Bild:  Klaus Köller

Klaus Köller, Berlin (Berlin)

"Ein Traum wird Wirklichkeit."

Thema: Kirche, Runder Tisch

Biografisches

1929 geboren in Fürstenberg/Havel
1945 Beginn einer Bäckerlehre in Feldberg/Mecklenburg
bis 1949 Tätigkeit als Geselle in der Konsumbäckerei in Feldberg
1949-1952 Studium am Theologischen Seminar Paulinum in Berlin
1953-1992 Pfarrer in Lauta-Dorf, Zehdenick und Woltersdorf
seit 1992 Pfarrer i.R.

Klaus Köller steht nur für Zeitzeugeneinsätze in Berlin zur Verfügung, da er gehbehindert ist.

Kurzbeschreibung

Die Kindheit und Jugend von Klaus Köller waren geprägt durch die NS-Diktatur. Aufgewachsen unweit des Konzentrationslagers Ravensbrück, erlebte er, wie Menschen ausgebeutet und ermordet wurden. Nach 1945 engagierte er sich voller Eifer für den Aufbau eines neuen Staates. Als Kulturreferent und stellvertretender Vorsitzender der FDJ glaubte er, demokratische Entwicklungen zu fördern. Nachdem er sich 1948 dem christlichen Glauben zuwandte, erkannte er, dass alle Tätigkeiten nur auf ein Ziel hinausliefen – die Macht der SED durchzusetzen. Er erklärte seinen Austritt aus der FDJ. In seiner Tätigkeit als Pfarrer erlebte er viele von der SED geschürte Konflikte. Zwar versuchte er, seine Widersacher nicht unnötig herauszufordern, spürte aber im Alltag die engen Grenzen, die ihm der Staat setzte. Die Zeit der friedlichen Revolution erlebte er in Woltersdorf. Bei Veranstaltungen unter dem Dach der Kirche wurde Demokratie erprobt – daraus entstand später der Runde Tisch. Die Vereinigung Deutschlands empfand er als unerwarteten Glücksfall der Geschichte.

Erfahrungsbericht von Klaus Köller (1. Juni 2013, Ausschnitt)

Auf Einladung zweier Lehrerinnen der Elisabeth-Schulen berichtet Klaus Köller über seine Erfahrungen in der DDR: "Die jungen Leute hatten eine große Zahl von Fragen an mich gerichtet. Es hat mich beglückt, mit jungen Leuten zusammen zu sein, die so bei der Sache waren. Es ist es eine gute Gelegenheit als Zeitzeuge diesen wichtigen Dienst zu tun. Ich weiß aber auch, dass meine Lebenszeit begrenzt ist und die körperlichen und geistigen Fähigkeiten mit 84 Lebensjahren zu Ende gehen. Die meisten meiner Klassenkameraden leben nicht mehr und ich gehöre zu den wenigen, die noch am Leben sind. Das ist für mich ein Gottesgeschenk."

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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