Bild:  Wim Westfield

Wim Westfield, Schleswig-Holstein (Travemünde)

"Das Recht auf Freiheit ist ein elementares Menschenrecht."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Kunst, Kultur und Literatur, Grenzerfahrungen, politische Haft

Biografisches

1963 in Sachsen-Anhalt geboren
ab 1980 Tageszeitungs-Redakteur in Halle/Saale
ab 1981 Fotografie-Studium
ab 1984 Journalist und Fotograf in Rostock
1985
Fluchtversuch über die Ostsee, Inhaftierung im Stasi-Gefängnis Rostock
1986
Berufsverbot als Journalist infolge eines Ausreiseantrags
August 1989 Übersiedlung in die Bundesrepublik
ab 1989 Korrespondent und Fotograf für internationale Magazine
ab 1994 Reporter und Fotograf für Magazine, Roman- und Drehbuchautor, Freier Fotograf für Galerien, Ausstellungen und Kunstprojekte

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Wim Westfield: „Nur Engel fliegen höher“, Edition q im Bebra Verlag, Berlin 2008. Der Roman erzählt eine dramatische Ost-West-Liebesgeschichte in den letzten Wochen vor dem Mauerfall, 2008.

Kurzbeschreibung

Wim Westfield nahm nach dem Abitur zunächst ein pädagogisches Studium auf. Danach studierte er Journalismus und Fotografie in Halle/Saale. Als junger Erwachsener segelte er zusammen mit seiner Frau und zwei Bekannten über die Donau und das Schwarze Meer zum Bosporus. Daraufhin erhielt er ein Reiseverbot nach Südosteuropa und wurde von der Stasi überwacht. 1985 planten Wim Westfield und seine Frau, in einem Segelboot über die Ostsee zu fliehen. Bei den Vorbereitungen in Danzig (Gdansk) verhaftete die Stasi das Ehepaar mit dem Verdacht auf Republikflucht. Aus Mangel an Beweisen entließ man sie nach einer Woche aus der Untersuchungshaft. In der Folgezeit versuchte die Stasi, Wim Westfield zur Zusammenarbeit zu zwingen. Anstatt auf das Angebot einzugehen, stellte er mit seiner Familie einen Ausreiseantrag, der im August 1989 genehmigt wurde. Heute lebt Wim Westfield in Lübeck-Travemünde und arbeitet als freier Autor und Fotograf.
Sein Roman „Nur Engel fliegen höher“ erzählt eine deutsch-deutsche Liebesgeschichte, die in den letzten Wochen vor dem Mauerfall spielt und in einer dramatischen Flucht endet. Wim Westfield referiert als Autor und Zeitzeuge oft an Schulen und Gymnasien über das Unrechtsregime in der ehemaligen DDR. Der Roman „Nur Engel fliegen höher“ vermittelt geschichtliches Wissen im Rahmen einer emotional ansprechenden Liebesgeschichte.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.