Der Freikauf

Bis zum Fall der Mauer 1989 kaufte die Bundesrepublik aus DDR-Gefängnissen insgesamt 33.755 Personen frei, die nach ihrem freiheitlich-demokratischen Verständnis von der DDR zu Unrecht verurteilt worden waren. Der Freikauf bedeutete für die Inhaftierten, dass sie früher aus dem Gefängnis kamen. Seit 1965 wurden sie meistens in den Westen entlassen. Die Bundesregierung nannte dies "besondere Bemühungen im humanitären Bereich" und zahlte über drei Milliarden D-Mark an die DDR. Weitere Informationen.

(Fotos: Bundesstiftung Aufarbeitung, Fotobestand Klaus Mehner, Bild 77_0914_POL-Freikauf_38; Fotobestand Uwe Gerig , Bild 7838; Bundesstiftung Aufarbeitung, Gedenkstätte Bautzen)

Die Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit informiert über den Häftlingsfreikauf und bietet einen exemplarischen Einblick in die deutsch-deutschen Verhandlungen. Auf der Grundlage von verschiedenen Quellen, Materialien und Zeitzeugenberichten sollen die Jugendlichen in die Lage versetzt werden, sich eine eigene Meinung über den Freikauf zu bilden. Sie treten mit ihren Mitschülern in einen Austausch darüber ein und üben sich im Argumentieren. Die Handlungsräume von Menschen in einer Diktatur spielen eine ebenso wichtige Rolle wie die Souveränität und Verantwortlichkeit von politischen Entscheidungsträgern.

Die Internetrecherche und die Materialien fördern die Methoden- und Urteilskompetenz sowie die Deutungs- und Analysekompetenz der Jugendlichen. Sie fördern zugleich die Fähigkeit zur Quellenkritik und zum Umgang mit Medien. In der Auswertung des Zeitzeugengesprächs lernen die Jugendlichen, ihre Interessen zu definieren. Aufgrund der vorangegangenen Auseinandersetzung mit verschiedenen Quellen ist es ihnen möglich, das Erzählte in den historischen Kontext einzuordnen.

Die Arbeitsblätter

Arbeitsblatt 1: Was war der Freikauf?
Arbeitsblatt 2: Meinungsbild: War der Freikauf richtig oder nicht?
Arbeitsblatt 3: Argumente gegen den Freikauf
Arbeitsblatt 4: Argumente für den Freikauf
Arbeitsblatt 5: Zitat einer Zeitzeugin

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Sonntag, 25 Juni 2017 - Heute vor 67 Jahren

25.6.1950 Beginn des Koreakrieges zwischen dem kommunistischen Norden, unterstützt durch die die Volksrepublik China, und dem demokratischen Süden, unterstützt durch die Vereinten Nationen unter Führung der USA.