Material für den Unterricht und Filme

Eine Auswahl geeigneter Unterrichtsmaterialien wie DVDs mit Begleitmaterial, Handreichungen und Arbeitsblätter rund um das Thema "Früher Widerstand in der SBZ/DDR 1945-1953" findet sich hier.

Film und Arbeitsblätter: „Wir wollten was tun!"

Der Dokumentarfilm spielt in den Jahren 1949-1953. Es ist die Geschichte junger Leute in Werder an der Havel in der ehemaligen DDR, die Widerstand gegen das kommunistische Regime leisteten. Werner Bork, Herbert Herrmann und einige ihrer Freunde entwarfen und verstreuten Flugblätter. Von der KgU erhielten sie Flugblattraketen und schossen diese in der DDR ab. Einige der Jugendlichen wurden vom Staatssicherheitsdienst der DDR verhaftet, verhört und gefoltert. Andere verschwanden spurlos. Der Film von Dr. Iris Bork-Goldfield ist mit deutschen und englischen Untertiteln zu sehen.

Die Internetseite stellt Unterrichtsmaterialien zu dem Film und dem dazugehörendem Buch von  Iris Bork-Goldfield: “Wir wollten was tun” Widerstand von Jugendlichen an der Havel 1949-1953. zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Die Materialien wurden von Beate Brunow (Wofford College) und Iris Bork-Goldfield (Wesleyan University) zusammengestellt und auf der ACTFL Conference 2015 zum Thema "Civil Disobedience and Its Consequences in the GDR" vorgetragen. Siehe dazu das Handout.

Film: „Bautzen – Ende einer Jugend"

Film des Museums Viadrina in Frankfurt (Oder) über den Schauspieler und früheren politischen Häftling Jochen Stern. Der Neulehrer wurde 1947 wegen angeblicher Zugehörigkeit zu einer Spionageorganisation und wegen vermeintlicher antisowjetischer Propaganda vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet. Der Beitrag wurde mit Unterstützung des ORB und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur produziert.

Material: Das sowjetische Speziallager Nr. 2 Buchenwald 1945 bis 1950

Das Materialienheft dient der Vorbereitung und Durchführung von Gedenkstättenbesuchen mit Schülern in Buchenwald. Zu dem weitläufigen Komplex der Gedenkstätte Buchenwald gehören die Überreste des früheren Konzentrationslagers und des Speziallagers, ehemalige Produktionsstätten, Gräber des Konzentrationslagers und des sowjetischen Speziallagers Nr. 2.

Das sowjetische Speziallager Nr. 2 Buchenwald 1945 bis 1950. Hrsg. vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien. 2001 (= Materialien, Heft 61), € 8,00, Verwendbar für Klassenstufe: 5-10, 11-13.

Film: 4 Schüler gegen Stalin. Eine Nachkriegsgeschichte aus Altenburg

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte eines frühen Widerstands von Schülern in der DDR. Auf der DVD sind von paedigi (Pädagogik digital) erstellte didaktische Begleitmaterialien für die Sekundarstufe I und II enthalten. Die Module sind für unterschiedliche Längen gestaltet und ermöglichen anhand von Filmausschnitten Unterrichtseinheiten zu den Themen "Leben in der Nachkriegszeit nach 1945", "Oppositionelle Gruppen und Geheimdienste im Kalten Krieg", "Josef W. Stalin", "Willkür der Diktatur" und "Rechtssprechung in der Nachkriegszeit nach 1945". Zu jedem Modul werden mögliche Aufgabenstellungen formuliert. Außerdem enthält das Material Arbeitsblätter für die Verwendung im Unterricht. Zusätzlich sind weitere Quellen enthalten, die eine Verbindung zum Deutschunterricht ermöglichen. Ein Modul ist zudem für die Durchführung von Projekttagen zum Thema konzipiert.

4 Schüler gegen Stalin. Eine Nachkriegsgeschichte aus Altenburg. Ein Dokumentarfilm von Steffen Lüddemann und Hanno Brühl, hrsg. von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 2007, Laufzeit ca. 45 Minuten, Verwendbar für Klassenstufe: 5-10, 11-13.

Forum Geschichte. Handreichungen für den Unterricht

Die Handreichungen beziehen sich auf ein Schülerbuch, das seinen Schwerpunkt auf die Geschichte des 20. Jahrhundert legt und einen Überblick über wesentliche Kapitel der deutschen und europäischen Geschichte von 1900 bis 2001 gibt. Einen wesentlichen Teil nimmt die Geschichte Europas und der Welt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 ein, in dem u.a. folgende Themen dargestellt werden: Alliierte Besatzungspolitik bis 1948, Gründungen der beiden deutschen Staaten 1949, Rolle des 1950 gegründeten Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, Ost-West-Konflikt und die Spaltung der Welt.

Forum Geschichte. Band 4: Vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart. Berlin 2003, Cornelsen Verlag, € 17,95, Verwendbar für Klassenstufe: 5-10

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR – Region Magdeburg

Die Entwicklung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS, 1950-1990) wird in diesem Unterrichtsmaterial am Beispiel der Bezirksverwaltung Magdeburg für die Region Sachsen-Anhalt dargestellt und erstreckt sich von den Vorläuferorganisationen der Staatssicherheit in den vierziger Jahren bis zur Auflösung des MfS im Jahre 1990. Zunächst werden dazu chronologisch Informationen zur Geschichte des MfS in der Region gegeben, die dann in Unterrichtssequenzen und Projektbausteinen angewendet werden können.

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR - Region Magdeburg - Anregungen für den Schulunterricht. Hrsg. vom Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes in Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt. Magdeburg 2002, Kostenlos beim LStU Sachsen-Anhalt zu bestellen, verwendbar für Klassenstufe: 5-10, 11-13

Themenheft: Kalter Krieg

Das Themenheft der Zeitschrift "Geschichte lernen" widmet sich dem Thema "Kalter Krieg". Neben einer ausführlichen Einleitung mit Erläuterungen zu Grundproblemen und Konsequenzen des "Kalten Krieges" werden mehrere Einzelthemen ausführlich zur Behandlung im Unterricht vorgeschlagen.

Geschichte lernen, H. 93/2003: Kalter Krieg, € 9,80, Verwendbar für Klassenstufe: 5-10, 11-13.

Handreichung: „Freiheit, die wir meinen …“

Der renommierte Historiker Eric Hobsbawn nannte das 20. Jahrhundert das "Zeitalter der Extreme". Besonders prägend dafür waren die politischen Systeme von Diktatur und Demokratie. Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung hat sich mit der Handreichung die Aufgabe gestellt, Jugendlichen den Wert von Demokratie sowohl heute als auch in historischer Perspektive deutlich zu machen. Anhand eines strukturellen und historischen Vergleichs von Diktaturen im 20. Jahrhundert soll das Demokratiebewusstsein der Schülerinnen und Schüler geweckt werden, ihre Partizipation gestärkt werden. Nur mit diesen Werturteilskompetenzen können junge Menschen auch heutige internationale politische Zusammenhänge erkennen und beurteilen. Im ersten Abschnitt werden die grundlegenden Strukturmerkmale von Diktaturen und Demokratien erläutert. Das zweite Kapitel widmet sich der Unterschiedsmerkmale von Diktatur und Demokratie. Im dritten Teil der Handreichung sind die verschiedenen Arbeitsblätter zu unterschiedlichen Aspekten dieses Themas zu finden.

Florian Hartleb, Carmen Everts: Freiheit, die wir meinten ... Was Demokratien und Diktaturen unterscheidet. Eine Handreichung für die politische Bildungsarbeit, Wiesbaden 2013, Verwendbar für Klassenstufe: 5-10, 11-13

„Die Russen kommen!" Antikommunismus als Lebenslüge der Bundesrepublik

Texte zur Ideologie des Antikommunismus sowie zur strafrechtlichen Verfolgung von Kommunisten in der Bundesrepublik der Fünfziger (und frühen Sechziger) Jahre, in: Praxis Geschichte, 9 (1996) 6, S. 34-37, Landesinstitut für Schule, Soest

Unterrichtsmaterialien zum Kalten Krieg

Die Ausgaben der Zeitschrift "Praxis Geschichte" bietet Unterrichtsmaterialien u.a. zu den Themen: Der S-Bahn-Boykott in Berlin 1961, die Geheimdienste in Ost und West, der Kalte Krieg im Film und die Kubakrise. Das Heft ist direkt über den Westermann Verlag zu beziehen und kostet 12,50 Euro.

Webquest: „Deutsch-deutsche Beziehungen zwischen 1949 und 1961“

Der Webquest "Deutsch-deutsche Beziehungen zwischen 1949 und 1961" thematisiert die Anfangsjahre des Kalten Krieges, in der die ost- und westdeutsche Politik sich deutlich voneinander abgrenzte und die beiden Staaten zu Vorkämpfern des jeweiligen Blockes wurden. Der Webquest beruht auf der virtuellen Ausstellung des Hauses der Deutschen Geschichte in Bonn "Geteilt - Vereint. 50 Jahre deutsche Frage in Karikaturen des Hauses der Geschichte". Die Internetseite ist eine Fundgrube anschaulicher Quellen für den Geschichtsunterricht.

Broschüre: Jugend im Visier der Stasi

An ausgewählten Beispielen gibt dieser Band darüber Auskunft, wie es jungen Menschen ergangen ist, die in die Fänge des MfS geraten sind. Viele von ihnen engagierten sich in den 1950er Jahren in Widerstandsgruppen oder hatten Kontakt zur KgU. Die Beschreibung ihrer Geschichten gründet sich auf die Auswertung von MfS-Akten aus den Archiven der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU). Sie geben zugleich Einblick in Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, 2001.

Veranstaltungsdokumentation: „Celluloid Curtain“ – Spionagefilme aus der Ära des Kalten Krieges

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) veranstaltete gemeinsam mit dem Zeughauskino in Berlin und dem Goethe-Institut London im Juni 2011 eine internationale Filmreihe mit Spionagefilmen, die zwischen 1960 und 1974 auf beiden Seiten des "Eisernen Vorhangs" entstanden. Auf der Internetseite der bpb befinden sich eine umfangreiche Dokumentation der Veranstaltungsreihe und weitere Materialien zu der Thematik.

Material: Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin: Kalter Krieg

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten anhand des Materials die wichtigsten Daten der West- bzw. Ostintegration des geteilten Deutschlands und die Auswirkungen auf den Alltag in Berlin. Sie lernen zudem die wichtigsten politischen Akteure in der Zeit des Kalten Kriegs kennen.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.