Bild:  Carmen Rohrbach

Carmen Rohrbach, Bayern (Schondorf)

"Um die Zukunft gut zu gestalten, ist es wichtig, die Vergangenheit zu kennen."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, politische Haft

Biografisches

1948 geboren in Bischofswerda (Lausitz)
1967
Abitur
1967
-1973 Diplomstudium der Biologie in Greifswald und Leipzig
August 1974
Fluchtversuch über die Ostsee
1974
-1976 Haft in Hoheneck
1976
Ausweisung nach Westdeutschland aus der Haft
1976-1980
Promotion (Verhaltensforschung)
1980-1982
Forschungsarbeit auf den Galapagos-Inseln
Ab 1982 Freiberuflich tätig als Autorin, Fotografin und Vortragende
Heute
Gewerkschaftsmitglied, Schriftstellerverband, Naturschutzbund, Verein für Alpenvögel

Weitere Informationen finden Sie hier: www.carmenrohrbach.de

Veröffentlichung

Carmen Rohrbach: "Solange ich atme. Meine dramatische Flucht aus der DDR und wie sie mein Leben prägte", Verlag Malik/National Geographic 2013, ISBN 978-3-492-40531-7.

Kurzbeschreibung

Carmen Rohrbach wollte schon immer ferne Länder erforschen - in der DDR ein aussichtsloses Unterfangen. Nachdem sie ihr Biologiestudium mit dem Diplom abgeschlossen hatte, bemühte sie sich um Forschungsaufträge auf Kuba, in der Mongolei oder Sibirien. Die Anträge wurden abgewiesen, weil sie Verwandte in Westdeutschland hatte. Um ihr Berufsziel zu verwirklichen, blieb ihr nur ein Ausweg: über die Ostsee nach Dänemark zu paddeln. Um nicht entdeckt zu werden, musste sie das Boot versenken. Sie schwamm zwei Nächte und einen Tag, und obwohl bereits im Internationalen Hoheitsgewässer, wurde sie verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis in Hoheneck verurteilt. Nach der Haft wurde sie nach Westdeutschland ausgewiesen. Sie promovierte am Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung und erhielt den Auftrag, ein Jahr lang das Leben der Meerechsen auf einer unbewohnten Galapagosinsel zu erforschen. Über ihre abenteuerlichen Reisen nach Südamerika, Afrika, Asien und Arabien hat sie eine Reihe von Büchern geschrieben und ist heute eine der erfolgreichsten Reiseschriftstellerinnen Deutschlands.

Berichte

"Reisebuchautorin Carmen Rohrbach: Süchtig nach Ferne" - Schon in ihrer Kindheit in der DDR will Carmen Rohrbach nur eins: entdecken. Spiegel Online 12.11.2015. 

"Fernweh brachte Weltenbummlerin auch ins Gefängnis" - Mitteldeutsche Zeitung, 12.11.2012. 

Das Frauengefängnis Hoheneck

Tausende Frauen waren von 1949 bis 1989 in dem berüchtigten DDR-Gefängnis Hoheneck in Sachsen eingesperrt. Die Haftbedingungen in Hoheneck waren gefürchtet. Weitere Informationen zum Frauengefängnis Hoheneck, Zeitzeugen, Hinweise auf Lehrmaterialien, Medien und Links finden Sie in unserem Themenschwerpunkt.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.