Bild:  Nicki Pawlow

Nicki Pawlow, Berlin (Berlin)

"Mein Motto: Schreiben gegen das Vergessen!"

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Kunst, Kultur und Literatur, Bildung/Erziehung

Aktuelles Foto: Dieter E. Hoppe, berlin-fotografie.de

Biografisches

1964 geboren in Köthen (Sachsen-Anhalt), verheiratet, 3 Kinder
Aufgewachsen in Nordhausen (Thüringen)
1977
Flucht der Familie in die Bundesrepublik
1983
Abitur in Rottweil (Baden-Württemberg)
1983-1986
Studium der Politologie, Slawistik und Neueren Geschichte in München
1986-2000
Tätigkeiten als Pressesprecherin in der Politik, Journalistin und Referentin in der politischen Erwachsenenbildung
Seit 2000 freie Schriftstellerin 

Eigene Veröffentlichungen

Später! wird das Leben schön, Hörbuch, ISBN-13: 9783945703519, Verlag X-PUB audio, Leipzig 2016.
Der bulgarische Arzt, Roman, Langen Müller Verlag, München 2014.
Später! wird das Leben schön, in: Ein Spaziergang war es nicht - Kindheiten zwischen Ost und West, Anthologie, hrsg. von Anna und Susanne Schädlich, Heyne Verlag, München 2012.
Die Frau in der Streichholzschachtel, Roman, Dittrich Verlag, Berlin 2007.
Innerdeutsche Städtepartnerschaften - Entwicklung, Praxis, Möglichkeiten, Sachbuch, Verlag Gebrüder Holzapfel, Berlin 1990.

Kurzbeschreibung

Im Sommer 1977 flüchtete Nicki Pawlow mit ihrem bulgarischen Vater und ihrer deutschen Mutter nach Österreich. Die damals 13-Jährige erinnert sich an das schnelle Durchfahren des Grenzübergangs zwischen Jugoslawien und Österreich, an die bewaffneten Soldaten und das Gefühl, es geschafft zu haben. Nicki Pawlow war zuvor im thüringischen Nordhausen zur Schule gegangen. Im Westen angekommen machte sie ihr Abitur in Rottweil in Baden-Württemberg. Dank einer DDR-Verordnung von 1982, die all jene Flüchtlinge aus der DDR-Staatsbürgerschaft entließ, die vor dem 1. Januar 1981 „abgehauen“ waren, konnte Nicki Pawlow wieder in die DDR einreisen. So hielt sie bis zum Fall der Mauer engen Kontakt zu Verwandten und Freunden „drüben“.
Ihre Erfahrungen zur Kindheit in der DDR, Flucht, Heimatverlust, Entwurzelung und Neuanfang verarbeitet Nicki Pawlow in ihren Texten. Ihr Wenderoman „Die Frau in der Streichholzschachtel“ thematisiert die Arbeit der Treuhandanstalt, die DDR-Vergangenheit und eine Ost-West-Liebesgeschichte. In ihrem autobiografisch inspirierten Familienroman „Der bulgarische Arzt“ erzählt sie über drei Generationen hinweg die Geschichte ihres Vaters, der in Bulgarien, der DDR und in der Bundesrepublik als Psychiater arbeitete.

Interview

"Der bulgarische Arzt" - In dem Bericht des rbb über Nicki Pawlows Buch erzählt sie von der Flucht 1977, von ihrem Vater und den Wünschen für das Leben in der Bundesrepublik. Stilbruch, das Kulturmagazin, 16.10.2014.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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