Bild:  Thomas Baumann

Thomas Baumann, Bayern (München)

"Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Bürgerrechtsbewegung, Bildung/Erziehung

Biografisches

1959 in Leipzig geboren
1977 Abitur
1977-1981 Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK)
1981-1983 Leipzig Wehrdienst bei der Bereitschaftspolizei Leipzig
1984-1986 Schwimmtrainer im Trainingszentrum
1986-1988 Sporterzieher für geistig behinderte Kinder in Miltitz
1988 Ausreise in die Bundesrepublik
1989-1997 Sportlehrer in einem Verein in München
1997 bis heute: Sportlehrer an der Rudolf-Steiner-Schule in München

Kurzbeschreibung

Thomas Baumann, 1959 geboren, besucht in Leipzig die Schule, schließt sein Studium der Sportwissenschaften ab und ist mehrere Jahre als Schwimmtrainer und Sporterzieher tätig. Sein politisches Bewusstsein erwacht mit der Ausweisung von Wolf Biermann 1976, er hält sich aber mit öffentlichen Äußerungen zurück, um seinen Schulabschluss nicht zu gefährden. Einen Fluchtversuch über die polnische Ostsee nach dem Studium bricht er aufgrund der schwierigen Bedingungen vor Ort ab. Ab 1988 nimmt er regelmäßig an Friedensgebeten in der Leipziger Nikolaikirche teil und engagiert sich dort im Arbeitskreis „Ausreise“. Im April 1988 stellt er einen Ausreiseantrag. Im Mai 1988 wird er von der Staatssicherheit wegen einer öffentlichen Unterschriftensammlung gegen die Zensur von Kirchenzeitungen und seinem laufenden Ausreiseantrag verhaftet, kommt aber mit einer Verwarnung davon. Im Dezember 1988 kann er in die Bundesrepublik ausreisen.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Dienstag, 12 Dezember 2017 - Heute vor 34 Jahren

12.12.1983 Mitglieder der Initiative „Frauen für den Frieden“, darunter Bärbel Bohley und Ulrike Poppe, wegen "Landesverrats" verhaftet. Nach internationalen Protesten werden sie am 24. Januar 1984 freigelassen.