Die Zeitzeugin Gisela Meyer ist Jahrgang 1946 und wuchs im West-Berliner Stadtteil Lichterfelde-Süd auf. Wenige Tage nach dem Mauerbau kam die 15-Jährige aus den Ferien nach Berlin zurück. Die tiefgreifenden Veränderungen beschreibt sie so: „Bis zum Mauerbau kamen bei uns täglich hunderte Menschen als Pendler aus dem Umland zur Arbeit nach Berlin, auch Gespräche mit den Grenzpolizisten waren noch möglich. Das endete am 13. August 1961 abrupt, und ich erlebte mit, wie die Grenze nach und nach mit ihren Sperren perfektioniert wurde und sich das Leben in meinem Kiez veränderte.“
Der Zeitzeuge Hartmut Richter wuchs in Brandenburg auf. Am Tag des Mauerbaus war er 13 Jahre alt und zu Besuch bei Verwandten in West-Berlin. Er beobachtete den Mauerbau in der Bernauer Straße und konnte erst nach ein paar Tagen mithilfe des Roten Kreuzes zu seinen Eltern zurückkehren. Wenige Jahre später gelang ihm die Flucht in den Westen und er war als Fluchthelfer tätig.
Gisela Meyer und Hartmut Richter leben bis heute in Berlin und berichten vor allem jungen Menschen von ihren Erfahrungen in der ehemals geteilten Stadt.
Wie zwei Jugendliche aus Ost und West den Mauerbau 1961 erlebten