Bild:  Thomas Küttler

Thomas Küttler, Sachsen (Leipzig)

"Vierzig Jahre sind genug!"

Thema: Kirche, Runder Tisch, Bürgerrechtsbewegung

Biografisches

1937 in Schwarzbach (Sachsen) geboren
1957-1962 Studium der Theologie in Göttingen und Münster
Vikariat in London
1965 Übersiedelung in die DDR, Pfarrer in Marbach
1979-2002 Superintendent in Plauen
1989-1990 Leiter des Runden Tischs in Plauen
1990-2003 Mitglied der Synode der EKD, von 2001 an als Vizepräsident
1990-2004 Mitglied des ZDF-Fernsehrats für den Freistaat Sachsen
seit 2002 im Ruhestand

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Küttler, Thomas: Die Wende in Plauen: Es war das Volk. Vogtländischer Heimatverlag Neupert: Plauen, 6. Auflage, 1999.

Kurzbeschreibung

1949 zog der gebürtige Sachse Thomas Küttler zu seiner Verwandtschaft nach Hannover, um das DDR-Schulsystem zu umgehen. In der Bundesrepublik studierte er später Theologie und zog für sein Vikariat nach London, bevor er 1965 zurück in die DDR übersiedelte. Er heiratete dort seine heutige Ehefrau, die zuvor erfolgslos versucht hatte, das Land zu verlassen. Ende der 1970er Jahre ging der damalige Pfarrer als Superintendent nach Plauen und engagierte sich für eine kritische Haltung seiner Kirche gegenüber der SED-Diktatur. Seine Vermittlungsbemühungen zwischen der Volkspolizei und den Demonstranten bei der ersten Plauener Großdemonstration am 7. Oktober 1989 sorgten für einen friedlichen Ausgang der Kundgebung. Er gehörte zu den Mitbegründern der „Gruppe der 20“ in Plauen und leitete von Dezember 1989 bis März 1990 den dortigen Runden Tisch. 1990 dokumentierte er als Chronist die Ereignisse um die Friedliche Revolution in Plauen. Im Wiedervereinigten Deutschland war er Mitglied der Synode der EKD und wurde für sein Engagement mehrfach ausgezeichnet. Heute lebt Küttler im Ruhestand.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Mittwoch, 28 Juni 2017 - Heute vor 61 Jahren

28.6.1956 Arbeiter der Stalin-Werke im polnischen Poznan demonstrieren mit tausenden Bürgern für ökonomische Verbesserungen, freie Wahlen und den Abzug der sowjetischen Truppen aus Polen.