Bild:  Rolf Walter

Rolf Walter, Berlin (Berlin)

"Tomorrow is just another day"

Thema: Bürgerrechtsbewegung, politische Haft, Medien, Mauerfall 9. November 1989, Kirche

Biografisches

13.04.1959 in Berlin geboren
1966-1976 POS in Berlin-Lichtenberg
1977-1979 Lehre zum Facharbeiter der Betriebs und Verkehrstechnik in Berlin
1980-1985 Stellwerksmeister bei der Deutschen Reichsbahn in Berlin
1984 Haft in Berlin-Rummelsburg und Rüdersdorf
1985-1986 Postzusteller in Berlin
1986-1989 Arbeit bei der Volkssolidarität in Berlin
1990-1992 Fotoredakteur bei der ersten freien Zeitung der DDR "Die Andere"
1992-1994 Fotoarchivar in der Robert-Havemann-Gesellschaft
1994-1999 freier Fotograf
1999-2003 Fotoredakteur bei der Süddeutschen Zeitung
bis heute freier Fotograf

Kurzbeschreibung

Rolf Walter wurde 1959 in Berlin geboren. Er wuchs in einem weltoffenen Elternhaus auf. 1977 begann er eine Lehre zum Stellwerksmeister bei der Deutschen Reichsbahn. Seit 1974 fuhr er regelmäßig zu den Fußballspielen des BFC-Dynamo. Dort war er Teil der sich entwickelnden DDR-weiten Hooligan- und Punkszene. Die Staatssicherheit der DDR warb ihn Ende 1979 als Inoffiziellen Mitarbeiter. Die Zusammenarbeit verweigerte er fünf Jahre später. 1984 wurde er wegen "Störung des sozialistischen Zusammenlebens" und "Rowdytums" zu sechs Monaten Haft verurteilt. Nach seiner Haftentlassung orientierte er sich von der Fußballfanszene weg und suchte den Kontakt zu kirchlichen Umwelt- und Friedensgruppen. Er arbeitete im Friedenskreis Friedrichsfelde und in der Redaktion des Umweltkalenders. Am Erscheinen des Samisdat "Friedrichsfelder Feuermelder" sowie anderer Hefte und Flugblätter war er beteiligt. 1987 nahm er am Olof-Palme-Friedensmarsch teil und dokumentierte ihn mit Fotos für die Kirchenzeitung der DDR. Rolf Walter war Fotograf in der Oppositionsszene der 1980er Jahre. 1987 und 1988 organisierte er mit anderen zusammen den Kirchentag von Unten und gründete die Kirche von Unten (KvU) als einen geschützten Freiraum innerhalb der Gesellschaft. Ab Januar 1990 war er als Fotoredakteur in der ersten freien Wochenzeitung "Die Andere" tätig. 1991 wurde er in den Bundesvorstand des "Neuen Forum" gewählt.

 

Zeitzeugeninterview

Für das Projekt "Gedächtnis der Nation" des Vereins "Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation e.V." schilderte Rolf Walter die Umstände seiner Inhaftierung und seine Arbeit in der kirchlichen Opposition. Weitere Ausschnitte des Interviews stehen in dem Youtube-Kanal des Projekts zur Verfügung.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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