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21.04.2021 | 10:33 Uhr

Frankfurter Museum für Kommunikation präsentiert Ausstellung zur BBC-Sendung „Briefe ohne Unterschrift“

Foto: MSPT, Museum für Kommunikation Berlin / © Studio IT'S ABOUT

Vom 4. März bis zum 5. September 2021 kann im Museum für Kommunikation Frankfurt die Ausstellung „Briefe ohne Unterschrift“ besucht werden. Sie thematisiert die gleichnamige Radiosendung, welche die BBC von 1949 bis 1974 ausgestrahlt hat. In der Sendung wurden Briefe, die von den Hörern aus der DDR unter einem Decknamen verschickt wurden, vorgelesen und kommentiert. Die Briefeschreiber konnten so ihre Erfahrungen, Gefühle und Meinungen zu ihrem Leben in der DDR mitteilen. Das Ministerium für Staatssicherheit stufte die Übertragung als „Hetzsendung“ ein und versuchte, die Absender unter großem Aufwand ausfindig zu machen. Auf der Internetseite zur Ausstellung findet sich neben ausführlichen Informationen ein kurzer digitaler Rundgang.
Die rund 40.000 Briefe, welche an die Sendung verschickt wurden, blieben lange unbeachtet, bis die Zeitzeugin und Schriftstellerin Susanne Schädlich diese 2012 bei Archivrecherchen wiederentdeckte. Aufgrund dieser Entdeckung schrieb sie das Buch „Briefe ohne Unterschrift. Wie eine BBC-Sendung die DDR herausforderte“.
Susanne Schädlich wirkt im Zeitzeugenbüro mit und kann über ihr Zeitzeugenprofil kontaktiert und zu (Online-)Gesprächen eingeladen werden.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.