Bild: Dr. Manfred Probst

Dr. Manfred Probst, Sachsen (Dresden)

"Die Wiedervereinigung war ein Glücksfall. Das geteilte Deutschland war in einer verfeindeten Welt des Pudels Kern, umzingelt von Atomwaffen, die auf uns gerichtet waren."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Deutsche Einheit

Biografisches

1945 in Podemus bei Dresden
1960 Zwangskollektivierung des elterlichen Bauernguts
1960 Flucht mit der Familie in den Westen
1966 Abitur in Heidelberg
1971 Diplomabschluß an der Landwirtschaftliche Hochschule der Universität Stuttgart-Hohenheim
1975 Promotion zum Dr.sc.agr. in Stuttgart-Hohenheim
1977-1993 Bezirksdirektor der „Leipziger Hagelversicherung e.G.“ in Stuttgart
1991 Rückkehr auf den elterlichen Landwirtschaftsbetreib
seitdem Aufbau des Guts als Ökobetreib

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Probst, Manfred: Ein Rückblick auf das Jahr 1960 – Anmerkungen zur aktuellen Situation, in: Beleites, Michael/Graefe zu Baringdorf F.W./ Grünbaum, Robert [Hrsg.]: Klassenkampf gegen die Bauern. Metropol: Berlin, 2010, S. 13-19.

Kurzbeschreibung

Manfred Probst verbrachte seine Kindheit auf dem elterlichen Bauerngut „Vorwerk Pomedus“ bei Dresden. 1950 kehrten sein Großvater und sein Vater aus zwei verschieden Internierungslager als Dystrophiker zurück. Zwischen 1952 und 1960 besuchte er die Gesamtschulen in Brabschütz und Cossebaude und erlebte die Zwangskollektivierung des elterlichen Betriebs mit. 1960 floh die Familie in den Westen. Bis zur Wiedervereinigung hielt Probst Kontakt zu der Verwandtschaft in der DDR, außerdem hat er Brieffreundschaften nach Dresden gepflegt. In dieser Zeit hat ihn das MfS mehrfach kontaktiert. Alle Anwerbungsversuche lehnte er ab. Zu seiner Person existieren mehrere Einträge in verschiedenen Stasi-Akten, der letzte ist auf das Jahr 1988 datiert. Der Eintrag entstammt der Akte seines Vaters. Zeitgleich ist dort aufgeführt, dass das Telefon der Familie bis 1953 abgehört wurde. In der Bundesrepublik studierte Probst bis 1971 an der Land- wirtschaftlichen Hochschule der Universität Stuttgart-Hohenheim und promovierte anschließend. Nach der Wiedervereinigung kehrte er auf das Gut seines Vaters zurück und baute dieses als Öko- betreib wieder auf. Seit 2000 ist er Vizepräsident des „Verbandes der privaten Landwirte und Grundeigentümer Sachsen e.V.“.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

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DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

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Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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