Bild:  Hans-Jürgen Börner

Hans-Jürgen Börner, Niedersachsen (Jesteburg)

"Wer als Journalist in der DDR arbeitete, konnte in nur wenigen Tagen lernen, was Diktatur und was Freiheit ist!"

Thema: Medien, Grenzerfahrungen, westdeutsche Zeitzeugen

Biografisches

16. August 1945 geboren in Göttingen
1966
Abitur in Oldenburg
Bis 1970 Studium der Politischen Wissenschaften, Germanistik und Theaterwissenschaften
1973-2008
Volontariat bei der Deutschen Wochenschau, Redakteur bei der Tagesschau, Reporter und Autor bei PANORAMA, NDR-extra-drei, Features und Dokumentationen
1986-1989
ARD-Korrespondent in der DDR
ab 2008 freier TV-Journalist, Producer, Berater und Dozent
seit 2006 Ratsarbeit, Schwerpunkt Kultur, in der Gemeinde und Samtgemeinde Jesteburg für die SPD

Weitere Informationen unter www.boerner.tv

Kurzbeschreibung

Reporter und Dokumentarist, das waren und sind prägenden Tätigkeiten und Erfahrungen des TV-Journalisten. Beharrliche Recherche, verbindliche und offene Kommunikation mit allen Menschen gehören zum Handwerkszeug. Skepsis gegenüber Behörden, Verantwortlichen, Mächtigen schärfen den Sinn für wichtige Nachrichten und gute Geschichten. Der Stil von Fernsehberichten muss distanziert sein, aber immer Haltung zeigen. Ironie bei Bedarf. Alltagsgeschichten erlaubten vor allem in der DDR unter ihren besonderen Arbeitsbedingungen für Westjournalisten Einblicke in das Leben in der anderen deutschen Republik.

Videos

Für die NDR-Dokumentation „Meine Stasi“ von 2008 setzte sich Hans-Jürgen Börner mit seiner Akte beim Ministerium für Staatssicherheit auseinander und las Teile daraus vor. Börner suchte und traf ehemalige Mitarbeiter des MfS, die ihn beschattet haben. Des Weiteren setzte er sich mit ihren beruflichen Laufbahnen nach der Wiedervereinigung auseinander.
Ausschnitte der Dokumentation finden sich auf YouTube: Teil 1 und Teil 2.
Die Welt berichtete ebenfalls über die Sendung.

Hans-Jürgen Börner interviewte 1997 Karl Eduard von Schnitzler, der im DDR-Fernsehen einst die TV-Sendung "Der schwarze Kanal" moderierte. In der Sendung kommentierte von Schnitzler ausgewählte Mitschnitte aus dem Westfernsehen im Sinne der DDR-Propaganda.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.