Bild:  Werner Salomon

Werner Salomon, Berlin (Berlin)

"Was ist das für ein Sozialismus, der sich einmauern muss, damit ihm sein Volk nicht davonläuft. (Stefan Heym)"

Thema: Grenzerfahrungen, Deutsche Einheit, Parteien

Biografisches

1926 geboren in Berlin-Charlottenburg
1948 Beendigung der durch Kriegsdienst unterbrochenen Schulausbildung, Abschluss: Abitur
1949-1950 Ausbildung als Dienstanwärter in der Finanzverwaltung (Steuerverwaltung) beim Land Berlin
1950-1957 Tätigkeit als Steuerbeamter und Betriebsprüfer
1957-1974 Hauptamtliche Tätigkeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund, Landesbezirk Berlin
1965-1971 und 1975-1979 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Spandau
1971-1974 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
1974-1979 Arbeitsdirektor bei den Berliner Gaswerken (GASAG)
1979-1992 Bezirksbürgermeister von Berlin Spandau
Mitglied der Gewerkschaft ÖTV (heute ver.di), Mitglied der SPD, Stadtältester von Berlin (Sprecher), Ehrenbürger der Stadt Nauen

Eigenständige Veröffentlichungen
Salomon, Werner: Blickpunkt Spandau. Erinnerungen von Werner Salomon. Projekte-Verlag, Halle (Saale), 2006.

Kurzbeschreibung

Im Zweiten Weltkrieg ist Werner Salomon Luftwaffenhelfer und bei der Kriegsmarine. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1945 beendet er seine durch den Kriegsdienst unterbrochene Schulausbildung. Sein Beamtenverhältnis bei der Berliner Finanzverwaltung gibt er auf eigenen Wunsch auf. Schon seit 1950 ist er gewerkschaftlich organisiert, 1960 wird er Mitglied der SPD und vertritt diese von 1965 bis 1971 in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau. Ab 1971 ist er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, muss das Mandat aber 1974 aufgeben, da dieses nicht mit der Tätigkeit des Geschäftsleiters eines Eigenbetriebes (GASAG) vereinbar ist. Er kehrt in die Bezirksverordnetenversammlung zurück und wird 1979 Bezirksbürgermeister von Spandau. Bis zu seiner Pensionierung 1992 lenkt er die Geschicke seines Stadtbezirks und kann daher aus erster Hand über die kommunale Erfahrung der deutschen Teilung berichten. In seine Amtszeit fällt z.B. die Städtepartnerschaft mit der DDR-Kreisstadt Nauen, die er entgegen von Widerständen, insbesondere der westlichen Alliierten, vereinbart.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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