Bild:  Martina und Rüdiger Schmidt

Martina und Rüdiger Schmidt, Schleswig-Holstein (Stockelsdorf/Lübeck)

"Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut. (Carolin Emcke, Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels)"

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Kirche, Staatssicherheit

Martina Schmidt

1960 geboren und aufgewachsen in Rostock
1977
Abschluss der Oberschule
1977-1979
Berufsausbildung und Abschluss an der Handelsschule Rostock
1982-1986
Jugendarbeit, Kindergottesdienste und Arbeit mit jungen Erwachsenen, Friedensarbeit, Rostocker Innenstadtgemeinden (St. Marien, St. Nikolai, St. Jakobi)
1984-1986 theologisches Fernstudium an der evangelischen Ausbildungsstätte Burckhardthaus Berlin/Potsdam
1986
Ausreise nach Bremen
1988-1992
Anerkennungsverfahren und Abschluss zur Gemeindepädagogin der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
2000-2002
Zertifizierte Ausbildung Programmierung und Webdesign, anschließend nebenberuflich selbstständige Mediengestalterin, Weiterbildungen im Bereich Medienmanagement an der Universität Hamburg
Seit 1989
in unterschiedlichen Bereichen der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche tätig
Heute
Angestellte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Projektmanagement und Sekretariat beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt  in Lübeck, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Rüdiger Schmidt

1960 geboren und aufgewachsen in Rostock
1977
Abschluss der Oberschule
1977-1979
Berufsausbildung mit dem Abschluss Nachrichtentechniker
1982-1986
Jugendarbeit, Friedensarbeit, Rostocker Innenstadtgemeinden (St. Marien, St. Nikolai, St. Jakobi)
1983-1986
Hauptamtlicher Mitarbeiter, St. Petri/Nikolai Kirchengemeinde Rostock
1984-1986
theologisches Fernstudium an der evangelischen Ausbildungsstätte Burckhardthaus Berlin/Potsdam
1986
Ausreise nach Bremen
1988-1992
Anerkennungsverfahren und Abschluss zum Gemeindepädagogen der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
2000-2006
berufsbegleitendes Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Politik, Hamburg und der Universität Hamburg
2007
Abschluss der Universität Hamburg zum Kultur- und Bildungsmanager
Seit 1990
Angestellter in unterschiedlichen Bereichen der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
Heute
Regionsleiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt in Lübeck, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Zusammen engagierten sich beide in diversen zwischen den alten und neuen Bundesländern vermittelnden Kunst- und Kulturprojekten.

Veröffentlichung

Martina und Rüdiger Schmidt, Mauerbruch - eine Heimatgeschichte, Pro Business, 2012.

Erwähnungen in: Johann Legner, Joachim Gauck: Träume vom Paradies, C. Bertelsmann Verlag, München 2014 und Mario Franck, Gauck - eine Biografie, Suhrkamp, Berlin 2013.

Kurzbeschreibung

Martina und Rüdiger Schmidt sind in Rostock geboren und aufgewachsen. In den achtziger Jahren engagierten sie sich in der evangelischen Landeskirche Mecklenburg, zuerst ehren- und später hauptamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit. Mit dem damaligen Stadtjugend-Pastor Joachim Gauck verband sie ein intensiver Kontakt. Aufgrund ihres Engagements in der Friedensarbeit, ihrer kritischen Haltung gegenüber dem ideologisierten Bildungssystem der DDR und Rüdiger Schmidts Wehrdienstverweigerung und ABlehnung des Bausoldatendienstes gerieten sie in das Blickfeld des Ministeriums für Staatssicherheit. 1982 legte die Stasi für sie einen operativen Vorgang "Polyp" an. Beide erlebten die alltägliche Anpassung gegenüber Willkür und Bedrängung durch das DDR-Regime und suchten nach Wegen, ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Sie fanden keinen. 1986 durften sie die DDR verlassen und in die Bundesrepublik ausreisen.
Heute lebt das Ehepaar in der Nähe von Lübeck. 2012 erschien ihr Buch "Mauerbruch - eine Heimatgeschichte".  Es ist ein Buch gegen das Vergessen. Es ist ein Buch für die Erinnerung an das Leben in zwei unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen in Deutschland. Die Autoren berichten von Anpassung und Neuorientierung und darüber, was es bedeutete, vom Osten in den Westen zu kommen.

Berichte

"Weggefährten des Bundespräsidenten" - Martina und Rüdiger Schmidt engagierten sich in den achtziger Jahren in der Landeskirche Mecklenburg, Lübecker Nachrichten 15./16.7.2012.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.