Bild:  Georg Girardet

Georg Girardet, Berlin (Berlin)

"Das ist war einfach ein Etikettenschwindel. Wir haben eingeladen und so getan, als sei es ein diplomatischer Empfang. Aber es war eine Vernissage."

Thema: Kunst, Kultur und Literatur, Deutsche Einheit

Biografisches

1942 in Kempten/Allgäu geboren
Abitur und Jurastudium mit anschließender Promotion zum Dr. jur.
1973-1977 Referent in der Abteilung Berufsbildung im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft
1978-1985 Referent in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR, von 1980 bis 1985 Kulturreferent
1985-1989 Referatsleiter „750-Jahr-Feier Berlin 1987, Berlin – Kulturstadt Europas 1988"
in der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten Berlin
1989-1991 Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft,
Leiter des Personalreferats, dann des Referats „Kunst, Kultur und Sport im Bildungswesen”
1991-2009 Bürgermeister und Beigeordneter für Kultur der Stadt Leipzig

Kurzbeschreibung

Georg Girardet ist promovierter Jurist und war 18 Jahre lang Bürgermeister und Kulturdezernent der Stadt Leipzig. Er stammt aus einer Verleger- und Unternehmerfamilie in Essen. Seine berufliche Laufbahn begann in Bonn. Zwischen 1973 und 1977 war er Referent im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft. 1978 wechselte er als Referent in die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR nach Ost-Berlin. 1980 bis 1985 hatte er die Funktion des Kulturreferenten inne. In dieser Zeit führte er zahlreiche Kulturveranstaltungen (Filmpräsentationen, Lesungen) in der Ständigen Vertretung durch, darunter eine Beuys-Ausstellung in Anwesenheit von Joseph Beuys. Ab 1985 war er in der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten in West-Berlin tätig als Referatsleiter für die Jubiläumsfeier zum 750-jährigen Bestehen der Stadt Berlin 1977 und die Veranstaltungen aus Anlass der Ernennung Berlins als Kulturhautstadt Europas 1988. Bis 1991, als er in das Leipziger Rathaus wechselte, war er zunächst Leiter des Personalreferats und anschließend des Referats Kunst, Kultur und Sport im Bildungswesen des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft. Durch sein berufliches Engagement in Leipzig gelang es, die Stadt an der Pleiße nach Jahrzehnten der SED-Kulturhoheit als eine der Kunst- und Kulturstädte Deutschlands wieder zu etablieren.

Interviews

"Die BRD war in der DDR ständig vertreten" - Georg Girardet im Interview mit Radio Mephisto über seine Arbeit in der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR. Er berichtet von den Schwierigkeiten bei dem Versuch, Ausreisewillige zu unterstützen und von den Beobachtungen durch die Staatssicherheit. Interview: mephisto 97.6, August 2014.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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