Bild:  Michael Moogk

Michael Moogk, Brandenburg (Döbern)

"Dieses Ungerechtigkeitsempfinden sitzt einem auf der Seele und irgendwann musst du Wege finden, wie du das los kriegst und es anderen mitteilen kannst."

Thema: Runder Tisch, Kirche, Parteien

Biografisches

1959 in Forst-Noßdorf geboren
1975 Berufsausbildung als Elektriker in Cottbus
1979-1981 Dienst in der NVA
1981-1986 Theologiestudium an der Predigerschule Paulinum in Ost-Berlin
1987 Pfarrer in Döbern
1988 Mitinitiator des Ökumenischen Friedenskreises der Region Forst (ÖFK)
1989-1990 Mitarbeit am Runden Tisch Döbern
1989-1990 Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs
1991-1996 Mitglied der Landessynode Berlin-Brandenburg
1992-1994 Mitarbeit in der Personalkommission des Kreises Forst zur Überprüfung der Lehrer auf Kontakte zu MfS
1993-1999 Abgeordneter des Kreistags Forst, Fraktionsvorsitzender des „Bürger Bündnis“
seit 1999 Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Senftenberg-Spremberg

Kurzbeschreibung

Michael Moogk stammt aus einem christlichen Elternhaus. Im Zuge der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft verweigerte der Vater den Eintritt in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG), weshalb die Moogks ihr Eigentum verloren. Michael Moogk war weder Mitglied der FDJ, noch nahm er an der Jugendweihe teil, stattdessen wurde er konfirmiert. Der familiäre Hintergrund prägte seine Distanz zum SED-Regime entscheidend und frühzeitig. Seine Dienstzeit in der NVA ließ in ihm den Entschluss reifen, ein Theologiestudium aufzunehmen. Er war Mitglied im Ökumenischen Friedenskreis der Region Forst und 1988 Mitinitiator der innerhalb des Kreises gegründeten Gruppe „Aufbruch“. Als Pfarrer übte er nicht nur Kritik am SED-Staat, sondern auch an der Haltung der evangelischen Kirchenleitung im Umgang mit Dissidenten. Außerdem engagierte er sich für umweltpolitische Fragen. Während der Friedlichen Revolution war er Mitbegründer der Partei Demokratischer Aufbruch und dessen Vertreter am Runden Tisch in Döbern. Heute ist Moogk Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Senftenberg-Spremberg.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.