Bild: Dr. Christian Halbrock

Dr. Christian Halbrock, Berlin (Berlin)

"Umweltengagement war für uns stets mehr als nur das Engagement für die Umwelt."

Thema: Kirche, Bürgerrechtsbewegung, historische Aufarbeitung

Biografisches

1963
in Crivitz (Mecklenburg-Vorpommern) geboren
1970-1980 Besuch der Polytechnischen Oberschule in Prebberede und Teterow
1980-1982 Ausbildung zum Elektriker im VEB Schiffselektronik Rostock
1983 in Lobetal als Hilfspfleger beschäftigt
1983 Umzug nach Berlin
1983-1989 verschiedene Tätigkeiten, u.a. tätig in der Paulusgesellschaft in Berlin-Lichtenberg, einem kirchlichen Buchversand
1990-1993 Filmvorführer im Kino Babylon in Berlin Mitte
1993 Studium der Geschichte und Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin
2003 Dissertation über die Situation der Pfarrer in den späten vierziger und fünfziger Jahren in Ostdeutschland und Polen
Seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der BStU

Kurzbeschreibung

Ab 1983 beteiligte sich Christian Halbrock an mehreren Umweltschutzaktionen, unter anderem Fahrraddemonstrationen gegen die Verschmutzung von Luft und Wasser und die Militarisierung in der DDR (Protestfahrt gegen den Autobahnbau nach Wismar und "Friedensfahrt ohne Sieger"). Er gehörte zu den Menschen, die nicht nur diskutieren, sondern handeln wollten. 1986 beteiligte er sich am Friedens- und Umweltkreis der Pfarr- und Glaubensgemeinde in Berlin. Im selben Jahr gründete er zusammen mit Carlo Jordan und Wolfgang Rüddenklau die Berliner Umwelt-Bibliothek in der Zionskirchgemeinde. Im Keller der Diensträume des Pfarrers entstanden die erste unabhängige Bibliothek und eine Druckerei, in der die Samisdatzeitschrift "Umweltblätter" und viele andere illegale Zeitschriften und Flugblätter gedruckt wurden. In der "Galerie" der Umwelt-Bibliothek organisierte er Informationsveranstaltungen zu Themen, die in der DDR unterdrückt wurden. Im Herbst 1989 war er einer der Mitorganisatoren der Mahnwache in der Berliner Gethsemanekirche. Im Dezember 1989 verabschiedete er sich von der Umwelt-Bibliothek. Aus seiner Perspektive hatte sie ihren Zweck,  das Informationsmonopol des Staates zu brechen, verloren: Dies hatte sich mit der Friedlichen Revolution von selbst erledigt.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Donnerstag, 27 Juli 2017 - Heute vor 64 Jahren

27.7.1953 Die USA und Nordkorea unterzeichnen in Panmunjon das Waffenstillstandsabkommen zur Beendigung des Koreakrieges.