Sachsen-Anhalt

Auf vielen Kilometern grenzt Sachsen-Anhalt an Niedersachsen. An die ehemalige innerdeutsche Grenze erinnern mehrere Gedenkstätten, aber es finden sich auch noch weitere Erinnerungsorte an die SED-Diktatur.

Gedenkstätte „Roter Ochse“, Halle (Saale)

Gedenkstätte „Roter Ochse“

Die Haftanstalt „Roter Ochse“ wurde 1842 in Betrieb genommen. Von 1950 bis 1989 nutzte die Staatssicherheit das Gebäude als Untersuchungshaftanstalt. Die beiden Dauerausstellungen dokumentieren die Geschichte der Haftanstalt in den Jahren 1933 bis 1945 sowie 1945 bis 1989. Daneben werden Sonderausstellungen, Seminare, Vorträge, Lesungen und Projekttage angeboten. Die Vermittlung und Moderation von Gesprächsrunden mit Zeitzeugen sind möglich. Die Gedenkstätte verfügt über ein Archiv und eine Präsenzbibliothek sowie eine Videosammlung.

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Gedenkstätte „Roter Ochse“
Am Kirchtor 20b
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345-2 20 13 37
Fax: 0345-2 20 13 39
E-Mail: info-roterochse(at)stgs.sachsen-anhalt.de

www.sachsen-anhalt.de

Grenzdenkmal Hötensleben

Grenzdenkmal Hötensleben

Das Dorf Hötensleben an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen lag in der 500 Meter breiten "Schutzzone", die als Teil der Grenzsicherungsmaßnahmen eingerichtet worden war. Die gesamte Grenzanlage steht seit Januar 1990 unter Denkmalschutz. Der "Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V." organisiert nach Vereinbarung Führungen. Das Freigelände ist ständig zugänglich.
In einem "Audiowalk" kommen Zeitzeugen zu Wort und berichten über Erlebtes und Erfahrenes. Der Audiowalk dauert circa 20 Minuten ohne Rückweg. Außerdem findet jährlich ein Workcamp am Grenzdenkmal statt, woran Jugendliche und Erwachsene aus aller Welt teilnehmen.

Grenzdenkmalverein e.V. Hötensleben
Achim Walther
Wallstr. 3
39393 Hötensleben 
Tel.: 039405-50660
E-Mail: grenzdenkmal(at)aol.com

www.grenzdenkmal.com

Gedenkstätte Deutsche Teilung, Marienborn

Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Marienborn war die größte und bedeutendste Grenzübergangsstelle an der innerdeutschen Grenze. Besucher der Gedenkstätte Deutsche Teilung können im Rahmen einer Führung die verschiedenen Bereiche und Funktionseinheiten der ehemaligen Grenzübergangsstelle besichtigen. Das Gelände kann auch selbstständig erkundet werden. Hierfür wurde ein Besucherleitsystem eingerichtet, das über Faltblätter in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache sowie über Hinweistafeln und fünf Multimedia-Stationen Informationen bietet. Zur Gedenkstätte gehört ein Dokumentations- und Informationszentrum.
Es werden Studien- und Projekttage zu unterschiedlichen Themen im Bereich Grenzzone angeboten, ein Seminar für die Klassen 9 und 10 zum Thema „Unrechtssysteme in Deutschland“ und Zeitzeugengespräche.

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
An der Bundesautobahn A2
39365 Marienborn
Tel.: 039406-9 20 90
Fax: 039406-9 20 99
E-Mail: Info-Marienborn(at)stgs.sachsen-anhalt.de

www.sachsen-anhalt.de

BStU Informations- und Dokumentationszentrum Halle (Saale)

BStU Halle

Die BStU hat 1994 in ihrer Außenstelle Halle ein Informations- und Dokumentationszentrum für das Land Sachsen-Anhalt eingerichtet. Die Dauerausstellung unter dem Titel "Entschlüsselte Macht" informiert über Aufbau und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Vorträge, Seminare und Projektarbeiten ergänzen das Informationsangebot. Schulklassen, Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich und andere Interessenten können sich auf diese Weise mit der DDR, der Einparteiendiktatur der SED und seinem Geheimdienst auseinandersetzen.

BStU Informations- und Dokumentationszentrum Halle (Saale)
Blücherstr. 2
06122 Halle (Saale)
Tel.: 0345-61 41 0
Fax: 0345-61 41 27 19
E-Mail: asthalle(at)bstu.bund.de

www.bstu.bund.de

Dokumentationszentrum am Moritzplatz, Magdeburg

Im Dezember 1990 wurde durch Beschluss der Stadtverordneten die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg gegründet. Sie befindet sich in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) für den Bezirk Magdeburg. Die Dauerausstellung dokumentiert die Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes am Moritzplatz für den Zeitraum 1945 bis 1989. Sie umfasst zwölf Ausstellungsräume. Es werden Zeitzeugengespräche, Projekttage und Führungen angeboten.

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg
Umfassungsstraße 76
39124 Magdeburg
Tel.: 0391-2 44 55 90
Fax: 0391-2 44 55 999
E-Mail: anmeldung-moritzplatz(at)stgs.sachsen-anhalt.de

www.sachsen-anhalt.de

Grenzmuseum Böckwitz

Das Museum Böckwitz legt seinen Schwerpunkt auf die Ausstellung alter landwirtschaftlicher Geräte und auf Traditionen der Altmark. Über 100 historische Gerätschaften sind auf der 1.400 Quadratmeter umfassenden Ausstellungsfläche des 1997 eröffneten Museums zu betrachten. Teil des Museums ist zudem eine Dauerausstellung zur innerdeutschen Grenze. Wie beim Grenzlehrpfad Zicherie/Böckwitz wird dabei die Geschichte des Doppeldorfes Zicherie-Böckwitz unmittelbar an der innerdeutschen Grenze erfahrbar. Es können Führungen vereinbart werden.

Grenzmuseum Böckwitz
Im Rundling 2
38486 OT Böckwitz
Tel.: 039008-8 00 45
Fax: 039008-8 00 45
E-Mail: info(at)museum-boeckwitz.de

www.museum-boeckwitz.de

Grenzmuseum Sorge e.V., Sorge

Das Freiland-Grenzmuseum des Vereins Grenzmuseum Sorge e.V. besteht aus Resten der Original-Grenzanlage des Ortes Sorge an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Ein Geschichtspfad mit Informationstafeln, Resten der Grenzzäune I und II, einer Grenzsäule, einem B-Turm, einer Gewässersperre und einem Erdbunker veranschaulicht das System der Grenzsicherung. Das Bahnhofsgebäude in Sorge wurde zu einem kleinen Museum umgebaut. Hier sind neben dem originalen Modell einer Grenzanlage Ausstellungstücke aus dem Alltag der Grenztruppen der DDR und der Bewohner des Grenzgebietes zu sehen.

Die Grenzlandschaft ist jederzeit begehbar. Das Grenzmuseum im ehemaligen Bahnhofsgebäude ist von Dienstag bis Samstag 10.30-16.00 Uhr geöffnet. Führungen werden ab 6 Personen angeboten. Wir bitten um Kontaktaufnahme zwecks Terminvereinbarung. 

Grenzmuseum Sorge e.V.
Försterbergstraße 5b
38875 Stadt Oberharz am Brocken OT Sorge
Tel.: 039457-40 80 7 oder 039457-3239

www.grenzmuseum-sorge.de

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Montag, 11 Dezember 2017 - Heute vor 28 Jahren

11.12.1989 Nach der Regierungsneubildung unter Vorsitz des Reformkommunisten Marián Calfa feiern die Menschen in Prag mit Glockenläuten und Sirenen den Sieg über die KPC.