Bild:  Heinz Eggert

Heinz Eggert, Sachsen (Dresden)

"Dass sich dieser ständige Wandel in diesen Tagen und Wochen mit einer so großen Schnelligkeit atemberaubend vollzog, charakterisiert dieses eine Jahr. Keine Woche war wie die andere. "

Thema: Kirche, Parteien, Deutsche Einheit

Biografisches

1946 in Rostock geboren
1966 Fahrdienstleiter bei der Deutsche Reichsbahn
1968 Aufenthalt in Prag
1969-1974 Theologiestudium an der Universität Rostock
1976-1990 Gemeindepfarrer in Oybin und Studentenpfarrer in Zittau
1991-1995 Innenminister in Sachsen
1994-2009  Mitglied im Sächsischen Landtag
1996-2002 Moderation des Grünen Salons

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Eggert, Heinz: 7 Jahre Wiedervereinigung, eine persönliche Bilanz. Zittau: IHI, 1998.

Kurzbeschreibung

Heinz Eggert stammt aus einer Arbeiterfamilie. Seine Mutter und sein Stiefvater arbeiteten in einem Pumpwerk der Wasserwirtschaft als Maschinisten. 1968 reiste er nach Prag und erlebte die Atmosphäre des Prager Frühlings unmittelbar mit. Er studierte Theologie und wurde Pfarrer in Sachsen. Seine Gemeinde war auch eine Zufluchtsstätte für Andersdenkende und Ausreisewillige. In seiner Seelsorgearbeit wurde er zunehmend mit Gewalt und Willkür konfrontiert. 

In den Jahren 1989/1990 hielt er Friedensgottesdienste ab, beteiligte sich an der Besetzung der Kriesdienststelle der Stasi und war Vertreter des Neuen Forums am Runden Tisch. 1990 wurde Eggert parteiloser Landrat in Zittau. Ende 1990 trat er in die CDU ein. Zwischen 1991 und 1995 war er Sachsens Staatsminister des Innern sowie ab 1992 stellvertretender Vorsitzender der CDU. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt moderierte er bis 2002 die Polit-Talkshow „Grüner Salon“ auf n-tv. Heute ist er Mitglied im sächsischen Landtag.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Mittwoch, 28 Juni 2017 - Heute vor 61 Jahren

28.6.1956 Arbeiter der Stalin-Werke im polnischen Poznan demonstrieren mit tausenden Bürgern für ökonomische Verbesserungen, freie Wahlen und den Abzug der sowjetischen Truppen aus Polen.