Bild:  Sylvia Kabus

Sylvia Kabus, Bayern (München)

"Wir haben so still gelebt, und doch scheint es, als wäre alles eine einzige große Ausschweifung gewesen."

Thema: Kunst, Kultur und Literatur, Runder Tisch, Bürgerrechtsbewegung

Biografisches

1952 in Görlitz geboren
Studium der Anglistik und Germanistik in Ost-Berlin
1974-1983 Redakteurin einer Kulturzeitschrift
1989 Teilnehmerin am Runden Tisch in Leipzig
1990 Beteiligung an der Auflösung des Schriftstellerverbandes der DDR
1991 Tätigkeit beim Literaturbüro Leipzig e.V.
Freischaffende Journalistin beim MDR
Freie Schriftstellerin 

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)

"Weißer als Schnee." Roman. Edition Büchergilde. Frankfurt am Main, 2008.

"Neunzehnhunderteinundachtzig. Psychogramme einer deutschen Stadt." Beucha, 2009.

"Wir waren die Letzten. Gespräche mit ehemaligen Leipziger Juden." 2003. U.a.

Vorträge, Kurse, Lesungen und Schullesungen. Themenbereiche: Die Friedliche Revolution, Ostdeutsche Sozialisierung, Rechtsextremismus nach zwei deutschen Diktaturen, Erfahrungen mit Ausländern in der DDR sowie Literatur in der DDR.

Kurzbeschreibung

Sylvia Kabus studierte Anglistik und Germanistik in Ost-Berlin und machte später einen Abschluss als Dolmetscherin für Französisch. Nach mehrjähriger Redakteurstätigkeit bei einer Zeitschrift für Kultur arbeitete sie ab 1985 als freie Autorin für die DEFA. Sie war Mitherausgeberin einer illegalen Literatur- und Umweltzeitschrift. 1988 verfiel der Roman "Weißer als Schnee" über das Leipzig der 1980er Jahre im Aufbauverlag der politischen Zensur. 1989 beteiligte sie sich an der Stürmung der Stasi-Zentrale in Leipzig und war Mitglied des Runden Tisches. Sie arbeitete in demokratischen Gremien sowie in der Bürger- und Frauenbewegung. Sylvia Kabus betrieb die Auflösung des DDR-Schriftstellerverbandes. Seit den frühen 1991 war sie am Aufbau und an der Leitung des Literaturbüros Leipzig betraut, das sachsenweit größte Jugendliteraturprojekt. Heute lebt Sylvia Kabus als freie Schriftstellerin in München.

Berichte

"Das verschwiegene Buch" - In der DDR lehnten die Zensoren das Buch von Sylvia Kabus ab. 20 Jahre später erschien "Weißer als Schnee" in der Reihe "Die Verschwiegene Bibliothek". Deutsche Welle, 4.11.2009.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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