Bild:  Michael Mertes

Michael Mertes, Berlin (Berlin)

"Eines ist sicher: Ohne die Wiedervereinigung hätte der Weg zu einer gemeinsamen europäischen Währung und zur Erweiterung der Europäischen Union wesentlich länger gedauert."

Thema: Deutsche Einheit

Biografisches

1953 in Bonn geboren
Kindheit und frühe Jugend in Marseille, Paris und Moskau
1972 altsprachliches Abitur in Bonn
1974-1980 Jurastudium in Bonn, Tübingen und an der London School of Economics and Political Science
1981 Bundestagsassistent von Carl Otto Lenz, MdB
1983 Zweites Juristisches Staatsexamen
1986-1987 Bundesumweltministerium: Leiter des Ministerbüros
1987-1993 Bundeskanzleramt: Leiter des Redenschreiberreferats
1993-1998 Bundeskanzleramt: Leiter der Planungsgruppe, dann Leiter der Planungs- und Kulturabteilung
1998-2002 Redaktion „Rheinischer Merkur“: Stellvertretender Chefredakteur, zugleich Ressortleiter Innenpolitik, dann Außenpolitik
2003-2006 Partner beim Politikberatungsunternehmen „dimap consult“, zugleich Tätigkeit als freier Autor und Journalist
2006 Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Bevollmächtigter des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund

Kurzbeschreibung

Michael Mertes ist seit dem 1. August 2006 nordrhein-westfälischer Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten (Düsseldorf/Brüssel) sowie Bevollmächtigter des Landes beim Bund (Berlin), seit Januar 2008 zusätzlich Staatssekretär für Medien. Als Leiter des Redenschreiber- und Planungsteams von Bundeskanzler Kohl war er an der Vorbereitung und Formulierung wichtiger Entscheidungen auf dem Weg zur Deutschen Einheit 1989/90, zur Schaffung (Maastricht 1992), zum Ausbau (Amsterdam 1997) und zur Erweiterung (EFTA 1995) der Europäischen Union beteiligt. Seit Mitte der 1980er Jahre publiziert und referiert er regelmäßig zu Fragen der Deutschlandpolitik bis 1989/90, der Europapolitik, des christlich-jüdischen Dialogs und der Regierungskommunikation. Er veröffentlichte u.a. einen Werkstattbericht über die Entstehung des Zehn-Punkte-Programms vom 28. November 1989 in dem von Heiner Timmermann herausgegebenen Sammelband „Die DDR in Deutschland. Ein Rückblick auf 50 Jahre“ (Berlin 2000). Heute befasst er sich als Redner und Autor unter anderem mit der fortbestehenden Wechselwirkung zwischen Deutscher Einheit und europäischer Einigung.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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