Bild:  Gerald Höfer

Gerald Höfer, Thüringen (Bendeleben)

"Kommunismus ist, wenn Jeder von Allem genug hat."

Thema: Bürgerrechtsbewegung, Kunst, Kultur und Literatur, Runder Tisch

Biografisches

1960 In Nordhausen am Harz geboren
1966-1976
POS in Sondershausen (Thüringen)
1976-1980
Studium am Institut für Lehrerbildung, Weimar
1980-1983
Zeitsoldat
1983-1990
Pädagogischer Mitarbeiter
1986-1989
Gründung des alternativen unabhängigen Kulturprojekts „Cafe Pille“
1989
Mitbegründer des „Neuen Forum“ in Sondershausen
1987-1990
Studium am Literaturinstitut Leipzig
1990-1993
Referent für Kunst- und Kulturförderung, stellv. Amtsleiter Landkreis Sondershausen

Heute freiberuflicher Verleger, Autor und Herausgeber.

Kurzbeschreibung

Gerald Höfer verbrachte seine Kindheit und Jugend in Sondershausen. Im Alter von 23 Jahren begann er mit ersten literarischen Versuchen. Er wirkte in einem literarischen Zirkel in Sondershausen mit  und gewann mehrere regionale Literaturpreise. Mit einem Bekannten entwickelte Gerald Höfer 1985 die Idee, eine eigene Lesung zu veranstalten, die die Staatsmacht bewusst herausfordern sollte. Aus dieser Idee heraus entstand das „Café Pille Experiment“. Die erste Lesung im Café Pille – ein privat geführtes Lokal in Sondershausen – war ein großer Erfolg. Weitere Veranstaltungen folgten, die aufgrund der großen Resonanz bald regelmäßig durch das MfS beobachtet wurden. Im Mai 1989 beschlossen Gerald Höfer und seine Frau, infolge des Wahlbetrugs bei den Kommunalwahlen, sich aktiv für Veränderungen in der DDR einzusetzen. Am 25. September 1989 nahm er an der großen Demonstration in Leipzig teil. Anschließend verbreiteten Gerald Höfer, seine Frau und weitere Gleichgesinnte den Aufruf des Neuen Forums in Sondershausen. Während Demonstrationen und Bürgerversammlungen in Sondershausen und Umgebung trat Gerald Höfer als Redner für das Neue Forum auf. Später nahm er als dessen Vertreter am Runden Tisch der Stadt Sondershausen teil. Seit 1993 ist Gerald Höfer unter anderem als PR-Berater, Verleger und Autor tätig.

Bericht

"Untergang der DDR. Ein Bergbaustädtchen geht auf die Barrikaden" - In Sondershausen überschlugen sich die Ereignisse nach den Kommunalwahlen 1989 in der DDR. 10.000 Menschen gingen auf die Straße, einige schlossen sich dem Neuen Forum an. Deutschlandradio Kultur, 17.03.2015

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Dienstag, 12 Dezember 2017 - Heute vor 34 Jahren

12.12.1983 Mitglieder der Initiative „Frauen für den Frieden“, darunter Bärbel Bohley und Ulrike Poppe, wegen "Landesverrats" verhaftet. Nach internationalen Protesten werden sie am 24. Januar 1984 freigelassen.