arbeitsgemeinschaft 13. August). Das Handbuch kommt zu dem Ergebnis, dass mindestens 135 Menschen an der Berliner Mauer gestorben sind.

Klaus Schroeder/Johen Staadt: Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989

Verlag Peter Lang, ISBN 978-3-631-72594-8, 684 Seiten, 49,90€.

Dem DDR-Grenzregime an der innerdeutschen Grenze fielen einer neuen Studie der Freien Universität Berlin zufolge insgesamt 327 Männern, Frauen und Kinder aus Ost und West zum Opfer. Die Getöteten waren zwischen sechs Monaten und 81 Jahren alt, wie ein Team des Forschungsverbunds SED-Staat der Hochschule nach fast fünfjährigen Recherchen weiter herausfand. Das Handbuch umfasst auf 684 Seiten Angaben zum Leben und zu den Todesumständen der Männer, Frauen und Kinder, denen das DDR-Grenzregime zwischen Lübecker Bucht und der damaligen Tschechoslowakei zum Verhängnis wurde.

Die Todesopfer am Aussenring der Berliner Mauer 1961-1989

Nooke, Maria/Hertle, Hans-Hermann (Hg.), Berlin/Potsdam 2013.

Das Buch ist über die Stiftung Berliner Mauer und auch in Englisch erhältlich:

The Vicitms at the Berlin-Brandenburgt Border, 1961-1989.

Hans-Hermann Hertle: Die Berliner Mauer / The Berlin Wall

Buch: Hertle

2007. Bestellmöglichkeit über Bundeszentrale für politische Bildung

Neben Hintergründen zu Bau und Fall der Berliner Mauer gibt der Band mit Hilfe einer Karte Interessierten Anregungen, Stationen der Mauer, Erinnerungsorte an Fluchten und symbolische Orte aufzusuchen und zu erkunden. Daneben finden Berlinbesucherinnen und -besucher Auskünfte über Verkehrsverbindungen und Öffnungszeiten von Museen, Dokumentationszentren, Gedenkstätten und Erinnerungsorten.

Frederick Taylor: Die Mauer. 13. August 1961 bis 9. November 1989

Buch: Taylor

2009. Bestellmöglichkeiten über Siedler Verlag

Frederick Taylor erzählt die Geschichte dieses Bauwerks, das nicht nur ein Symbol für den verlorenen Krieg und die daraus hervorgegangene Teilung Deutschlands, sondern auch ein Fanal der Unmenschlichkeit war. Er rekonstruiert die Entscheidungen, die zum Mauerbau führten, beschreibt die Verzweiflung der plötzlich getrennten Familien ebenso wie die dramatischen Fluchtgeschichten, zu denen es an der Mauer immer wieder kam.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Freitag, 18 August 2017 - Heute vor 28 Jahren

18.8.1989 Die SED rechtfertigt im »Neuen Deutschland« die Niederschlagung des »Prager Frühlings« vor 21 Jahren.