Bayern

Im Dreiländereck Bayern, Sachsen und Böhmen begann die ehemalige innerdeutsche Grenze. Der weitaus größere Teil davon in Bayern verlief aber an der Grenze zu Thüringen. Daran erinnern heute mehrere Gedenkstätten und Museen.

Gedenkstätte Heinersdorf-Welitsch, Kronach/Pressig

Die Gedenkstätte befindet sich auf dem ehemaligen Grenzstreifen und besteht aus einem Freigelände und drei Ausstellungsräumen. Auf dem Freigelände können verschiedene Bestandteile der ehemaligen Grenzsperranlagen besichtigt werden. Die Ausstellung befindet sich in einer Holzbaracke, die in den Monaten nach der Grenzöffnung am 19. November 1989 bis zur Wiedervereinigung im Herbst 1990 als Abfertigungsstelle für den Grenzverkehr diente. Behandelt werden die Themenbereiche Zwangsaussiedlungen im Grenzbereich, Aufbau und Tätigkeit der Grenztruppen der DDR und die Grenzöffnung 1989.

Besichtigung sowie Führungen sind nach Vereinbarung möglich.

Förderverein Gedenkstätte Heinersdorf-Welitsch e.V.
96332 Pressig
Tel.: 09261/20480 o. 03675/744516
E-Mail: info(at)pressig.de
www.pressig.de
www.thueringer-wald.de

Informationsstelle über die Teilung Deutschlands, Neustadt bei Coburg

Die "Informationsstelle über die Teilung Deutschlands" wurde am 17. Juni 1968, dem 15. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR, durch die Stadtverwaltung von Neustadt bei Coburg eröffnet. Sie sollte Besucher über die Geschichte und den Ausbau der innerdeutschen Grenze - die direkt bei Neustadt verlief - aufklären. Die heutige Ausstellung gibt einen Abriss der deutschen Geschichte von 1871 bis 1989, erläutert die lokale Geschichte (einschließlich der Auswirkungen der Schließung der Grenze 1952 auf die Verbindungen im thüringisch-fränkischen Raum), präsentiert Ausrüstungsgegenstände der Grenztruppen und stellt die Grenzsperranlagen der DDR in Modellen dar.

Stadtverwaltung Neustadt
Bereich Kultur, Sport, Tourismus
96465 Neustadt b. Coburg
Georg-Langbein-Straße 1
Tel.: 09568 81-461
Fax: 09568 81-138
E-Mail: tourist(at)neustadt-bei-coburg.de

www.neustadt-bei-coburg.de

Standort: Austr. 99 (ehemaliges Gebäude der Siemens-Betriebskrankenkasse

Deutsch-deutsches Museum Mödlareuth, Töpen-Mödlareuth

Deutsch-deutsches Museum Mödlareuth

Das Ziel des Museum ist es, die Geschichte der Teilung in ihrer Gesamtheit darzustellen. Neben den Themen Mauer und Stacheldraht werden die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und alltagsgeschichtlichen Aspekte anhand regionaler und lokaler Beispiele erläutert. Die Gedenkstätte verfügt über ein Freigelände, auf dem Teile der 700m langen Betonsperrmauer, des Metallgitterzaunes sowie der Beobachtungsturm im Original erhalten geblieben sind, einen Ausstellungsbereich, museumspädagogische Räume sowie eine museale Infrastruktur mit Medienarchiv, Archiv und Bibliothek. Es besteht die Möglichkeit, im Museum Seminare für Schulklassen und im Rahmen der Erwachsenenbildung abzuhalten. In Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit wird viermal pro Jahr ein dreitägiges Schülerseminar angeboten.

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Mödlareuth 13
95183 Töpen
Tel.: 09295-1334
Fax: 09295-1319
E-Mail: museum.moedlareuth@t-online.de
www.museum-moedlareuth.de

Museum für Grenzgänger, Bad Königshofen/Mellrichstadt

Museum für Grenzgänger

Auf zwei Stockwerken widmet sich das Museum dem Leben an und mit einer Grenze, die zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich durchlässig war. Im Erdgeschoss wird die Zeit vor 1945 behandelt. Das Obergeschoss greift hingegen die Zeit nach 1945 auf, als Grenzübertritte mit Lebensgefahr verbunden waren. Den roten Faden durch die Ausstellung legen einzelne Personen  - "Grenzgänger" -, die in ihrem Berufs- oder Privatleben die bayerisch-sächsische bzw. bayerisch-thüringische Grenze überschritten. Für Gruppen können nach Voranmeldung Museumsführungen sowie Führungen zu den Außenanlagen vereinbart werden. Es werden spezielle Programme für Kinder und Jugendliche angeboten, die mit dem Museumspädagogischen Zentrum (MPZ) des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld e.V. erarbeitet wurden.

Museum für Grenzgänger
Martin-Reinhard-Str.9
97631 Bad Königshofen
(Zugang über das Archäologische Museum)
Tel.: 09761-3979011
E-Mail: info(at)museum-fuer-grenzgaenger.de

www.museum-fuer-grenzgaenger.de

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Mittwoch, 16 August 2017 - Heute vor 70 Jahren

16.8.1947 Todesurteil gegen Führer der oppositionellen Agrarpartei Bulgariens, Nikola Petkow, wegen angeblicher Vorbereitung eines Staatsstreichs.