Bild: Dr. Martin Morgner

Dr. Martin Morgner, Sachsen-Anhalt (Halle)

"Es ist für Nichts noch nicht zu spät / wenn man die Räder selber dreht…"

Thema: Kunst, Kultur und Literatur, Medien

Biografisches

13.02.1948 in Stollberg (Erzgebirge) geboren 1966. Abitur an der Kreuzschule Dresden
1966-1970 Direktstudium an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst
1970 Ausstieg aus der Berufsbahn aus polit. Gründen: Jobs als Kellner, Puppenspieler u.a.
1973-1975 Wehrpflicht ohne Waffe als „Bausoldat“ bei der Nationalen Volksarmee
1975-1985 festes Engagement als Puppenspieler und Dramaturg am Theater Gera, daneben Fernstudium der Theaterwissenschaften an der Theaterhochschule Leipzig
1985-1992 freiberuflicher Dramaturg, Journalist und Regisseur in der DDR
seit 1990 Kommunal- und Kulturpolitik in Berlin; Dokumentar bei der Robert-Havemann-Gesellschaft und Dramaturg
2006-2012 Studium der Geschichte und Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)

- Morgner, Martin: "Deckname 'Maske'. Die Künstlergemeinschaft Mecklenburg 1980/81", Berlin 1995. (Dokumentation, Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin)
- Morgner, Martin: "Zersetzte Zeit. Lied der Marionette", autobiographische Chronologie, Jena 2004.
- Morgner, Martin: "In die Mühlen geraten. Politisch verfolgte Studenten an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zwischen 1965 und 1984", Weimar; Eisenach 2010.

Kurzbeschreibung

"… wenn man sich regt, nach vorn bewegt / und selbst bestimmt, wohin man geht." Dieses Lebensmotto ist eigentlich ein Gedicht mit dem Titel "Gehzeiten". Durch die strikte Orientierung auf ein selbst bestimmtes Leben konnte es auch in der SED-Diktatur gelingen, einige der eigenen Überzeugungen zu leben und öffentlich zu machen: z. B. durch die gesetzlich mögliche Waffenverweigerung als Bausoldat, durch geschicktes Ausweichen in die "Kulturopposition", in durchaus produktive und kreative Gesellschaftsbereiche wie Literatur und Theater. Aus dieser Lebensgestaltung resultierten etwa  literarische Zeugnisse wie Gedichte, Liedtexte und Theaterstücke, als auch Erinnerungen an illegale politische Ansätze und kulturpolitisch relevante Versuche. Damit war die historisch seltene Chance gegeben, zwei Perspektiven auf das eigene Leben gegenüberzustellen: sowohl als sprachliche Zitate als auch durch vorzeigbare Dokumente.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Montag, 11 Dezember 2017 - Heute vor 28 Jahren

11.12.1989 Nach der Regierungsneubildung unter Vorsitz des Reformkommunisten Marián Calfa feiern die Menschen in Prag mit Glockenläuten und Sirenen den Sieg über die KPC.