GULAG - Das Lagersystem der Sowjetunion (CD)


Die CD-ROM "GULAG - Das System der Zwangsarbeitslager in der Sowjetunion" ermöglicht Einblicke in Organisation und Lebenswelten des GULAG sowie in Aspekte der politischen Verfolgung in der SBZ/DDR.

Anhand von drei inhaltlichen Schwerpunkten - Lager, Biographien und Literatur wird das System der sowjetischen Zwangsarbeitslager thematisch aufgefächert.

Visueller Ausgangspunkt ist die administrative Karte der ehemaligen Sowjetunion, auf der bedeutende Lagerverwaltungen verzeichnet sind. Dadurch ist eine geographische Ortung der vorgestellten Lagerverwaltungen möglich, die durch eine alphabetische Listung ergänzt wird.

Carola Neher - gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag (Buch)

Herausgegeben von Bettina Nir-Vered, Reinhard Müller, Irina Scherbakowa, Olga Reznikova, gedruckt mit Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung, Lukas Verlag, 2016, ISBN: 978-3-86732-243-0

Die 1900 in München geborene Schauspielerin Carola Neher wurde vor allem durch die ganz auf sie zugeschnittenen Stücke des Dichters Klabund bekannt. Ab 1926 arbeitete sie eng mit Bertolt Brecht zusammen und feierte große Bühnenerfolge. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte sie 1933 nach Moskau, wurde jedoch 1936 Opfer von Stalins „Großem Terror“. Nach mehreren Jahren Lagerhaft starb Carola Neher 1942 im sowjetischen Gulag.

Monika Dahlhoff - Eine Handvoll Leben

Winter 1944. Von russischen Soldaten wird die kleine Monika in einen Kindergulag verschleppt. Karges Essen, ein Schlafplatz zwischen Ratten und völlige Verwahrlosung - als das Mädchen nach Jahren befreit wird, ist ein normales Leben nicht möglich. In einer Pflegefamilie versucht man Monika mit Gewalt und Strenge beizukommen, doch sie sehnt sich nach Geborgenheit und hofft noch immer auf ein Wiedersehen mit ihrer Mutter. 

Monika Dahlhoff, Eine Henadvoll Leben. Verlag Bastei Lübbe, Köln 2013. 

Wir haben den Gulag überlebt! (Buch)


"Wir haben den Gulag überlebt!" Erinnerungen von Adam Riepl und Alexander Friesen an ihre Lagerzeit auf der Kolyma im fernen Norden Sibiriens.

Lichtzeichen Verlag, 2015 ISBN: 978-3-86954-231-7

 

GULAG. Das Lagersystem in der UdSSR (CD)

 


Herausgegeben von Memorial Deutschland e.V., 2006, gefördert mit den Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


Die CD enthält:
- umfangreiches Kartenmaterial zu Standorten von Lagerverwaltungen in der UdSSR
- detaillierte Beschreibungen zu über 400 Lagerverwaltungen
- mehr als 200 Biographien ehemaliger GULAG-Häftlinge
- ausgewählte Literatur über politische Verfolgung in der UdSSR sowie SBZ/DDR
- Bildmaterial (historische Aufnahmen, Porträts, Kunst im GULAG, Mahnmale)

Meinhard Stark: Gulag-Kinder. Die vergessenen Opfer (Buch)

Meinhard Stark: Gulag-Kinder. Die vergessenen Opfer

Metropol-Verlag, 2013, 488 Seiten, 24,00 Euro, ISBN: 978-3-86331-128-5

Gulag-Kinder gehören zu den vergessenen Opfern des kommunistischen Terrors. Nach der Verhaftung ihrer Eltern waren sie selbst anhaltenden Repressionen ausgesetzt und verbrachten oft viele Jahre in Kinderheimen oder später mit ihren Eltern in der Verbannung. Zehntausende kamen unter widrigsten Bedingungen im Gulag zur Welt und mussten ihre ersten Lebensjahre in kärglichen Kinderbaracken verbringen. Minderjährige sperrte die sowjetische Führung zu Hunderttausenden in „Arbeitsbesserungskolonien“ oder gleich in den Gulag. Aber auch nach der Haftentlassung geborene Kinder tragen Spuren der Lagerhaft ihrer Eltern. Meinhard Stark hat mehr als 100 Gulag-Kinder sowie ihre Mütter bzw. Väter befragt und ihnen in diesem Buch eine Stimme gegeben.

Im Schatten des Gulag (DVD)


Im Schatten des Gulag. Als Deutsche unter Stalin geboren

Im Film kommen acht Frauen und Männer zu Wort, die eines miteinander verbindet: Ihre Eltern waren Opfer der stalinistischen Säuberungen und wurden von ihren eigenen Genossen verfolgt oder ermordet ...

Länge: 90 Minuten
Regie: Loretta Walz

Videoproduktion: Loretta Walz in Koproduktion mit mdr und rbb Förderung: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Filmstiftung NRW

Von Potsdam nach Workuta (Ausstellungskatalog)


Von Potsdam nach Workuta

Das NKGB/MGB/KGB-Gefängnis Potsdam-Neuer Garten im Spiegel der Erinnerung deutscher und russischer Häftlinge

Elke Fein, Nina Leonhard, Jens Niederhut, und Veniamin Iofe. Hrsg. von Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Förderverein für MEMORIAL/St. Petersburg e.V. mit Unterstützung durch die Bundesstiftung Aufarbeitung, Potsdam 1999, ISBN 978-3932502194

In acht Aufsätzen werden die "Besatzungsjustiz" in der DDR, die Einordnung der DDR-Strafjustiz in den historischen Kontext und das NKGB/MGB/KGB-Gefängnis Potsdam-Neuer Garten in den Blick genommen. Dabei stehen ebenso die Häftlinge selbst wie auch der Haftalltag und andere Haftstationen mancher Gefangener im Zentrum der Beiträge, die bis in die Gulags der Sowjetunion - darunter auch in das berüchtigte Lager Workuta - führten. Ein Anhang mit Kurzbiographien ehemaliger Häftlinge des Gefängnisses Potsdam-Neuer Garten und eine Auswahlbibliographie beschließen den informativen und eindrucksvollen Sammelband.

Schwarze Pyramiden, rote Sklaven (Buch)

Schwarze Pyramiden, rote Sklaven. Der Streik in Workuta im Sommer 1953

Hrsg. von Wladislaw Hedeler und Horst Hennig
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Leipziger Universitätsverlag, Göttingen/Bonn 2008.

In der Geschichte der Lager des sowjetischen Gulag nimmt Workuta einen besonderen Platz ein. Die unwirtlichen Verhältnisse nördlich des Polarkreises haben unter den hier Gefangenen während mehrerer Jahrzehnte brutaler Zwangsarbeit unzählige Opfer gefordert, ein rigides Lagerregime trug zum jämmerlichen Dasein der scheinbar von aller Welt abgeschlossenen Inhaftierten bei. Umso bemerkenswerter, daß gerade hier im Juli/August 1953 ein Streik politischer Häftlinge aus über 30 Ländern in einen Aufstand mündete, der trotz blutiger Niederschlagung aus heutiger Sicht wie ein Fanal erscheint.
Horst Hennig, der eigenes Erleben in die Waagschale werfen kann, und Wladislaw Hedeler, Historiker und Kenner der sowjetischen Geschichte, stellen eine Chronik jener Ereignisse vor, mit denen Workuta damals Geschichte schrieb. Ihre Rekonstruktion des Häftlingswiderstandes unter Hinzuziehung von Zeitzeugenberichten sowie eine erstmalige Auswertung zahlreicher Dokumente aus sowjetischen Archiven zeigt einprägsam das Ringen der Gefangenen um Freiheit.

Erschossen in Moskau (Buch)


"Erschossen in Moskau..."

Die Deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950-1953

hrsg. von Arsenij Roginskij, Jörg Rudolph, Frank Drauschke und Anna Kaminsky

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Metropol Verlag, Berlin 2005
ISBN 978-3-938690-14-7

Annähernd eintausend Deutsche wurden zwischen 1950 und 1953 von östlichen Geheimdiensten verhaftet, von sowjetischen Militärtribunalen in der DDR wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Agitation zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet. Die Toten wurden im Krematorium des Moskauer Friedhofs Donskoje verbrannt und in einem Massengrab verscharrt. Über Jahrzehnte hatten Moskau und Ostberlin alles daran gesetzt, die Spuren der Opfer zu verwischen.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt ist es der russischen Menschenrechtsorganisation "Memorial" International Moskau, Facts & Files - Historisches Forschungsinstitut Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gelungen, Akten über die Verurteilungen, Hinrichtungen und die verzweifelte Suche der Angehörigen aufzufinden. Das Leben und der gewaltsame Tod dieser Frauen und Männer werden in dem vorliegenden Band erstmals dokumentiert.

"Deine Schnauze wird dir in Sibirien zufriern" (Buch)


"Deine Schnauze wird dir in Sibirien zufriern
". Ein Jahrhundertdiktat. Erwin Jöris

Autor: Andreas Petersen

Hrsg. von der BundesStiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Marixverlag, 2012

Der im Jahr 2012 100-jährige Erwin Jöris wurde als Sohn eines spartakistischen Schlossers in Berlin-Lichtenberg geboren. Als charismatischer KPD-Jugendführer prügelte er sich durch die Straßenschlachten der untergehenden Republik, tauchte 1933 in die Illegalität ab und fand sich in Sonnenburg, einem der frühesten deutschen KZs, zusammen mit der linken Politprominenz seiner Zeit wieder. Im Moskauer Hotel Lux traf er die Größen der kommunistischen Internationale und erlebte ihren Untergang. Er schuftete in der Zeit der sowjetischen Aufbau-Euphorie im Uralmasch, einem gigantischen Schwerindustriekombinat hinterm Ural und lebte dort mit russischen Arbeitern. 1937 wurde er in Swerdlowsk Zeuge des Großen Terrors. 1938 verschleppte ihn der NKWD in die berüchtigte Lubjanka. Von dort wurde er nach einem Jahr an die deutsche Gestapo ausgeliefert. 1941 bekam er als Soldat eines Sanitätszuges der deutschen Wehrmacht den Marschbefehl Richtung Osten. Im Endkampf um Berlin geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und kam im Nachkriegsjahr in ein Waldarbeiterlager vor Moskau. Zurück im zerstörten Lichtenberg befragten ihn seine alten KPD-Kameraden nach der Sowjetunion des Großen Terrors, während sie zeitgleich die zweite deutsche Diktatur installierten. 1951 verhafteten ihn die NKWD-Häscher erneut. Das Fernurteil: 25 Jahre Workuta, das berüchtigte Bergwerklager im ewigen Eis. Fünf Jahre überlebte er im Gulag, in einer Arbeitsbrigade zusammen mit einem seiner nationalsozialistischen KZ-Bewacher. Zurück in Ost-Berlin floh er 1956 in den Westen.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.