Aktuelles

04.09.2017 | 12:49 Uhr

Studieren in der DDR. Zeitzeugen erzählen

In der DDR zu studieren bedeutete für viele auch, sich immer wieder den gesellschaftlichen und politisch-ideologischen Zwängen zu stellen. 70 Zeitzeugenberichte geben nun einen beeindruckenden Einblick in das Studentenleben.

 

Rainer Jork und Günter Knoblauch haben für die Publikation "Zwischen Humor und Repression - Studieren in der DDR. Zeitzeugen erzählen" (Halle/Saale 2017) die Erlebnisberichte von über 70 ehemaligen Studierenden gesammelt, die zeigen, wie in einer Diktatur Biografien geprägt, geformt oder gebrochen wurden.

Viele der Erinnerungsberichte kommen von Zeitzeugen, die an der Technischen Hochschule bzw. Technischen Universität Dresden studiert haben. Weitere Zeitzeugen erzählen von ihren Erlebnissen an den Hochschulen in Berlin, Jena, Halle, Weimar, Freiberg, Mühlhausen, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) und Erfurt.

Roland Mey berichtet in den Kapiteln "Für zwei Stunden im Hörsaal eingesperrt" und "Gebt diesem 'Ingenieur' ein Telefon und kein Papier" (S. 159-169) von seinen Erfahrungen als Student an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Rezension des Deutschlandfunks vom 16. Oktober 2017.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Donnerstag, 23 November 2017 - Heute vor 70 Jahren

23.11.1947 Mit der bulgarischen "Vaterländischen Front" wird ein Einparteiensystem errichtet.