Bild:  Raimund August

Raimund August, Berlin (Berlin)

"Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit; das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)"

Thema: politische Haft, Flucht/Ausreise/Freikauf, Bürgerrechtsbewegung

Biografisches

1935 geboren in Großräschen (Brandenburg) als Sohn eines Architekten
1951-1953 Forstlehre
1953 Arbeit für die Organisation Gehlen (Vorläufer des BND)
1953 im Dezember Verhaftung durch die Staatssicherheit
1954 Verurteilung zu zehn Jahren Zuchthaus
1959 vorzeitige Entlassung im November
1960 Flucht nach Westberlin
1960-1963 Abendgymnasium in Berlin
bis 2009 freier Journalist und Redakteur „Berliner Ärzteblatt“

Eigenständige Veröffentlichung:
August, Raimund: Als der kalte Krieg am kältesten war. Engelsdorfer Verlag, 2010.

Kurzbeschreibung

Geboren und aufgewachsen in Großräschen, wurde Raimund August der Besuch einer weiterführenden Schule verwehrt. Schon als Jugendlicher schrieb und verteilte er Flugblätter, die kritische Parolen gegen die Kollektivierungsmaßnahmen in der Landwirtschaft oder die herrschende Mangelversorgung in der DDR enthielten. 1953 begann er für die Organisation Gehlen, den Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes, zu arbeiten. Nachdem er von einem Freund an die Staatssicherheit verraten wurde, wurden er und zwei weitere Freunde im Dezember 1953 verhaftet. Im März 1954 wurde er zu zehn Jahren Zuchthaus in Cottbus verurteilt. Wegen des Verdachts der Republikflucht wurde er 1958 nach seiner vorzeitigen Entlassung erneut in Gewahrsam genommen und erst im November 1959 endgültig entlassen. 1960 gelang ihm die Flucht nach West-Berlin. Dort besuchte er ein Abendgymnasium und arbeitete nach einem journalistischen Volontariat bis zu seiner Pensionierung als Medizinjournalist unter anderem für das Berliner Ärzteblatt.

Berichte

Buchbesprechung: Buch des Tages. DDR-Opfer berichtet, in: B.Z., 23. Juli 2012.

Buchbesprechung: "Als der kalte Krieg am kältesten war", rezensiert von Sybille Krägel, in: der stacheldraht, 4/2012, S. 16.

Artikel: "Als der kalte Krieg am kältesten war" in: Lausitzer Rundschau, 13. August 2011 (Foto: LR / Foto: Steffen Rasche/str1).

 

 
Artikel: "50 Jahre Mauerbau:Lesung eines Zeitzeugen", in: www-brandenburg-abc.de - Landkreis Oberspreewald-Lausitz, 12. August 2011.

 


Artikel: "50 jahre Mauerbau - Gedenkveranstaltung im Schloss Senftenberg", in: www.meine-lausitz.de, 4. August 2011.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Montag, 11 Dezember 2017 - Heute vor 28 Jahren

11.12.1989 Nach der Regierungsneubildung unter Vorsitz des Reformkommunisten Marián Calfa feiern die Menschen in Prag mit Glockenläuten und Sirenen den Sieg über die KPC.