Bild:  Dr. Margot Metzner

Dr. Margot Metzner, Baden-Württemberg (Rottenburg am Neckar)

"Wenn man die Vergangenheit nicht kennt, kann man die Zukunft nicht gestalten. (Marthe Cohn)"

Thema: Bildung/Erziehung, Deutsche Einheit, Parteien, Grenzerfahrungen

Biografisches

1952 in Kamenz/Sachsen geboren, verheiratet, drei Töchter
1968 Verweigerung der Aufnahme in die Abiturstufe durch die SED-Schulleitung
1968-1971 Ausbildung als Mechanikerin für Elektronische Datenverarbeitung in Radeberg und Abitur an der Volkshochschule
1971-1975 Studium an der Pädagogischen Hochschule Dresden
1974 bis Februar 1990 Mitglied der SED
1975-1980 Lehrerin in Plauen und Empfertshausen/Rhön
1980-1984 außerplanmäßige Aspirantur an der Pädagogischen Hochschule Potsdam, Abschluss Dr. phil.
1984-1989 Lehrerin an der Spezialschule zur Erlangung der Hochschulreife an der Offiziershochschule der Grenztruppen der DDR „Rosa Luxemburg“ in Suhl
1990-1991 Lehrerin in Suhl
1991-2015 (stellvertretende) Leiterin der Volkshochschule Suhl
2015 Umzug nach Baden-Württemberg
seit 2016 Kursleiterin an der Volkshochschule (VHS) Oberes Nagoldtal, Mitorganisatorin der Reihe „30 Jahre Mauerfall“ dieser VHS

Kurzbeschreibung

1968 verweigerte die Schulleitung der Tochter eines Bauern mit einem Notendurchschnitt von 1,1 die Aufnahme in die Abiturstufe, weil sie statt der Jugendweihe an der Konfirmation teilnahm und ihr Vater als einer der letzten Bauern des Dorfes der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) beitrat.
Über die Volkshochschule erreichte sie dennoch das Abitur. Nach dem Studium und der Verteidigung der Doktorarbeit (mit inzwischen zwei kleinen Kindern) arbeitete Margot Metzner an der Spezialschule zur Erlangung der Hochschulreife an der Offiziershochschule in Suhl. In der Abiturstufe unterrichtete sie Offiziersanwärter. Ihr Mann war Offizier bei den Grenztruppen der DDR.
Ursprünglich ist ihr nach Abschluss der Aspirantur eine Lehrtätigkeit in einer thüringischen Lehrerbildungseinrichtung in Aussicht gestellt worden. Als sie realisierte, dass diese Stelle nur auf dem Papier existiert, entstanden Konflikte mit der Bezirksebene der SED und deren Bezirksschulamt. Ihr berufliches Fortkommen geriet ins Stocken, zumal sie sich auch an die Seite eines Kollegen stellte, der aufgrund von Westkontakten die Schule verlassen musste.
Nach den Umbrüchen 1989/1990 übernahm Margot Metzner zunächst die stellvertretende Leitung und ab 1997 die Leitung der Volkshochschule Suhl. Sie organisierte u. a. zahlreiche Projekte mit Jugendlichen.
2015 zog sie nach Baden-Württemberg um, wo sie sich weiterhin in der außerschulischen und der Erwachsenenbildung engagiert.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.