Bild:  Mirko Sennewald

Mirko Sennewald, Sachsen (Dresden)

"Jene kalte Herbstnacht 1989 hat mein Leben grundsätzlich verändert."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Kunst, Kultur und Literatur, historische Aufarbeitung

Biografisches

1974 in Dresden geboren
1980-1988 Besuch der Polytechnischen Oberschule in Freiberg (Sachsen)
1989 Engagement beim Runden Tisch der Jugend Freiberg,
u.a. Organisation von Jugendfreizeiten in der Slowakei 1989-1994
1992 Abitur
1992-1995 Berufsausbildung bei der Deutschen Aerospace Airbus GmbH in Dresden, Abschluß als Fluggerätebauer
1997-2004 Magisterstudium der Politikwissenschaft, Philosophie und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Dresden
1999-2000 Auslandsstudium an der Karlsuniversität Prag
Künstleraustauschmaßnahmen Mittel- und Osteuropa, Aufbauprojekte der Zivilgesellschaft in Belarus und Mazedonien, Politische Bildung in Belarus, Polen, Baltikum, Ukraine und Deutschland
2005-2009 ehrenamtlicher Geschäftsführer von Kultur Aktiv e.V., seit 2009 2. Vorsitzender im geschäftsführenden Vorstand
2009 Organisation des Projekts „Zug der Freiheit 1989-2009“
seit 2010 Programmleitung der liberalen Wilhelm-Külz-Stiftung Sachsen

Mirko Sennewald ist am 11. November 2017 verstorben.

Kurzbeschreibung

Als Fünfzehnjähriger war ich Zeuge, als am Bahnhof in Freiberg (Sachsen) die Versammlung der Bürger durch die Volkspolizei gewaltsam aufgelöst wurde. Ich engagierte mich damals außerdem beim Runden Tisch der Jugend in Freiberg. Aufgrund meiner eigenen Erlebnisse sowie durch unser Projekt „Zug der Freiheit", das im Jahr 2009 anlässlich des 20. Jahrestages der Flüchtlingszüge initiert wurde, kann ich besonders über die Geschichte der Botschaftsflüchtlinge 1989 in Prag berichten. Das Projekt war als ein Sonderzug mit fünf historischen Wagen konzipiert. Dieser fuhr entlang der Strecke der Züge mit den Botschaftsflüchtlingen von Prag über Dresden, Freiberg, Chemnitz, Plauen nach Hof. In den historischen Wagen haben sich unter anderem Zeitzeugen in Interviews präsentiert und Wissenschaftler und Jugendliche aus den ehemaligen Staaten des Ostblocks über ihre Erlebnisse berichtet. Für Gäste aus dem Ausland kann der Zeitzeugenvortrag mit einer musikalischen Untermalung und einer Videodokumentation auch in englischer oder russischer Sprache gehalten werden.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Donnerstag, 24 Mai 2018 - Heute vor 50 Jahren

24.5.1968 MfS-Chef Mielke auf einer Dienstkonferenz: »Es ist völlig klar, dass das sozialistische Lager niemals die CSSR allein lassen wird. Der Kampf gegen die Konterrevolution ist eine internationale proletarische Pflicht.«