Bild:  Werner Kästner

Werner Kästner, Sachsen-Anhalt (Magdeburg)

"Kurzes Ende, guter Schluss der ehemaligen DDR durch sozusagen k.o. in der letzten Runde"

Thema: politische Haft, Flucht/Ausreise/Freikauf

Biografisches

1954 geboren in Haldensleben
1961-1971 Polytechnische Oberschule Haldensleben, Abschluss 10. Klasse
1971-1983 Ausbildung und anschließende Tätigkeit als Elektromonteur mit Spezialisierung auf Instandhaltung und Wartung, VEB Entstaubungstechnik „Edgar Andre“ Magdeburg
1973 zum ersten Mal von der Staatssicherheit verhaftet
1977 Haft aufgrund von Vorbereitungen zum ungesetzlichen Grenzübertritt
1980-1982 Haft in der Strafvollzugsanstalt Volksstedt
1983-1989 Tiefbaufacharbeiter, VEB Straßen- und Tiefbaukombinat Magdeburg
1988 erneute Inhaftierung aufgrund Widerstands gegen staatliche Maßnahmen und Sabotage
1989 Flucht in die Bundesrepublik über die CSSR
1990-2007 Vertretertätigkeit für verschiedene Unternehmen

Kurzbeschreibung

Werner Kästner wurde 1954 in Haldensleben in Sachsen-Anhalt geboren. Zum ersten Mal gerät er 1970 mit dem DDR-System in Konflikt, als ihm der Austritt aus der FDJ verweigert wird. Der Besuch der erweiterten Oberschule wird verwehrt. Auch beruflich wird er in den folgenden Jahren benachteiligt und zum Hilfsarbeiter degradiert. 1973 wird er zum ersten Mal von der Staatssicherheit verhaftet. Seit 1975 hat er Kontakt zu Schleusergruppen aus der Bundesrepublik, um für sich und andere die Ausreise zu planen. Seine Vorbereitungen zum ungesetzlichen Grenzübertritt werden von der Staatssicherheit beobachtet und 1977 mit zehn Monaten, 1980 nochmals mit zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe geahndet. 1981 stellt er einen Ausreiseantrag, der nicht genehmigt wird. Er gilt dem MfS als „Störfaktor“, der mit seiner „negativen Grundhaltung“ gegenüber der DDR andere zu „Fehlhandlungen“ anstachelt. 1988 wird er erneut inhaftiert, da er sich durch Sabotageakte strafbar gemacht hat. Im September 1989 flüchtet er über die CSSR in die Bundesrepublik.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Montag, 11 Dezember 2017 - Heute vor 28 Jahren

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