Bild:  Caritas Führer

Caritas Führer, Sachsen (Dresden)

"... doch treibt, was wahr ist, Sprünge in die Wand. (Ingeborg Bachmann)"

Thema: Kirche, Kunst, Kultur und Literatur, Bildung/Erziehung, historische Aufarbeitung

Biografisches

1957 in Chemnitz geboren, als fünftes Kind eines evangelisch-lutherischen Pfarrers und einer Kindergärtnerin, Umzug nach Olbernhau/Erzgebirge
Ab 1963 "zehnklassige Polytechnische Oberschule", Besuch der Musikschule, Zeichenzirkel
Ab 1973 Vierjährige Ausbildung als Porzellangestalterin (Bossiererin) im "VEB Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen", Internat. Mitarbeit in der "Jungen Gemeinde", Zirkel schreibender Arbeiter, Mitglied im "Telemann-Kammerorchester" Blankenburg und Teilnehmerin an Internationalen Musik-Sommerkursen im Kloster Michaelstein. Kontakte zu ungarischen Jugendlichen.
1980-81
"Missionarisches Jahr" im Bahnhofsviertel Zwickau, Aufbau einer freien Sozialarbeit für Kinder aus sozial schwachen Familien, Arbeit mit jugendlichen Strafgefangenen nach der Entlassung, Verlobung
1981
Heirat und Umzug nach Leipzig, dreijähriges Fernstudium am "Literaturinstitut Johannes R. Becher" in Leipzig
1984/1988
Geburt von zwei Söhnen, 1992 Adoption eines afrodeutschen Jungen
1989
Umzug nach Zschopau, Ehrenamt bei: "Rumänienhilfe konkret" und Aussiedlerarbeit
1994-2000
Umzug, Dozentin in der Ausbildung für Gemeindepädagogen im "Missionshaus Malche" bei Bad Freienwalde/Oderbruch
1998
Debüt bei Kiepenheuer& Witsch/Köln mit: "Die Montagsangst"
2000-2010
Umzug nach Annaberg-Buchholz, Mitarbeit im Straßenkindertreff und Aufbau von kirchlichen Gruppen mit Frauen aus sozial problematischem Umfeld, freischaffende Schriftstellerin und Referentin, Lesereisen und Vorträge
2010-2012
Ausreise als Ehepaar, Arbeit in einer "Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache" in Griechenland/Thessaloniki, Lesereisen ins Europäische Ausland und Schulprojekte in deutschen Auslandsschulen
2012-2014
Rochlitz
seit 2014 Leben und Arbeiten in Dresden, Mitglied im "Verband deutscher Schriftsteller (VS) Sachsen", Webseite mit Biografie, Werk/Veröffentlichungen auf der Seite des VS

Eigene Veröffentlichungen (Auswahl)

"Die Montagsangst" - Ausgrenzung und Benachteiligung unangepasster Kinder im DDR-Schulsystem, Köln: Kiepenheuer und Witsch 1998, Rezension DLF 1998; 
"Sternbild Hoffnung" - Einblick in Frauenschicksale in der Gynäkologie der DDR, Wuppertal: Brockhaus 2004;
"Zutritt verboten" - Kinder und Jugendliche in der DDR, Dessau/Göppingen: Kinzel 2006;
"Wie im Apfel der Kern" - eine Kindheit zwischen Pfarrhaus und "real existierendem Sozialismus", Dessau/Göppingen: Kinzel 2009;
"Die Sprache hinter den Zeichen" - Gedichte.

Kurzbeschreibung

Als Pfarrerskinder waren meine fünf Geschwister und ich nicht in der Pionierorganisation, der Freien Deutschen Jugend (FDJ) und der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF) organisiert. Als andere zur Jugendweihe gingen, wurde ich konfirmiert. Trotz sehr guter schulischer Leistungen durfte ich kein Abitur machen. Meine Schulzeit war wesentlich geprägt von Demütigungen, Repressalien und Ausgrenzungen. Meine mitunter traumatischen Schulerfahrungen, die auch meine Familie betrafen, verarbeitete ich in meinem ersten Buch "Die Montagsangst", das seit 20 Jahren auf dem Buchmarkt ist und nacheinander in drei verschiedenen Verlagen erschien. Seit dieser Zeit bin ich unterwegs zu Lesungen und arbeite mit Schülern und Studierenden bundesweit und im europäischen Ausland zum Thema "Schule im Schatten der Mauer". In vier weiteren Büchern verarbeitete ich belletristisch meine Erlebnisse in der SED-Diktatur.

Meine Anliegen sind: Das Wachhalten des Bewusstseins für geschehenes Unrecht (Literatur & Aktionen), Projekte mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Studierenden sowie Impulse zum Nachdenken über Vergebung als Befreiungsstrategie nach massiven Verletzungen.  

Berichte

Caritas Führer erinnert sich an Repressalien“ im Schwarzwälder-Bote (Altensteig in Baden-Württemberg) vom 10.11.2015

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Mittwoch, 26 September 2018 - Heute vor 50 Jahren

26.9.1968 Der Deutsche Bundestag verurteilt die Besetzung der Tschechoslowakei.