Bild:  Hannelore Schneider

Hannelore Schneider, Rheinland-Pfalz (Mainz)

"Freiheit ist anders, als man sie sich in Unfreiheit lebend vorstellt!"

Thema: Kirche, Bürgerrechtsbewegung, Kunst, Kultur und Literatur

Biografisches

1950 in Hoske (Oberlausitz) geboren
1968 Abitur in Hoyerswerda
1968-1972 Studium der Anglistik und Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin
1969-1970 Sprecherin der katholischen Studentengemeinde Ost-Berlin
1972-1977 Lehrerin an der POS in Cottbus
1977-1981 Theaterreferentin
1981-1986 Lehrerin in Cottbus (Abiturausbildung)
1986  Antrag auf Ausreise aus der DDR: Entlassung aus dem Schuldienst
1986-1989 Lektoratsmitarbeiterin St. Benno-Verlag Leipzig
1987-1989 Mitarbeit in der ökumenischen Arbeitsgruppe Frieden, Untergruppe Gerechtigkeit
1989 Ausreise aus der DDR, neuer Wohnort Essen
1989-1991 Vortragstätigkeit zur Situation in der DDR
1991-1992 Referendariat und zweites Staatsexamen in Oberhausen
1992-2001 Lehrerin
2001-2008 Konrektorin Realschule in Mainz
seit 2008 Konrektorin an der Realschule Nierstein

Kurzbeschreibung

Als Lehrerin wurde mir ganz schnell klar, dass ich mit meiner christlichen Weltanschauung und meinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn gegen die vorherrschende „Betonideologie“ keine Chance bekäme, dennoch versuchte ich bei meinen Abiturienten einen offenen Meinungsaustausch zu unterstützen, letztendlich mit wenig Erfolg. Wichtig für mein Leben war die Arbeit in der ökumenischen Umweltgruppe in Cottbus von 1987 bis Mai 1989. Wir deckten den Wahlbetrug bei der Kommunalwahl in Cottbus auf und stellten Strafanzeige wegen Wahlbetrugs. Daraufhin wurden wir Köpfe der Gruppe innerhalb von drei Tagen ausgewiesen. Wir führten Veranstaltungen zu Menschenrechtsfragen in evangelischen Kirchen von Cottbus durch. Diese Veranstaltungen wurden von der Stasi besucht. Meine Aufklärungsarbeit nach der Friedlichen Revolution in verschiedenen Seminaren, unter anderem drei Wochen an der Hochschule Cottbus, half mir bei der Bewältigung meiner Verletzungen gegen Vertreter der alten DDR-Strukturen.

 

Zeitzeugeninterview

Für das Projekt "Gedächtnis der Nation" des Vereins "Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation e.V." schilderte die Lehrerin Hannelore Schneider die Methoden der Stasi und die Umstände der schulischen Erziehung in der DDR. Weitere Ausschnitte des Interviews stehen in dem You-Tube-Kanal des Projekts zur Verfügung.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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