Bild:  Susanne Schädlich

Susanne Schädlich, Berlin (Berlin)

"Nicht vergessen, sondern erinnern. Auch wenn es Unruhe schafft, auch wenn es weh tut. Und es tut weh. Daran besteht kein Zweifel. "

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Kunst, Kultur und Literatur, Staatssicherheit

Foto: Susanne Schleyer/autorenarchiv.de

Biografisches

1965 in Jena geboren
1977 Ausreise aus der DDR in die Bundesrepublik
1987-1999
in den USA
Ab 1995 erste literarische Übersetzungen

Veröffentlichungen

Nirgendwoher, irgendwohin. Roman, Plöttner Verlag 2007.
Immer wieder Dezember - Der Westen, die Stasi, der Onkel und ich. Droemer Verlag 2009.
Westwärts, soweit es nur geht. Eine Landsuche. Droemer Verlag 2011.
Ein Spaziergang war es nicht - Kindheiten zwischen Ost und West. Hrsg. von Anna Schädlich und Susanne Schädlich. Heyne Verlag 2012.
Herr Hübner und die sibirische Nachtigall. Droemer Verlag 2014.

Kurzbeschreibung

1977 reiste Susanne Schädlich mit ihren Eltern, dem Schriftsteller Hans Joachim Schädlich und der Lektorin Krista Maria Schädlich, und der jüngeren Schwester Anna aus der DDR in die Bundesrepublik aus. Ein Jahr zuvor hatte H. J. Schädlich die Petition gegen die Ausbürgerung Biermanns mitunterzeichnet, 1977 veröffentlichte er in der Bundesrepublik sein erstes Buch "Versuchte Nähe". Die Familie wurde danach zunehmend von der Stasi unter Druck gesetzt, Anfang Dezember 1977 erfolgte schließlich die Ausreise. 1987 ging Susanne Schädlich in die USA, "westwärts, so weit es nur geht, bevor es wieder Osten wird."
1992 erfuhren die Schädlichs vom Verrat des geliebten Onkels Karlheinz Schädlich, der als IM "Schäfer" über 15 Jahre für die Stasi gespitzelt hatte. In dem Buch "Immer wieder Dezember" erzählt Susanne Schädlich von dieser Erfahrung und wie es ist, in zwei Systemen groß zu werden, von einer Generation zwischen Ost und West.

Interviews

"Doppelleben. Kindheiten zwischen Ost und West" - Im Zeitzeugencafé der Gedenkstätte Berliner Mauer erzählt Susanne Schädlich von ihren Erfahrungen in der DDR, der Ausreise und dem neuen Leben im Westen. Das Interview kann nachgehört werden.

„Mein Onkel hatte die Wahl zwischen Gut und Böse, und er entschied sich für das Böse“, sagt Susanne Schädlich im Interview mit RoryMcLean, November 2009.

"Der Schmutz bleibt" - Susanne Schädlich über ihre DDR-Kindheit und ihre Familie, die jahrelange Stasi-Bespitzelung durch ihren Onkel und ihr Buch "Immer wieder Dezember", Der Spiegel 11/2009.

Susanne Schädlich im Gespräch mit Evelyn Zupke und Dr. Jens Hüttmann. Das Zeitzeugengespräch fand im Rahmen der Lehrerfortbildung "24 Jahre friedliche Revolution in der DDR. Neue Zugänge und Materialien zur Geschichte von Demokratie und Diktatur im Schulunterricht" am 24. Juni 2014 in Hamburg statt und war eine Kooperationsveranstaltung der Bundesstiftung Aufarbeitung und des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Samstag, 25 März 2017 - Heute vor 68 Jahren

25.3.1949 Rund 90.000 Einwohner der baltischen Staaten werden bis zum 28. März in einer groß angelegten Aktion von Sowjets nach Sibirien deportiert.