Bild:  Peter Klinkenberg

Peter Klinkenberg, Berlin (Berlin)

"Für mich waren weder Deutschland noch Europa jemals in Helmstedt zu Ende!"

Thema: Medien, Deutsche Einheit, Grenzerfahrungen

Biographisches

1934
in Berlin-Schöneberg geboren
1945
in den Wirren des Kriegsendes nach Naumburg/Saale in Sachsen-Anhalt geraten
1952
"DDR-Abitur" am Humanistischen Domgymnasium in Naumburg/Saale
1953
"West-Abitur" am Goethe-Gymnasium in West-Berlin
1953-1955
Studium an der Freien Universität Berlin (Publizistik u. Neueste Geschichte)
1956-1958
Studium an der Philips-Universität Marburg/Lahn (Politikwissenschaft u. Geschichte)
1958-1959
Volontariat in der "Frankfurter Neuen Presse" in Frankfurt/Main
1959
Eintritt in die politische Redaktion der "Frankfurter Rundschau".
1972
Nach einjähriger konspirativer Vorbereitung drei Menschen aus der DDR zur Flucht in die Bundesrepublik Deutschland verholfen.
1986
Beginnende Konflikte mit der Redaktionsleitung wegen Festhaltens an der Option der Wiedervereinigung Deutschlands.
1999 Ausscheiden aus der "Frankfurter Rundschau". Übersiedlung nach Berlin und freiberufliche Tätigkeit unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"


Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)

Klinkenberg, Peter: "Die Lüge vom antifaschistischem Schutzwall", 2017 (PDF)
Klinkenberg, Peter: "Der mühsame Weg zum eigenen Auto", 2016 (PDF)
Klinkenberg, Peter: "Telefon - das unbekannte Wesen in der DDR", 2016 (PDF).
Klinkenberg, Peter: "Die heimliche Wiedervereinigung. Zu DDR-Zeiten war die Leipziger Messe regelmäßig privater Treffpunkt der Deutschen aus Ost und West.", 2016 (PDF).
Klinkenberg, Peter: "Zwangsumtausch, Gebühren und Straßenzoll. Wie die DDR die zwischenmenschlichen Beziehungen der Deutschen in Ost und West ausbeutete.", 2016 (PDF).
Klinkenberg, Peter: "Die standhafte 'Insel im roten Meer.' Wie West-Berlin 1948/49 durch die Luftbrücke der Alliierten gerettet wurde.", 2016 (PDF).
Klinkenberg, Peter: "Tschernobyl ist nicht überall", 2015 (PDF)
Klinkenberg, Peter: "Warum Ernst Thälmann sterben musste.", 2014 (PDF)
Klinkenberg, Peter: Wie sich die Bilder gleichen ... Parallele Strukturen des NS-Regimes und der SED-Diktatur, 2013 (PDF)
Klinkenberg, Peter: Die Wahl, die keine war, 2012 (PDF) [Rekonstruierte Langfassung einer in der "Frankfurter Rundschau" am 23. Okt. 1963 erschienenen Reportage]
Klinkenberg, Peter: September-Wahrheiten, 2012 (PDF)
Klinkenberg, Peter: Der lupenreine Unrechtsstaat (PDF)
Klinkenberg, Peter: Freie Fahrt in Deutschland, in: Frankfurter Rundschau, 7. Juli 1990. (PDF)
Klinkenberg, Peter: Sozialistische Inflation, in: Frankfurter Rundschau, 31. Januar 1989. (PDF)
Klinkenberg, Peter: Die Mauer im Kopf. Über den falschen Gebrauch des Begriffes Deutschland, in: Frankfurter Rundschau, 16. August 1986. (PDF)

Kurzbeschreibung

Trotz Mauer, Stacheldraht, Visa-Problemen und scharfen Grenzkontrollen bereiste Peter Klinkenberg seit 1965 immer wieder als Privatmann die DDR und sämtliche Ostblock-Länder. Seine Schulzeit hatte er überwiegend in der DDR verbracht, bis er 1953 in West-Berlin zu studieren anfing. Sein Interesse an der DDR blieb ungebrochen. Als Redakteur der Frankfurter Rundschau begleitete er dreißig Jahre lang die Entwicklung in der DDR und veröffentlichte verschiedene kritische Reportagen, die ihm nicht nur Freunde in der Redaktion einbrachten. 1976 geriet er ins Visier der Stasi. Auch vom sowjetischen Geheimdienst wurde Klinkenberg beobachtet. "Der K. steht im Verdacht, Agent einer feindlichen ausländischen Organisation zu sein" lautete die Mitteilung an den Staatssicherheitsdienst der DDR. Peter Klinkenberg gab während der deutschen Teilung nie die Hoffnung auf, dass es doch noch zu einer Wiedervereinigung Deutschlands kommen würde.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Montag, 11 Dezember 2017 - Heute vor 28 Jahren

11.12.1989 Nach der Regierungsneubildung unter Vorsitz des Reformkommunisten Marián Calfa feiern die Menschen in Prag mit Glockenläuten und Sirenen den Sieg über die KPC.