Material für den Unterricht und Ausstellungen

Eine Auswahl geeigneter Unterichtsmaterialien wie DVDs mit Begleitmaterial, Handreichungen und Arbeitsblätter zum Thema "Jugend in der SED-Diktatur" findet sich hier.

Jugendopposition in der DDR (Ausstellung)

Die Ausstellung erzählt die Biografien von 18 jungen Oppositionellen in der DDR. Sie sind in unterschiedlichen Gegenden Ostdeutschlands und zu unterschiedlichen Zeiten aufgewachsen. Die einen im Thüringen der fünfziger Jahre, andere in den achtziger Jahren in Mecklenburg. Während sich die einen gegen den absoluten Machtanspruch der SED engagiert haben, ging es anderen um den Umweltschutz, oder sie engagierten sich gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft. Sie schrieben Losungen an Eisenbahnwagen, druckten illegal Zeitschriften, organisierten Konzerte; viele gehörten zu den Protagonisten der Friedlichen Revolution. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie haben sich nicht eingerichtet, sondern sich der SED-Diktatur mutig entgegen gestellt. Die Ausstellung will das Interesse der heutigen jungen Generation wecken, indem sie von Jugendlichen in der DDR erzählt. Heutige Schülerinnen und Schüler können ihre eigene Erlebniswelt direkt mit der Welt der Protagonisten vergleichen. Viele der porträtierten Oppositionellen können als Gesprächspartner über www.zeitzeugenbuero.de eingeladen werden.

Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft, Mitherausgeber Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Ausstellung kann hier bestellt werden

Jugendopposition.de

Die Website der Robert-Havemann-Gesellschaft bietet ein multimediales Angebot über die Auflehnung Jugendlicher gegen das SED-Regime. Die Schwerpunkte "Langhaare, Beatfans und Gammler", Wehrdienstverweigerung, Baudoldaten und "Protest in Halle" bieten neben einem historischen Abriss auch zahlreiches Bild-, Ton- und Videomaterial zum Thema. Zudem stehen Arbeitsblätter für den Unterricht zur Verfügung.

Jugendliche und Jugendkultur: Umfangreiche Materialien online

Auf der Website www.ddr-geschichte-vermitteln.de sind Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“ zusammengestellt. Dabei wurden Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW, mit finanzieller Unterstütung der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Hier gelangen Sie zu den Materialien zum Thema "Jugendliche und Jugendkultur", "Erziehung und Bildung" und "Opposition und Widerstand".

"Eine Person" mit "feindlich-negativer Einstellung"

Josephine Keßling engagierte sich in der Jungen Gemeinde Halle-Neustadt. Sie wirkte an der Planung der Werkstatttage in 1981 und 1982 mit, an denen im Mai 1980 mehr als 700 Jugendliche teilnahmen. Die Staatssicherheit beobachtete diese Treffen mit Argwohn und so geriet auf Josephine Kessling in den Blick der Stasi. Die 18-Jährige beteiligte sich am Beschluss zur ersten Friedensdekade "Schwerter zu Pflugscharen" in Dresden, war aktiv in der Basisgruppe "Sozialer Friedensdienst" und plante Friedensgebete in Halle. Auf Ihrer Internetseite hat Josephine Keßling für Lehrende, Schüler und Interessierte Teile aus ihrer Stasi-Akte zusammengestellt. Sie beziehen sich auf den Zeitraum 1980 bis 1983 und nach ihrer Ausreise bis 1989 und bieten einen Einblick in die Beobachtung durch die Staatssicherheit. Umstände und Abkürzungen erklärt sie in einem kurzen Vorwort und erläutert in Stellungnahmen die Hintergründe der Stasi-Berichte.

Filmreihe: Hineingeboren. Kindheit und Jugend in der DDR

Die dritte "Zeitschnitt"-Filmreihe des Filmmuseums Potsdam fragt danach, inwieweit der Staat seinen ideologischen Zugriff bei der Erziehung geltend machte und in welchen Bereichen Autonomie möglich war. Dabei geht es nicht um "Kinderfilme" im klassischen Sinne, sondern um Filme, in denen Kinder oder Jugendliche im Zentrum stehen.

In mehreren abendfüllenden Programme werden jeweils eine Dekade und ihre Umbrüche in der DDR-(Kultur-)Politik repräsentieren. Veranstaltungsorte sind Cottbus, Burg Beeskow, Eberswalde, Wittenberge, Letschin, Lübbenau, Kleinmachnow und Potsdam. Alle Veranstaltungen werden durch den Filmhistoriker Dr. Claus Löser eingeführt. Im Anschluss an die Vorführungen gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Eine Veranstaltungsreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam, der Friedrich-Naumann- Stiftung für die Freiheit sowie der Karl-Hamann-Stiftung für liberale Politik im Land Brandenburg. Aus Mitteln des Landes Brandenburg gefördert.

Zu weiteren Informationen und dem Gesamtptrogramm

„Rebellion im Plattenbau. Die offene Arbeit in Halle-Neustadt 1977-1983“ (Ausstellung)

Seit den frühen 1970er Jahren wurde in der Evangelischen Kirche in der DDR mit alternativen Ansätzen zur kirchlichen Jugendarbeit experimentiert. Der am weitesten gehende Versuch war die Offene Arbeit (OA). Mit der bedingungslosen Öffnung einzelner Junger Gemeinden für alle entstand in der Kirche ein schützender Freiraum für Heranwachsende: unabhängig von Konfession und politischer Einstellung und jenseits der engen Grenzen staatlich verordneter Angebote zur Jugendbetreuung. Die sich ab 1977 in Halle-Neustadt entfaltende Offene Arbeit fand rasch Zuspruch bei von Heranwachsenden und jungen Erwachsenen. Binnen kurzer Zeit kamen so viele regelmäßig, dass diese Entwicklung der Staatsmacht nicht verborgen bleiben konnte. Gerade, weil sich dort eine signifikante Minderheit formte, wurden staatlicherseits ab 1978 mit zunehmendem Aufwand Maßnahmen ergriffen, die Offene Arbeit in Halle-Neustadt langfristig wirksam zu unterbinden.

Ausstellung des Instituts für Hochschulforschung (HoF) Halle-Wittenberg an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Hier: Wanderungsliste der Ausstellung und weitere Informationen

Revolutionäre und ihre Kinder

Es geht um die Zeit der Revolution, aber vor allem geht es um die 25 Jahre danach und um die Weitergabe von Geschichten und Geschichte. Porträtiert werden deswegen auch die Kinder der damaligen "Revolutionäre". Was denken sie, die heute etwa so alt sind wie ihre Eltern damals, über das Wirken ihrer Väter und Mütter? Wie beeinflusst die DDR-Geschichte auch die Kindergeneration? Würden die Kinder in einer ähnlichen gesellschaftlichen Situation ebenso handeln? Und was ist in der Zeit danach, in den letzten 25 Jahren geschehen? Welche Visionen konnten verwirklicht werden, welche Ideen wurden als gescheitert erklärt? Und wie weit ragt die Geschichte in den Alltag hinein?

"Revolutionäre und ihre Kinder" ist ein von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung gefördertes Geschichtsprojekt, das die Gegenwart in den Blick nimmt. Und dies nicht nur dem Inhalt nach.

zeitklicks.de

Die Kinderwebsite bietet einen spielerischen Einstieg in historische Themen. Sie informiert über das Thema "Jugend in der DDR", die Jugendweihe, die Freie Deutsche Jugend (FDJ) und Jugendkulturen. Neben den Jungen Gemeinden werden auch die Blueser und Punks vorgestellt.

Unterrichtseinheiten: Jugend und Opposition

DeineGeschichte.de stellt Unterrichtsmodule zu den Themen "Opposition und Widerstand" und "Familie, Jugend und Schule" zur Verfügung. Anhand von zahlreichen historischen Fotos, Videos und Audiobeiträgen bearbeiten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aufgabenstellungen.

Für Lehrer: Materialsammlung mit Aufgabenstellungen

Die Ausgabe "Jugend in der DDR - Alltag in der Diktatur" von "Geschichte bettrifft uns" bietet eine umfangreiche Sammlung von Materialien, stellt Aufgaben und liefert Lösungsvorschläge. Ein inhaltlicher wie methodischer Schwerpunkt liegt im Umgang mit autobiographischen Texten. Hierzu wird auch eine allgemeine kurze Einführung zum Umgang mit dieser Quellenart gegeben. Karikaturen ermöglichen neben den Textquellen einen vertiefenden Umgang.

Für Lehrer/-innen der Sekundarstufe II und die Klassen 9 und 10. Autor: Martin Jander, 2006. Das Heft kann hier bestellt werden. 

Unterrichtseinheiten: Rock in der DDR

Anlässlich der Ausstellung "Rock! Jugend und Musik in Deutschland" der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der Bundeszentrale für politische Bildung wurden Unterrichtseinheiten für die Sekundarstufe II entwickelt. Die Quellentexte können auch ohne Museumsbesuch eingesetzt werden. Es wird der Bedeutung von Rockmusik nachgegangen und Parallelen und Unterschiede im Selbstverständnis von Jugendlichen in Ost und West herausgearbeitet.

Schülermagazin für den Unterricht

Das Lebensgefühl Jugendlicher ist stark durch ihre persönlichen Erfahrungen geprägt, wird aber ebenso von gesellschaftlichen Umständen und Entwicklungen beeinflusst. Das Medienpaket "Wir in Ost und West" der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e. V. stellt das individuelle Lebensgefühl Jugendlicher in Ost und West in den Mittelpunkt. Das Internetportal www.wir-in-ost-und-west.de als Informations-, Kommunikations- und Wettbewerbsplattform beinhaltet Magazine zum Download, einen Wettbewerb, interaktive Wissensspiele, eine Foto-Community und eine Schreibwerkstatt. Vor der Arbeit mit dem Schülermagazin der Website im Unterricht werden die unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Hintergründe betrachtet. Das Magazin gibt aufschlussreiche Hintergrundinformationen zu Geschichte, Politik und Wirtschaft im deutsch-deutschen Kontext.

Handreichung: Der Schulkonflikt an der EOS „Carl von Ossietzky“

Im Herbst 1988 kam es an der Erweiterten Oberschule "Carl von Ossietzky" zu einem Konflikt, der vier Relegationen nachsichzog: An der Schule war ein Artikel veröffentlicht worden, der anregte, auf die bevorstehende Militärparade zu verzichten. Eine Unterschriftenliste wurde durch die Klassen gereicht. Partei- und Staatshierarchie waren alamiert und veranlassten harte Strafen.

Mit der Fallstudie legt Cultus e.V. eine Handreichung für den Unterricht zur DDR-Geschichte vor, in der innerhalb von vier Sequenzen systematisch und im Niveau aufsteigend historisch-politisches Urteilen geschult wird. Das umfangreiche Bild- und Textquellenmaterial zum Schulkonflikt von 1988 ist durchgängig didaktisch-methodisch erläutert, durch entsprechende Arbeitsaufträge kopierfertig aufbereitet und in der jeweiligen Stufe der Urteilbildung (sowie in der Verzahnung mit den anderen Sequenzen) begründet.

 

Feindliche Jugend? (Arbeitsheft + Unterrichtsvorschläge)

Ziel der SED-Führung war es, in der DDR angepasste und dem Sozialismus treu ergebene Jugendliche zu erziehen. Verschiedene Formen der Indoktrination wurden dafür angewandt, aber auch Verfolgung und Bestrafung. In dem Heft werden anhand von Akten des Ministeriums für Staatssicherheit Geschichten von Jugendlichen, die alternative Lebensformen ausprobieren wollten, bei einer Punk-Band mitspielten oder Fußballfans waren, vorgestellt. Das Arbeitsheft enthält zahlreiche Kopiervorlagen, anhand derer die Strukturen und Arbeitsweisen des MfS dargestellt werden können. Hinzu kommen vier aus MfS-Akten konzipierte Unterrichtseinheiten mit einleitenden Vorbemerkungen, Stundenblättern mit Verlaufsübersichten und Quellen mit Arbeitsaufträgen. Die Unterrichtseinheiten sind auf drei bis fünf Unterrichtsstunden konzipiert. Zudem gibt es einen Klausurvorschlag mit Erwartungshorizont.

Hamann, Christoph/Janowitz, Axel (Hrsg.): Feindliche Jugend? Verfolgung und Disziplinierung Jugendlicher durch das Ministerium für Staatssicherheit. Unterrichtseinheit zu ausgewählten Fällen. Berlin 2006.

Zu beziehen über: Den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik; Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg

Arbeitsmaterialien zur Stasi

Jugendliche in der DDR konnten auf unterschiedliche Weise Opfer des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) werden. Die Arbeitsmappe stellt verschiedene Fälle vor: Ein Jugendlicher, der eine politisch motivierte Malaktion durchführte und die US-amerikanische Botschaft in Ost-Berlin besuchte; ein anderer Jugendlicher wurde als Schüler für das MfS als inoffizieller Mitarbeiter geworben; ein weiterer Schüler wurde wegen Staatsverleumdung zu einer Haftstrafe verurteilt. Zwei Fallbeispiele beschäftigen sich mit Wahlen in der DDR sowie mit einem Fluchtversuch von zwei Jugendlichen an der Grenze.

Die von der Außenstelle Potsdam der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen erstellte Arbeitsmappe enthält didaktische Hinweise für Lehrer mit Lernzielangaben und Erarbeitungsschritte für den Unterricht, Dokumente und Erläuterungen zur Struktur und Funktion der Staatssicherheit. Zu den Dokumenten gehören Originalauszüge aus MfS-Akten, Auszüge aus Gesetzestexten und Chronologien. Der Umfang der Materialien ermöglicht zu jedem Fallbeispiel die Gestaltung mindestens einer, oft mehrerer Unterrichtseinheiten.

Fakt. Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung (Arbeitsheft für den Unterricht)

Das Buch vermittelt Informationen über das System des SED-Staats, die Rolle der SED, die Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit, die Erziehung der Jugendlichen zu "sozialistischen Persönlichkeiten", das Alltagsleben in der DDR der achtziger Jahre, das DDR-Wahlsystem, die Rolle und Bedeutung der Justiz und der Medien, das System der Planwirtschaft und schließlich die Wiedervereinigung Deutschlands. Darüber hinaus werden Probleme der Deutschen Einheit diskutiert.

Das Schulbuch und die Unterrichtsmaterialien beziehen sich zwar auf ein konkretes Unterrichtsfach und eine Klassenstufe in Sachsen, lassen sich aber als allgemeiner Überblick zur DDR-Geschichte auch in anderen Ländern, Fächern und Klassen bis zur zehnten Jahrgangsstufe einsetzen. Im Schulbuch selbst gibt es kurze Einführungen in die einzelnen Themen, Begriffserklärungen, Quellen und Arbeitsaufträge. Das dazugehörige Handbuch für den Unterricht enthält Hintergrundinformationen, didaktische Überlegungen zum Unterricht sowie zu den einzelnen Seiten und Arbeitsaufträgen Hinweise für die Unterrichtsgestaltung.

Fakt. Mittelschule Sachsen. Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung. Klasse 9. Hrsg. von Karl-Heinz Holstein. Cornelsen Verlag. Berlin 2000. 13,95€

Thomas Brussig: Am kürzeren Ende der Sonnenallee (Unterrichtsmodelle)

Im Mittelpunkt des Romans von Thomas Brussig steht eine Gruppe Jugendlicher in der Ost-Berliner Sonnenallee in den achtziger Jahren. Die Sonnenallee liegt direkt an der Grenze nach West-Berlin, ein Teil der Straße liegt im Westen, der kürzere Teil gehört zu Ost-Berlin. Die Jugendlichen im Roman sind etwa 17 Jahre alt. Über ihre Jugenderlebnisse im Schatten der Mauer werden einzelne Episoden erzählt. In ihnen scheint eine DDR im Kleinen auf mit den Problemen der Teilung, der Mangelwirtschaft, der Ideologie mit der Ablehnung alles Westlichen, besonders der Musik und des Lebensstils. Den komisch geschriebenen Episoden, die auch eine Liebesgeschichte beinhalten, wurde Ostalgie vorgeworfen.

Das Begleitheft ermöglicht die Konzeption mehrerer Unterrichtsstunden mit Kopiervorlagen, die didaktisch erläutert werden. Zudem enthält es Tafelbilder, Grafiken, Text- und Bildquellen sowie Vorschläge für Klassenarbeiten, Klausuren, Referate und Projekte.

Flad, Helmut: Thomas Brussig, Am kürzeren Ende der Sonnenallee. Berlin 2004. 11,50€

Lilly unter den Linden (Arbeitsblätter für den Unterricht)

Im Mittelpunkt des Romans steht die 13-jährige Lilly, deren Mutter Rita im Jahre 1988 stirbt. Die einzigen Verwandten des in Hamburg lebenden Mädchens - Rita war von Jena in den Westen geflüchtet - sind ihre Tante mit deren Kindern. Die leben jedoch in Jena, in der DDR also. So will Lilly von West nach Ost umziehen. Eine deutsch-deutsche Teilungsgeschichte kurz vor dem Fall der Mauer beginnt. Im Rückblick wird das Leben der Familie vor der Republikflucht dargestellt und ein Einblick in die Oppositionsbewegung gegeben.Themen des Romans sind vor allem der Alltag in der DDR der siebziger und achtziger Jahre und alternative Bewegungen im SED-Staat dieser Zeit.

Das Unterrichtsmaterial ermöglicht die Behandlung des kompletten Romans im Unterricht. Dafür wurden acht Arbeitsblätter vorbereitet. Hinzu kommen insgesamt zwölf Wahlaufgaben und Zusatzmaterialien wie die Erstellung einer Schülerrezension, die Bewertung eines Interviews mit der Buchautorin und weitere Recherche- und Präsentationsaufträge allgemein zur DDR-Geschichte.

Bräunlein, Peter: Materialien zu Anne C. Voorhoeve, Lilly unter den Linden. Materialien zur Unterrichtspraxis. Ravensburg 2006. 4,95€

DDR – Was war das? (DVD)

Die DVD zeigt sieben Filmbeiträge, die jeweils eine Länge von etwa 10 Minuten haben, zu folgenden Themen: Wahlen, Sport, Jugendradio DT 64, Jugendweihe, Vertragsarbeiter in der DDR, Michael Gartenschläger, Nostalgie. Sie enthalten historische Aufnahmen sowie Zeitzeugeninterviews und einführende Erläuterungen.

Die DVD bietet grundsätzliche Vorschläge zur Funktion der Filme und zum Einsatz zur individuellen Bearbeitung durch die Schüler. Jeder Themenabschnitt ist mit Begleitmaterial versehen, das stets aus Arbeitsfragen zum Film direkt besteht (etwa 20-40 Fragen für den Unterricht) sowie aus Hintergrundtexten zum Thema und historischen Dokumenten besteht. Hinzu kommen weiterführende Literaturangaben.

DDR - Was war das? 7 Filmbeiträge für den Unterricht mit Begleitmaterial. DominoFilm Berlin 2006. Laufzeit insgesamt ca. 70 Minuten, Die Materialien sind nur über ein DVD-Laufwerk eines PCs zu öffnen. Die einzelnen Materialien liegen sowohl als Word-Datei als auch als PDF-Datei vor.

Jugendliche in der Ära Honecker – vereinnahmt oder eigensinnig? (Arbeitsheft)

Die Unterrichtsreihe konzentriert sich auf die Darstellung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), die Möglichkeiten und Grenzen der Berufswahl für Jugendliche, die Punkbewegung und die Rolle des Sports. Die sechs Unterrichtssequenzen enthalten jeweils einen einführenden Text und einen didaktisch-methodischen Kommentar. Es wird eine inhaltliche Einführung in das jeweilige Thema ermöglicht und aufgezeigt, wie die Problematik jeweils an die Schüler herangetragen werden könnte. Als Materialien werden jeweils Arbeitsblätter mit Bild- und Textquellen für den Unterricht hinzugefügt, die mit Arbeitsaufträgen versehen sind.

Demke, Elena/Kayser, Jörg (Hg.): Jugendliche in der Ära Honecker - vereinnahmt oder eigensinnig? Fachdidaktische Unterrichtsbausteine zur Geschichte der DDR. Berlin 2002 (= FachDidaktische Hilfen 1; Werkstatt DDR-Geschichte für die Schule 1)

Zu beziehen über: Berliner Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Jugendliche Inoffizielle Mitarbeiter (IM) am Beispiel des IM „Shenja“ (Materialheft)

Gelang die Anpassung der Jugendlichen nicht aus freien Stücken, setzte ein staatlicher Disziplinierungsapparat in Schule, Jugendorganisationen, Jugendwerkhöfe und beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ein. Das MfS selbst setzte sogar Jugendliche als Spitzel ein. Ein solcher Fall wird in dem vorliegenden Quellenheft aus einer MfS-Akte vorgestellt. Anhand dieser Akte lässt sich der Weg von der Kontaktaufnahme des MfS über die Verpflichtung einer Schülerin bis zu den von ihr an das MfS gelieferten Berichten nachvollziehen.

Das in der Reihe "Quellen für die Schule" der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen erschienene Arbeitsheft enthält einen umfangreichen Auszug aus der Personalakte und der Arbeitsakte von "Shenja". Dazu gibt es Schülerarbeitsbögen mit Arbeitsaufträgen für Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit.

Jugendliche Inoffizielle Mitarbeiter (IM) am Beispiel des IM "Shenja". Auszug aus einer Akte des MfS. Hrsg. von der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik Berlin 2004 (= Reihe BStU für Schulen, Quellen für die Schule 1)

Versuchter Grenzdurchbruch zweier Schüler (Materialheft)

Im Dezember 1979 versuchten zwei 15-jährige Schüler an der innerdeutschen Grenze einen Fluchtversuch in die Bundesrepublik Deutschland. Dabei wurde einer der Jungen erschossen, der andere verhaftet und zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt. Die SED-Führung versuchte, den Vorfall zu vertuschen, denn sie fürchtete einen internationalen Skandal.

In dem vorliegenden Quellenheft wird aus den Akten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zu dem Fall auszugsweise zitiert. Einen großen Teil nehmen Schriftstücke ein, die Maßnahmen beschreiben, mit denen das MfS versuchte, die genauen Todesumstände des Schülers zu verschleiern.

Das in der Reihe "Quellen für die Schule" der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen erschienene Arbeitsheft enthält farbige Ablichtungen aus der Original-Akte zu dem Fall. Dazu gehören das Festnahmeprotokoll und der Bericht des Postenführers und anderer Grenzsoldaten, weitere Berichte und der Maßnahmeplan des MfS zum weiteren Umgang mit dem Vorfall. Mit diesen Dokumenten sollen Untersuchungsmethoden und die Arbeitsweise des MfS verdeutlicht werden. Für die Verwendung im Unterricht gibt es als Zusatzmaterial eine Übersicht über den Aufbau der Grenzanlagen, Schülerarbeitsbögen zum Aktenauszug mit Fragen für die Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit.

Flucht aus der DDR am Beispiel "Versuchter Grenzdurchbruch zweier Schüler". Auszug aus einer Akte des MfS. Hrsg. von der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik Berlin 2005 (= Reihe BStU für Schulen, Quellen für die Schule 2)

„DDR – eingesperrt." Jugendliche im Stasi-Visier (Materialheft)

Am 1. September 1985 nahmen Jugendliche in Rostock an einer nichtoffiziellen Friedenswache am Mahnmal der Opfer des Faschismus teil. In den folgenden beiden Nächten entdeckte die Rostocker Polizei in der Innenstadt Losungen mit pazifistischen Inhalten, wie "Frieden schaffen ohne Waffen". Drei Rostocker Jugendliche wollten damit auch ihren Unmut über die Verhältnisse in der DDR ausdrücken. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) leitete umfangreiche Maßnahmen ein, um die Jugendlichen zu finden. Schließlich wurden drei Jugendliche einer evangelischen Kirchengemeinde in Rostock als Urheber verhaftet und wegen "öffentlicher Herabwürdigung" verurteilt. Während der Untersuchungshaft wollte das MfS einen der Jugendlichen als inoffiziellen Mitarbeiter (IM) werben. Dies gelang nicht. Der Jugendliche stellte einen Ausreiseantrag und kam zum zweiten Mal in Haft. Nun wurde er zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Alle drei Jugendlichen wollten inzwischen die DDR verlassen. 1987 bzw. 1989 wurden die drei aus der Haft bzw. nach Ausreiseanträgen in die Bundesrepublik Deutschland entlassen.

Das in der Reihe "Quellen für die Schule" der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen erschienene Arbeitsheft enthält farbige Ablichtungen aus Original-Akten zu dem Fall. Aus ihr lassen sich Ermittlungsmethoden und Arbeitsweise des MfS erkennen. Das Arbeitsheft enthält zudem Schülerarbeitsbögen für die Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit. Darin sind Arbeitsaufträge insbesondere zu dem Ereignis der nächtlich geschriebenen Losungen, zur Ermittlungsarbeit des MfS, zu den Verhören, zu Motiven und Folgen für die Jugendlichen enthalten.

"DDR - eingesperrt" Jugendliche im Stasi-Visier am Beispiel des Operativen Vorgangs (OV) "Signal". Auszug aus einer Akte des MfS. Hrsg. von der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik Berlin 2005 (= Reihe BStU für Schulen, Quellen für die Schule 3)

Claudia Rusch: Meine freie deutsche Jugend (Ablaufplan für Unterrichtseinheiten)

Die 1971 geborene Autorin Claudia Rusch hat in dem Buch "Meine freie deutsche Jugend" Erinnerungsgeschichten aus der DDR versammelt. In 25 Episoden wird das Alltagsleben im SED-Staat deutlich. Claudia Rusch wuchs im Umkreis der DDR-Bürgerrechtsbewegung auf. Dies spiegelt sich auch in ihren Geschichten über die Kindheit im SED-Staat wider. So trug sie den Aufnäher der Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen" in der Schule. Ihre Familie und sie wurden von der Staatssicherheit überwacht. Die Episoden geben einen Einblick in die Ära Honecker bis zum Mauerfall.

In der Zeitschrift für Theaterpädagogik wird das Buch von Claudia Rusch zum Anlass genommen, aus den darin enthaltenen Geschichten eine Unterrichtseinheit für den Unterricht im Darstellenden Spiel bzw. Darstellender Kunst zu konzipieren. Dafür werden vier Themen vorgeschlagen und erläutert: "In Dialog kommen mit dem Text", "Charakterisierung der Autorin", "Meine Kindheit/fremde Kindheit" sowie "Vergleich erstes und letztes Kapitel". Die jeweiligen Ziele und Arbeitsaufträge werden genannt. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler auch selbst spielen und dies präsentieren.

Czerny, Gabriele: "Einmal Kindheit und zurück. Claudia Rusch: Meine freie deutsche Jugend. Ein ästhetisch-theaterpädagogischer Zugang zu einer Unterrichtseinheit in Sekundarstufe 1", in: Korrespondenzen. Zeitschrift für Theaterpädagogik 20 (2004), H. 45, S. 30-33

Jugendliche aus dem Norden in der DDR (DVD und Broschüre)

Die DVD beinhaltet elf Kurzdokumentationen (jeweils etwa 6min), die sich mit dem Leben Jugendlicher aus dem Norden in der DDR befassen. Es ist der zweite Teil der Reihe "Zeitreise - Beiträge zur DDR-Geschichte", die sonntäglich im NDR ausgestrahlt wurde. Elf Menschen geben einen Einblick in ihr Alltagsleben in der DDR und berichten von persönlich erlebtem Unrecht, gefordertem Mut, von versteckten Nischen und individuellem Glück. So erzählt Christiane Hagenah beispielsweise von der Unmöglichkeit eines Medizinstudiums trotz Bestnoten, weil sie aus einer Pastorenfamilie stammte. Diskriminiert wurde auch Reinhard Bohm, allerdings wegen seiner Homosexualität, die bis Mitte der 80er Jahre gesellschaftlich streng tabuisiert wurde. Neben den Interviews befindet sich auf der DVD der vollständige Broschürentext im PDF-Format. Dieser ist angereichert mit vielen Hintergrundinformationen und Literaturtipps zum jeweiligen Thema sowie Fotografien und einem Zeitstrahl zum Gesamtüberblick.

Die Kurzfilme sollen die Schüler und Schülerinnen zum Vergleich der damaligen mit der heutigen Lebenssituation für Menschen in ihrem Alter anregen. Die Jugendlichen werden so für die möglichen Formen totalitärer Staaten sensibilisiert. Dadurch soll das Demokratiebewusstsein gestärkt, der Generationsdialog gefördert und eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit geübt werden. Das Zusatzmaterial ermöglicht das Gesehene richtig zu kontextualisieren und regt zur weiteren Beschäftigung mit der Thematik an.

Effenberg, Peter: Zeitreisen 2. Die DDR im Unterricht (mit DVD), Leipzig 2010.

Zu beziehen über: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Herausgeber und Förderer), NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern / Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH Hoferichter & Jacobs

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.