Kirche in der SED-Diktatur

Einführung Kirche in der SED-Diktatur

Die Kirchen bewahrten sich in der DDR ihre Unabhängigkeit, erklären manche Historiker. Andere gehen davon aus, dass auch die Kirchen Teil der Diktatur der SED waren. Konsens ist, dass sie die einzigen gesellschaftlichen Organisationen waren, die das Regime nicht vollständig in das Herrschaftssystem integrieren konnte. Die Kirchen öffneten ihre Räume für Kritiker, Künstler, unangepasste Jugendliche und Oppositionelle, die sich unter dem „Schutzdach der Kirchen“ organisieren konnten und im Herbst 1989 zum Sturz der DDR beitrugen. Gleichzeitig offenbarte sich nach 1989 das Ausmaß der Verstrickungen zwischen Kirche und Staatssicherheit. Welche Position nahmen die Kirchen im Spannungsfeld von Anpassung und Widerstand ein? Wäre die friedliche Revolution ohne sie denkbar gewesen?

Zeitzeugen und Zeitzeugenberichte

In der Rubrik „Zeitzeugen“ werden Menschen vorgestellt, die von Jungen Gemeinden, Friedens- und Oppositionsgruppen unter dem Dach der Kirche und von Kirchentagen und Bluesmessen berichten. Einige erinnern sich an ihre Zeit als Jugendseelsorger, Theologiestudenten und Pastoren sowie an das Öffnen ihrer Kirche für Unangepasste. Andere beteiligten sich nach 1990 an der Überprüfung von Kirchenangehörigen auf eine Stasi-Mitarbeit oder an der Vereinigung von Landeskirchen.

Material für den Unterricht und Ausstellungen

Eine Auswahl geeigneter Unterichtsmaterialien wie DVDs mit Begleitmaterial, Handreichungen und Arbeitsblätter zum Thema Kirche in der SED-Diktatur finden Sie hier.

Filme und Bücher

Zur Vertiefung finden Sie hier eine Auswahl von Filmen und Büchern zum Thema Kirche in der SED-Diktatur.

Links

Weitere Webangebote zum Thema Kirche in der SED-Diktatur.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Dienstag, 17 Oktober 2017 - Heute vor 28 Jahren

17.10.1989 Die polnische Regierung fordert von der Sowjetunion eine Entschädigung für die Zwangsarbeit von etwa 3,5 Millionen zwischen 1939 und 1959 verschleppten Polen.