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Weitere Webangebote zum Thema "Früher Widerstand in der SBZ/DDR 1945-1953" und Hinweise zu Ausstellungen an historischen Orten.

Jugendopposition in der DDR

Die Website der Bundeszentrale für politische Bildung und der Robert-Havemann-Gesellschaft stellt ein breites Informations- und Materialangebot sowie Interviews mit Zeitzeugen zur Verfügung. Hintergrundtexte informieren über die Kampgruppe gegen Unmenschlichkeit, den Widerstand an der Altenburger Oberschule, die Widerstandgruppe in Werder/Havel, den "Eisenberger Kreis". Darüber hinaus finden sich Texte über "Ungarische Forderungen in Ost-Berlin", die Ostbüros der Parteien und Studierende im Widerstand.

Politische Kultur im Kalten Krieg

Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen kämpfte gegen "kommunistische Unterwanderung". Anhand von Beispielen gibt Stefan Creuzberger in einem Dossier auf bpb.de Einblicke in die politische Kultur des Antikommunismus in der jungen Bundesrepublik.

Von Potsdam nach Workuta

Die Website präsentiert eine Ausstellung über deutsche und sowjetische Häftlinge im KGB-Gefängnis Potsdam und die Lagerhaft in Workuta/Sowjetunion, die zwischen 2001 und 2006 im ehemaligen KGB-Gefängnis in der Leistikowstraße 1 in Potsdam gezeigt wurde. Neben Informationen zu den sowjetischen Geheimdiensten und zum Strafvollzug in der SBZ/DDR finden sich zahlreiche Biographien von Menschen, die u.a. wegen angeblicher antisowjetischer Propaganda oder Spionagetätigkeit verurteilt worden sind.

Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.

Im Dezember 2008 wurde die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße gegründet, die von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten treuhänderisch verwaltet wird. Seit April 2012 informiert die Dauerausstellung "Sowjetisches Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam" über die Geschichte des Haftortes und das Schicksal der Häftlinge.

www.walter-linse.de und Audiobeiträge

Walter Linse, leitender Mitarbeiter beim UfJ, wurde am 8. Juli 1952 im Auftrag der Stasi auf offener Straße in West-Berlin entführt. Die Öffentlichkeit war empört, doch der Protest blieb ergebnislos. 1953 wurde er nach einem Geheimprozess in Moskau hingerichtet. Die Internetseite gibt in Kurzform den Inhalt eines Buches wieder, in dem Linses Leben von seiner Chemnitzer Jugend bis zu den Nachwirkungen der Verschleppung beschrieben wird.

Augenzeugenbericht (Zeugin: Maria Thieme, geb. 9. November 1900 ; gest. Juli 2000) von der Entführung Walter Linses (mp3; 1,61 MB)

Appell Ernst Reuters zur Freilassung Walter Linses, 10. Juli 1952 (mp3; 3,23 MB)

Zur Rolle von Dr. Walter Linse unter der NS-Herrschaft und in den Nachkriegsjahren bis 1949, Kurzexpertise von Dr. Klaus Bästlein, erstellt im Auftrag des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Berlin 2007.

Das Notaufnahmeverfahren für Flüchtlinge aus der DDR

Errichtet im Jahr 1953, diente das Notaufnahmelager Marienfelde knapp vierzig Jahre lang - bis zur deutschen Einheit 1990 - als erste und zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR. Hier wurden sie betreut und mit Unterkunft versorgt; hier durchliefen sie auch das nötige Aufnahmeverfahren, um eine Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik einschließlich West-Berlin zu erhalten. Die Stationen des Aufnahmeverfahrens von "alliierter Sichtungsstelle" bis zum "Bundesnotaufnahmeausschuss" werden in der Dauerausstellung vorgestellt und können auf der Internetseite nachgelesen werden.

www.workuta.de – Biografien deutscher Gulag-Häftlinge

Etwa 35.000 Zivilisten wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der SBZ/DDR bis 1955 von Sowjetischen Militärtribunalen in Schnellverfahren und ohne juristischen Beistand abgeurteilt. Alle politischen Gegner der kommunistischen Gewaltherrschaft - die vermeintlichen wie die tatsächlichen -, wurden auf Grundlage erpresster Geständnisse zu unverhältnismäßig hohen Strafen verurteilt, sogar zum Tode. Die Zeitzeugen auf www.workuta.de wurden in der Regel zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in den sowjetischen Gulag deportiert. Die meisten kamen nach Workuta, einem unwirtlichen Ort weit jenseits des nördlichen Polarkreises.

Zeichnung von Detelv Putzar

Detlev Putzar wurde, noch 15-jährig, im September 1945 verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, einer Werwolforganisation anzugehören, die sich der Konterrevolution verschrieben hat und den sowjetischen Stadtkommandanten erschießen wollte. Detlev Putzar wurde zu zehn Jahren Arbeitsstraflager verurteilt, obwohl es für keinen der Anklagepunkte rechtstaatliche Beweise gab. Die Haftstrafe verbüßte Detlev Putzar in Waren (Müritz), Alt Strelitz, Sachsenhausen und Untermaßfeld. 1951 erfolgte die Entlassung aus der Haft. Noch im selben Jahr floh er nach West-Berlin. Heute lebt Detlev Putzar in Reutlingen.

In seinen Zeichnungen, die die Bundesstiftung Aufarbeitung 2011 erworben hat, wird der Alltag der Häftlinge lebendig.

Zeichnungen von Wilhelm Sprick

Wilhelm Sprick wurde 1928 in Uchtdorf bei Rinteln (Weser) geboren und übersiedelte mit seinen Eltern 1932 nach Fincken im Kreis Waren (Müritz). Nach dem Besuch der Realschule in Plau wurde er mit 16 Jahren 1944 als Marineflakhelfer verpflichtet. Am 2. Mai 1945 geriet Wilhelm Sprick bei Hohen Viecheln in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der ihm nach acht Tagen die Flucht ins Weserbergland gelang. Auf der Suche nach seinen Eltern wurde Wilhelm Sprick zusammen mit seinem Bruder aufgrund von Verdächtigungen und Denunziation am 25. September 1945 vom NKWD verhaftet. Die darauffolgenden Haftstationen waren zunächst die NKWD-Keller in Waren und Röbel sowie der "Justizpalast" am Schweriner Demmlerplatz. Bei einem ersten Tribunal am 28. April 1946 konnten Wilhelm Sprick keine strafbaren Handlungen nachgewiesen werden. Am 7. August 1946 wurde er in einem zweiten Tribunal wegen Beleidigung und Verleumdung Stalins schließlich zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. Die weiteren Leidensstationen waren Torgau, Sachsenhausen, Luckau und Bautzen. Im Zuchthaus Bautzen nahm Wilhelm Sprick am Aufstand der Gefangenen am 31. März 1950 teil. Am 6. Oktober 1950 wurde Wilhelm Sprick aus der Haft entlassen. Ein 1952 aufgenommenes Kunststudium konnte er aus politischen Gründen nicht beenden. Auch in den folgenden Jahren blieb er politisch unangepasst. Seine drei Aufnahmeanträge in den Verband bildender Künstler (1956, 1966 und 1979) wurden jeweils abgelehnt, was einem Berufsverbot gleichkam. Erst 1991 stellte Wilhelm Sprick erstmals öffentlich aus.

Die im Archiv der Bundesstiftung verwahrten Bilder sowie autobiographischen Aufzeichnungen bilden das ganze Spektrum der fünfjährigen Haftzeit Wilhelm Spricks ab.

Gedenkstätte Lindenstraße für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert

Die Gedenkstätte Lindenstraße ist ein historischer Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die Opfer politischer Gewalt in beiden deutschen Diktaturen - und zugleich der Potsdamer Ort der Überwindung der Diktatur.

Die Ausstellung informiert u.a. über die Zeit von 1945 bis 1952: Sowjetisches Militärtribunal / zentrales Untersuchungsgefängnis des sowjetischen Geheimdienstes für das Land Brandenburg und ab 1952: Stasi-Untersuchungsgefängnis für den Bezirk Potsdam

Gedenkstätte Buchenwald

Die Dauerausstellung zur Geschichte des Sowjetischen Speziallagers Nr. 2 Buchenwald schildert die Einrichtung der Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone, den Aufbau des Speziallagers in Buchenwald, die Lebensbedingungen im Lager und geht auch auf die Auflösung des Lagers ein.

  • Die Einrichtung der Speziallager in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ)

  • Der Aufbau des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 Buchenwald

  • Die Lebensbedingungen im Lager

  • Die Auflösung der Speziallager. Das Zuchthaus Waldheim und die "Waldheimer Prozesse"

- See more at: www.buchenwald.de/77/

  • Die Einrichtung der Speziallager in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ)

  • Der Aufbau des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 Buchenwald

  • Die Lebensbedingungen im Lager

  • Die Auflösung der Speziallager. Das Zuchthaus Waldheim und die "Waldheimer Prozesse"

- See more at: www.buchenwald.de/77/

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Im Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen hielt der Sowjetische Geheimdienst in den Jahren 1945 bis 1950 etwa 60.000 Menschen gefangen. Das Museum dokumentiert in einem neu errichteten Ausstellungsgebäude sowie in zwei erhaltenen Originalbaracken die Geschichte des Speziallagers und das Schicksal der Inhaftierten, von denen mindestens 12.000 an Hunger und Krankheiten verstarben.

Dokumentationsstätte Sowjetisches Speziallager Nr. 6, Jamlitz

Neben Weimar-Buchenwald und Oranienburg-Sachsenhausen ist das kleine brandenburgische Dorf Jamlitz (Landkreis Dahme-Spreewald) der dritte historische Ort in Ostdeutschland, an dem ein nationalsozialistisches Konzentrationslager nach 1945 als sowjetisches Speziallager genutzt wurde. Anfang der 1970er Jahre wurden jedoch fast alle baulichen Relikte des Lagers beseitigt. 2003 wurden deswegen zwei Freiluftausstellungen eröffnet, die beide Lagerepochen getrennt dokumentieren.  Insgesamt wurden 30 Tafeln aufgestellt. 

Gedenkstätte Speziallager Nr. 1 des NKWD/MWD Mühlberg/Elbe

Das Lager Mühlberg gehört zu jenen Orten mit "doppelter Vergangenheit". Auf dem weitläufigen Gelände kann man die Spuren sowohl des Kriegsgefangenenlagers (1939-1945) aus der Zeit des "Dritten Reiches" als auch des "Speziallagers" (1945-1948) der sowjetischen Geheimpolizei (NKWD/MWD) verfolgen und ihrer jeweiligen Opfer gedenken. Es werden Projekttage für Schulklassen und Kurse zum Thema "Lager zweier Diktaturen" angeboten, die u.a. Zeitzeugengespräche, Führungen durchs Gelände sowie Materialrecherchen beinhalten. Lehrerfortbildungen sind kostenlos und dauern 4 bis 5 Stunden (jeweils donnerstags). Bitte vorher anmelden.

Gedenkstätte Internierungslager Ketschendorf e.V.

Die Sowjetische Besatzungsmacht errichtete Ende April 1945 in einer Wohnsiedlung des Reifenwerkes Ketschendorf das Speziallager Nr. 5, in das sie nicht verurteilte Häftlinge einwies. Das Lager wurde im April 1947 aufgelöst, die überlebenden Häftlinge in andere Speziallager und in die Sowjetunion verlegt. Die Toten des Lagers wurden in Massengräbern im so genannten Wäldchen verscharrt, wo sich heute die Gedenkanlage befindet. Die Gedenkstätte ist jederzeit zugänglich. In der Stadtbibliothek Fürstenwalde am Goetheplatz befindet sich eine Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Stalinismus.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.