Bild:  Reinhard Schwartz

Reinhard Schwartz, Niedersachsen (Bad Zwischenahn)

"Das Eintreten für Einheit und Freiheit in Deutschland war, ist und bleibt unser Wille."

Thema: politische Haft, Flucht/Ausreise/Freikauf

Biografisches

1938 in Danzig geboren
1945
Flucht über die Ostsee
1945-1957 Schulbesuch mit Abitur in Thüringen
1958-1969 Ausbildung zum Facharbeiter Maschinenbau und Gesellentätigkeit; Militärzeit in der ehemaligen DDR
1970-1974 Studium an der Technischen Universität in Freiberg zum Dipl.Ing. Bergbau-Tiefbau
bis 1979 in leitender Tätigkeit im Kalibergbau
ab 1979 Kritik an der Politik und Wirtschaft der DDR öffentlich geäußert, infolgedessen Verfolgung und Repressalien an der ganzen Familie durch die Staatssicherheit, Verlust der Arbeitsplätze der gesamten Familie
1984 Inhaftierung aller Familienmitglieder in Erfurt, später nach Hoheneck, Naumburg, Cottbus und Karl-Marx-Stadt nach den § 214 und 219 StGB der DDR
1985 Freikauf durch die Bundesrepublik
seit 2002 im Ruhestand

Kontaktdaten
Herr Schwartz: Schillerstr. 8, 26160 Bad Zwischenahn, Tel.: 04403/984276

Kurzbeschreibung

Reinhard Schwartz flüchtete 1945 mit seiner Familie über die Ostsee nach Thüringen. Nach dem Abitur schloss er eine Ausbildung im Maschinenbau ab und absolvierte nach seinem Militärdienst ein Studium an der Technischen Universität Freiberg im Fach Bergbau-Tiefbau. Mehrere Jahre war er in leitender Tätigkeit im Kalibergbau tätig. Nachdem er 1979 öffentlich Kritik an der Politik und Wirtschaft der DDR geäußert hatte, verloren er, seine Frau und der gemeinsame Sohn ihre bisherigen Arbeitsplätze. Ein Angebot der Staatssicherheit zur Zusammenarbeit lehnte er ab. Wegen "illegaler Verbindungsaufnahme" wurde die gesamte Familie 1984 inhaftiert und verurteilt. 1985 erfolgte der Freikauf durch die Bundesrepublik. Reinhard Schwartz hält Vorträge zum Thema "Das Schicksal Andersdenkender in der ehemaligen DDR", zum Beispiel in Schulen und bei kirchlichen und politischen Veranstaltungen.

Berichte

"Hellauf begeistert vom friedlichen Verlauf" - Reinhard Schwartz über den Fall der Mauer. NWZ Online, 8.11.2014

"Die Angst prägte sein Leben", in: Weser-Kurier, 11. Nov. 2012

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

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DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.