Bild:  Rosel Werl

Rosel Werl, Baden-Württemberg (Weil der Stadt)

"Die Demokratie ist ein kostbares Gut, man muss sie beschützen und wenn notwendig, um sie kämpfen – mein Auftrag an jeden Bürger, vor allem an die Jugend!"

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, politische Haft, Staatssicherheit, historische Aufarbeitung

Biografisches

1951
in Altersbach/Thrüringen geboren
1957-1967 Besuch der zehnklassigen Polytechnischen Oberschule
1967-1969 Ausbildung zur Industriekauffrau
1969-1982 Materialsachbearbeiterin  
15.6.1982 Verhaftung
11.11.1982 Verurteilung laut § 99 DDR-Strafgesetzbuch zu 2 Jahren und 3 Monaten
17.8.1983 Freikauf durch die Bundesregierung
1984 Eheschließung
1985 Geburt des Sohnes
1984-08/2016 Sekretärin in verschiedenen Bereichen, heute Rentnerin
1987-1996 Mitglied in der VOS Stuttgart
ab 1996 Mitglied im Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen
ab 2004 Mitglied im DDR-Museum Pforzheim, Lernort für Demokratie

Veröffentlichungen

Rosel Werl, in: Der dunkle Ort - 25 Schicksale aus dem DDR-Frauengefängnis Hoheneck, hg. v. Dirk von Nayhauss und Maggie Riepel, be.bra wissenschaft verlag 2012, Seite 96-100.

Kurzbeschreibung

1978 verliebte ich mich während eines Urlaubs in Ungarn in einen Bürger aus der Bundesrepublik. Wir wollten heiraten. Ich stellte mehrere Ausreiseanträge, die alle abgelehnt wurden. Mit Verweis auf das Helsinki-Abkommen, mit dem die DDR sich zum Schutz der Menschenrechte verpflichtete, schrieb ich an die bundesdeutsche Botschaft, das Büro von Herrn Dr. Vogel und das Ministerium für innerdeutsche Beziehungen. Mein persönlicher Brief an den Minister des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei, Friedrich Dickel, im Mai 1982 brachte ich in Ost-Berlin persönlich zur Post. Die Stasi nahm das zum Anlass, neben ihren Bespitzelungen auch meine Wohnung zu durchsuchen und mich zu verhaften.
Gleich nach dem Mauerfall begann ich damit, alle in meiner BStU-Akte benannten Stasi-Mitarbeiter aufzusuchen und zu interviewen. Mein persönliches Interesse gilt heute einer würdevollen Gedenkstätte in Hoheneck/Stollberg für alle Verurteilten in der SBZ und DDR. Es soll an das erlittene Leid der Frauen in dieser früheren Haftanstalt erinnert werde.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Mittwoch, 26 September 2018 - Heute vor 50 Jahren

26.9.1968 Der Deutsche Bundestag verurteilt die Besetzung der Tschechoslowakei.