Bild: Prof. Dr. Hans-Peter Schwerg

Prof. Dr. Hans-Peter Schwerg, Sachsen (Pirna)

"Es erscheint immer wieder als ein Wunder der Wende, dass der hochgrüstete Ostblock ohne einen einzigen Schuß einfach so weggebrochen ist."

Thema: Deutsche Einheit, Bürgerrechtsbewegung

Biografisches

1935 in Pirna geboren
1953 Abitur an der Rainer-Fetscher-Oberschule in Pirna
1953-1958 Studium der Veterinärmedizin, Humboldt-Universität Berlin
1959-1961 Assistentenstellen in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)
1961-1990 Staatliche Tierarztpraxis Pirna (Niederlassung in eigener Praxis
seit 1957 nicht mehr möglich)
1991 Referatsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Soziales Gesundheit und Familie (SMS)
1994 Kommissarischer Abteilungsleiter (AL) im SMS
1996 bestellt zum AL im SMS
1996 Honorarprofessur der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig
2000 Eintritt in den Ruhestand, anschließend
2003 Projektleiter im Auftrag der EU, Betrittsvorbereitung in Polen
2005 Verleihung des Verdienstkreuzes durch den Bundespräsidenten Köhler

Kurzbeschreibung

Als Teilnehmer der Montagsdemonstrationen in Dresden im Herbst 1989 erkannte ich Anfang November, dass eine Veränderung von der Basis – also von uns selbst – ausgehen muss. Als berufsständische Vertretung der Tierärzte in der DDR bestand die „Gewerkschaftsgruppe Tierärzte” im FDGB. Wir hatten unter den Tierärzten im Kreis kein SED-Mitglied. Bereits Ende Oktober 1989 forderte ich die Einberufung der Bezirksfachgruppe Tierärzte Dresden und wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Am 11. November 1989 gründeten die zahlreichen Vertreter aus den Bezirks- und Kreisverbänden nach ausgiebiger Diskussion den von der SED-unabhängigen Fachverband „Veterinärmedizin”, zu dessen Vorsitzenden ich per Handabstimmung ernannt wurde. In dieser Eigenschaft war ich bis zum Ende der DDR im Oktober 1990 Teilnehmer am „Runden Tisch Veterinärmedizin“.

In meiner Zeit als praktischer Tierarzt ohne Bindung an eine Partei war ich Zeuge der Kollektivierung in der Landwirtschaft und wurde 1968 mehrere Monate vom MfS zur Mitarbeit aufgefordert, was ich erfolgreich ablehnen konnte. Generell war ich als Systemkritiker bekannt, meine älteste Tochter erhielt 1984 nach zweijähriger Wartezeit die Ausreiseerlaubnis.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.