Material für den Unterricht und Ausstellungen

Flucht und Freikauf

"5 von 3,8 Millionen" - Projekt mit Flüchtlingen aus der DDR

Für Ihre Abschlussarbeit in Kommunikationsdesign an der Universität in Frankfurt am Main sprach Luise Demmler mit fünf Menschen, die aus der DDR geflohen sind. Aus den Gesprächen leitete sie eine Installation ab, für die sie auch Fotos, persönliche Dokumente und Objekte verwendete. Die Installation bietet dem Betrachter Raum, um  durch das Zusammenspiel von Objekten und Zitaten die Geschichten zu entdecken.

Hier gelangen Sie zur Projektbeschreibung und zu einigen Fotos der Installation.

Unterrichtsheinheit: Flucht und Ausreise aus der DDR

Lehrer-Online bietet eine Unterrichtseinheit für sechs bis acht Unterrichtsstunden an und stellt umfangreiches Material vor. Die Unterrichtseinheit ist modular aufgebaut und eignet sich für ein fächerübergreifendes Projekt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten überwiegend in Teams zusammen. Eine Vielzahl multimedialer und interaktiver Angebote im Internet kann in den Unterricht eingebunden werden, vom computeranimierten Film zum Aufbau der Grenzanlagen über Zeitzeugenberichte in Text, Videos und Audios bis hin zum Dokumentarfilm über die Ereignisse an der Bernauer Straße. Die Internetseiten können den Lernenden online, teilweise auch offline, zur Verfügung gestellt werden. Arbeitsergebnisse werden auf Arbeitsblättern, aber auch auf Plakaten oder Stellwänden vorgestellt.

Mauer, Grenze, Fluchten: Umfangreiche Materialien online

Auf der Website www.ddr-geschichte-vermitteln.de sind Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“ zusammengestellt. Dabei wurden Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW, mit finanzieller Unterstütung der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Hier gelangen Sie zu den Materialien zum Thema "Mauer, Grenze, Fluchten".

Unterrichtsthema Mauer, Grenze und Flucht

Auf DeineGeschichte.de stehen zum Thema Mauer, Grenze und Flucht verschiedene Module für den Unterricht zur Verfügung. Die Arbeitsaufträge basieren auf historischen Dokumenten, Audiobeiträgen, Fotos und Videos.

Grenzfall. Wie eine DDR-Flucht zum Familiendrama wurde

Verlaufspläne für eine Doppelunterrichtsstunde als PDF zum Download!

Vorschlag der Bundesstiftung Aufarbeitung für eine zusammenhängende und eine getrennte Doppelstunde zum Feature von Heike Otto, Bayerischer Rundunk 2010. Die Jugendlichen sollen die Bedeutung der Teilung Deutschlands und die Unterschiede von Diktatur und Demokratie nach 1945 anhand einer spektakulären DDR-Flucht exemplarisch analysieren und verstehen. Hier geht es zum Feature!

Multimediale Unterrichtsentwürfe

Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt Unterrichtsentwürfe unter Einbeziehung von interaktiven Whiteboards vor. Die Einheit „Die Geschichte der Mauer – unsere Geschichte“ geht darauf ein, warum viele Menschen die DDR verlassen wollten.

„Wir waren so frei“ im Unterricht

Die Internetseite stellt Informationen, Arbeitsaufträge und Fotomaterial zum Thema Flucht zur Verfügung. Die Fotos von Amateuren erzählen die Geschichten der Abgebildeten und spiegeln unmittelbar die Stimmungslagen der Menschen zur Umbruchszeit wider. Die Wünsche und Hoffnungen der Menschen waren vielfältig und teils divergent. Auch in der Bundesrepublik Deutschland gab es verschiedene Stimmungslagen und Sichtweisen auf die Ereignisse.

Flucht in den Akten der Stasi

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes legt mit „Flucht aus der DDR. Versuchter Grenzdurchbruch zweier Schüler“ Auszüge aus einer Akte der Staatssicherheit vor. Aus den oft sehr umfangreichen Aktenbänden wurden für den Unterricht oder für Schülerprojekttage Auszüge zusammengestellt, die die Arbeitsweise des MfS erkennen lassen. Der Aufbau der Stasi-Akten wurde weitgehend beibehalten. Bis auf eine Einordnung und Begriffserläuterungen ist auf weitere Kommentare verzichtet worden. Vorschläge für Arbeitsaufträge liegen bei.

Handreichung für Lehrer

„Die Berliner Mauer. Quellen, Fragen, Kontexte“ ist speziell auf die Bedürfnisse des Schulunterrichts zugeschnitten. Die Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer bietet kompakte Einführungstexte, kommentierte Quellen und weiterführende Methodentexte sowie eine umfangreiche kommentierte Zusammenstellung didaktischer Materialien und Websites. Sie ist als vierter Band der Reihe „DDR-Geschichte für die Schule“ des LStU erschienen und kann kostenlos über die Gedenkstätte Berliner Mauer bezogen werden.

 

Sarah Bornhorst / Elena Demke (Hrsg.), Die Berliner Mauer. Quellen, Fragen, Kontexte (Werkstatt DDR-Geschichte für die Schule 4), Berlin 2011.

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Arbeitsblätter zum Thema Flucht und Informationen zum Freikauf

Die Webseite Chronik der Mauer stellt das derzeit umfangreichste multimediale Informationsangebot zur Berliner Mauer dar. Um die Inhalte der Seite auch im Unterricht an den Schulen nutzbar zu machen, wurden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Bettina Alavi und Holger Meeh von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg 13 Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für die Sekundarstufen I und II sowie für die Grundschule entwickelt. Die Arbeitsblätter stehen als PDF-Dokumente zum Download zur Verfügung.

Zudem finde sich Informationen, Zeitzeugenberichte und Fotomaterial zum Freikauf sowie 50 Fluchtgeschichten mit historischem Bildmaterial.

Renate Werwigk-Schneider: „Wir wollten uns nicht einsperren lassen“

Wegen eines versuchten Fluchtversuches verurteilte das Bezirksgericht Rostock Renate Werwigk-Schneider 1963 zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus. Nach dem Prozess wurde Renate Werwigk-Schneider in die Haftanstalt Frankfurt/Oder verlegt, wo sie als Anstaltsärztin arbeiten musste. Zwei Jahre nach ihrer Entlassung wagte sie einen zweiten Fluchtversuch – im Wissen um den Freikauf. Mit einem gefälschten Pass wurde sie in Bulgarien an der türkischen Grenze verhaftet und in das Staatsgefängnis in Sofia verbracht. Im Dezember 1967 verurteilte sie das Gericht in Potsdam zu weiteren drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus. Ein Jahr später wurde sie von der Bundesrepublik freigekauft.

 

Zu Biografie, Tonaufnahmen und Fotos.

Nach der Flucht – Leben im Übergangswohnheim Marienfelde

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde gestaltete gemeinsam mit dem Internationalen Bund, der auf dem Gelände des ehemaligen Notaufnahmelagers ein Übergangswohnheim für Asylsuchende betreibt, 2012 neue Elemente ihrer Dauerausstellung. Unter der Überschrift „Nach der Flucht. Leben im Übergangswohnheim Marienfelder Allee" wurden im zweimonatigen Wechsel jeweils ein Videointerview mit einer hier lebenden Familie sowie ein Gegenstand präsentiert, der besondere persönliche Bedeutung besitzt. Filme und Exponate erzählten exemplarisch von den Erfahrungen der Flüchtlinge im Heimatland, ihrem Berliner Alltag und ihren Zukunftshoffnungen.

 

Zu den Porträts der Flüchtlinge.

Gehen oder bleiben? Deutsch-deutsche Fluchtgeschichten

Der Cornelsen Verlag bietet methodisch-didaktische Hinweise und Materialien zur Vorbereitung eines Besuchs der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde in Berlin. Die Ausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ umfasst die vielfältigen Ursachen für Flucht und Ausreise und deren Wege und Formen. Daneben befasst sich die Ausstellung mit den gesetzlichen Grundlagen und der Praxis des Notaufnahmeverfahrens im Lager Marienfelde. Schließlich erläutert ein weiterer Themenraum die Integrationspolitik der Bundesrepublik, u.a. in Bezug auf die Flüchtlinge aus der DDR.

Vortrag „Häftlingsfreikauf – Das Geschäft zwischen Ost und West“

Im Rahmen der historisch-politischen Bildungsarbeit bietet die Gedenkstätte Berliner Mauer für Jugendliche und Erwachsene einen etwa einstündigen Vortrag zum Freikauf an. Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie hier.

Flucht von Conrad Schumann

Als der Volkspolizist Conrad Schumann am 15. August 1961 über den Stacheldraht in den Westen sprang, fotografierte dies der Hamburger Fotograf Peter Leibing. Das Foto ging um die Welt und ist zum Symbol der Teilung Berlins geworden. Christoph Hamann hat Aufgaben für Schülerinnen und Schüler formuliert, um das Bild und dessen Rezeptionsgeschichte im Unterricht zu analysieren.

 

Dr. Christoph Hamann: „Unterrichtsentwicklung. Bilkompetenz im Geschichtsunterricht. Interpretieren und individualisieren. Historisches Lernen mit Bildquellen, hg. v. LISUM Berlin-Brandenburg, Berlin 2012

Fluchthilfe

Ausstellung: Risiko Freiheit - Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961-1989

www.risiko-freiheit.de

„Risiko Freiheit“ ist eine Online-Ausstellung der Stiftung Berliner Mauer, die in fünf Multimedia-Touren Geschichten der deutsch-deutschen Fluchthilfe von 1961 bis 1989 exemplarisch erzählt. Zu jedem Abschnitt einer Tour gibt es interessante Dokumente, Filme und Zeitzeugeninterviews.

Die Ausstellung widmet sich den unterschiedlichen Aktivitäten zur Fluchthilfe von 1961 bis 1989 als Freiheits- und Widerstandsform. Sie geht auf die einzelnen Phasen und die jeweils spezifischen Formen der Fluchthilfe ein und setzt diese in den jeweiligen politischen Kontext. Ausgewählte Biografien und Schicksale zeigen, unter welch schwierigen Bedingungen Fluchthilfe überhaupt nur möglich war.

Der „Tunnel 57“ als Comic

Die Comic-Autoren haben die Ereignisse um den legendären Fluchttunnel unter der Bernauer Straße anhand von Zeitzeugeninterviews, Originalfotos und Dokumenten detailgetreu rekonstruiert und grafisch umgesetzt. Ein Beitrag zu den historischen Hintergründen weitet den Blick auf das Fluchtgeschehen, Interviews mit einem Fluchthelfer und seiner geflüchteten Freundin veranschaulichen die Ereignisse aus deren Perspektive. Ergänzende Materialien für den Schulunterricht vertiefen die Thematik.

Henseler, Thomas/Buddenberg, Susanne: Tunnel 57. Eine Fluchtgeschichte als Comic, Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Mauer, Berlin 2013. Das Comic ist auch in englischer Sprache erschienen (ohne Beitrag und Schulmaterialien): Tunnel 57. A True Escape-Story.

Fluchthelfer Dieter Wohlfart (27. Mai 1941 bis 9. Dezember 1961)
Fotos, Berichte und Originalaufnahmen zu Dieter Wohlfahrt.

Die Fluchthelfer Hasso Herschel und Joachim Neumann

Hasso Herschel überquerte im Oktober 1961 mit einem Schweizer Pass, den ihm West-Berliner Studenten beschafft hatten, die Grenze. Sofort sah er sich nach Fluchtmöglichkeiten für seine Schwester und deren Familie um. Er beteiligte sich an dem "Tunnel 29" in der Bernauer Straße. Bis 1972 verhalf er vielen DDR-Bürgern in umgebauten Autos, mit der Unterstützung von Diplomaten und über den Fernlastverkehr von Ungarn nach Österreich in den Westen.

Mit einem Schweizer Pass und der Hilfe von West-Berliner Studenten gelang Joachim Neumann im Dezember 1961 die Flucht über den Bahnhof Berlin-Friedrichstraße. In West-Berlin angekommen, wollte er seiner Freundin und anderen Angehörigen die Flucht ermöglichen. Er beteiligte sich 1962 am "Tunnel 29" und zwei Jahre später am "Tunnel 57" in der Bernauer Straße.

Joachim Neumann berichtet von seiner Flucht mit einem Schweizer Pass, Gedenkverantsaltung 50. Jahrestag des Mauerbaus, Gedenkstätte Berliner Mauer, 13. August 2011

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Dienstag, 23 Mai 2017 - Heute vor 53 Jahren

23.5.1964 Nach internationalen Protesten wird der 1961 in einem Geheimprozess in der DDR zu 13 Jahren Zuchthaus verurteilte frühere Kommunist Heinz Brandt wieder freigelassen.