Bild:  Peter Grosse

Peter Grosse, Bayern (Kümmersbruck)

"DDR – der gefallene Unrechtsstaat."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, politische Haft

Biografisches

1959 in Rostock geboren
1965 bis 1977 Schulbildung in Ribnitz-Damgarten, Abiturabschluss
1977 bis 1979 Pflichtdienst bei der Nationalen Volksarmee
1979 bis 1984 Studium der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Magdeburg
1984 bis 1986 Arbeit als wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Hochschule Ilmenau
1986 Fluchtversuch aus der DDR, Untersuchungshaft im Gefängnis der Staatssicherheit in Suhl
1987 Verurteilung zu zwei Jahren Haft nach § 213 Strafgesetzbuch der DDR
1987 Haft in der Strafvollzugsanstalt Cottbus
Juli 1987 Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland und Ausreise aus der DDR über die Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Karl-Marx-Stadt
seit 1988 internationale Tätigkeiten in der Industrie, zuletzt als Vorstand eines mittelständischen Unternehmens
1991 Rehabilitierung durch das Bezirksgericht Meiningen
1992 Akteneinsicht beim Stasi-Unterlagen-Archiv, Außenstelle Suhl

Kurzbeschreibung

Peter Grosse wurde 1959 in Rostock geboren und wuchs in einem DDR-kritischen Elternhaus auf.
Nach dem Studium der Elektrotechnik war er als wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Hochschule in Ilmenau tätig.
Frühzeitig stieß er in der SED-Diktatur an Grenzen. Die fehlende Reisefreiheit, die Allmacht des Staatssicherheitsdienstes und Werbeversuche für eine Laufbahn als Offizier bei der Nationalen Volksarmee (NVA) schürten Fluchtgedanken. Mehrere Urlaubsreisen nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien nutzte er, um Fluchtmöglichkeiten zu erkunden. 1986 scheiterte ein Fluchtversuch, den er gemeinsam mit seiner Freundin unternahm. Verurteilt zu zwei Jahren Haft wegen "ungesetzlichen Grenzübertritts", gelangte er im Juli 1987 im Rahmen des Häftlingsfreikaufs in die Bundesrepublik Deutschland.
Peter Grosse war zuletzt als Vorstand eines mittelständischen Unternehmens im Bereich Elektromobilität tätig.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.