Bild:  Siegfried Buchholz

Siegfried Buchholz, Rheinland-Pfalz (Mainz)

"Wir sind das Volk"

Thema: Volksaufstand 17. Juni 1953, Flucht/Ausreise/Freikauf

Biografisches

1939 geboren in Berlin
1957
Abitur in West-Berlin
1961 Abschluss zum Ingenieur Nachrichtentechnik
1961-2003 Tätigkeit als Ingenieur/Manager bei IBM Deutschland
Seit 2003 im Ruhestand

Mitgliedschaft und Engagement in der CDU Mainz

Kurzbeschreibung

Siegfried Buchholz wurde 1939 in Berlin geboren. 1946 kehrte die Familie, die zuvor bis in den Harz geflüchtet war, nach Berlin-Britz in den amerikanischen Sektor zurück. Im Zuge einer Grenzbegradigung wurde das Wohngebiet 1948 dem sowjetischen Sektor zugeordnet. Mit Repressalien wie z.B. dem Entzug der Lebensmittelmarken für die ganze Familie sollte eine Umschulung Buchholz in den Ostsektor erreicht werden. Dieser pendelte jedoch weiterhin von Ost nach West zur Schule und zurück. Den 17. Juni 1953 erlebte er hautnah mit, da sein Vater, der auf der Stalinallee arbeitete, sich den Demonstrationen anschloss. Zudem war zwei Wochen kein Schulbesuch möglich, da die Grenzen in dieser Zeit geschlossen waren. 1954 flüchtete die Schwester, ein Jahr später der Vater nach West-Berlin. Der jüngere Bruder, der zunächst in Ost-Berlin eingeschult worden war, ging ab 1959 ebenfalls in West-Berlin zur Schule. 1959 wurde die Mutter aufgrund eines Wirtschaftsvergehens angeklagt und für drei Monate inhaftiert. Sie hatte 20 Eier geschmuggelt. Buchholz flüchtete 1959 mit seinem Bruder nach West-Berlin, die Mutter folgte im April 1960.

Berichte

Zeitungsbericht in der Allgemeinen Zeitung vom 19. August 2011

 

 

Interview

Siegfried Buchholz schildert seine Erfahrungen und seine Einstellung zum Ostregime. Er geht auf die Voraussetzung für den 17. Juni 1953 ein und berichtet von den Tagen danach sowie von seiner Flucht in den Westen.

Das Interview mit Siegfried Buchholz ist Teil der Interviewreihe "17. Juni 1953". Die Reihe ist ein Projekt der Berliner Heimatfilm GbR, in Kooperation mit dem Onlineportal DeineGeschichte, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

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Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

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Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

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Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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