Niedersachsen

In Niedersachsen verlief der längste Teil der innerdeutschen Grenze, beginnend bei Thüringen über Sachsen-Anhalt bis nach Mecklenburg-Vorpommern. Mehrere Grenzorte erinnern in Niedersachsen an die Zeit der deutschen Teilung.

Grenzlandmuseum Eichsfeld

Nach der Teilung Deutschlands und der Errichtung der immer unüberwindbareren Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten wurde zwischen den Dörfern Gerblingerode im Westen und Teistungen im Osten auf Basis des Grundlagenvertrages ein kleiner Grenzverkehr ermöglicht.

Von 1973 bis 1989 nutzten fast 6 Mio. Reisende den Grenzübergang Duderstadt-Worbis. Seit 1995 befindet sich hier das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Auf über 1.000 Quadratmetern wird über die Geschichte der deutschen Teilung informiert. Das Museum – das sich teilweise in den Originalräumen des ehemaligen Verwaltungsgebäudes des Übergangs befindet – versteht sich als Mahn- und Erinnerungsstätte.

Der Grenzlandweg verbindet auf einem 6 km langen Rundweg 24 Infopunkte, zum Teil original erhaltene Grenzsperranlagen und Beobachtungsbunker.

Zur Vertiefung der Inhalte wird das Ensemble durch die Bildungsstätte ergänzt. Das umfangreiche Programm aus Vorträgen, Seminaren und Veranstaltungen wendet sich im Schwerpunkt an Schüler und Studierende, auch für interessierte Erwachsene werden hier unterschiedliche Angebote zur Intensivierung des Museumsthemas geliefert.

Grenzlandmuseum Eichsfeld e.V.
Duderstädter Straße 5-7
37339 Teistungen

Museum, Buchungsmanagement (Führungen) und Zentrale:
Telefon: 036071/97112
Fax: 036071/97998
info@grenzlandmuseum.de

Grenzlandmuseum Bad Sachsa

Grenzlandmuseum Bad Sachsa

Das im Südharz gelegene Bad Sachsa gehörte bis 1945 zur Grafschaft Hohnstein in Thüringen. Im Rahmen eines Gebietsaustausches wurde es im Juli 1945 der britischen Zone zugeschlagen. Das Grenzlandmuseum Bad Sachsa e. V. entstand nach der Grenzöffnung durch eine Privatinitiative. Im Museum werden die Aufbauphasen der Staatsgrenze im thüringischen Harzvorland anhand von Geländemodellen und Ausrüstungsgegenständen gezeigt. Kern der Ausstellung ist eine komplett ausgestattete Führungsstelle der DDR-Grenztruppen.

Grenzlandmuseum e.V.
Hinterstraße 1a
37441 Bad Sachsa / Tettenborn
Telefon: (0 55 23) 99 97 73
Telefax: (0 55 23) 99 97 73

info(at)gm-badsachsa.de

www.gm-badsachsa.de

Zonengrenz-Museum Helmstedt

Das Zonengrenz-Museum zeigt in einer Dauerausstellung die Geschichte der innerdeutschen Grenze im Landkreis Helmstedt und deren Auswirkungen auf die Bewohner auf beiden Seiten der Grenze. Präsentiert werden Originalobjekte, Fotos, Modelle und Lebensbilder sowie Texttafeln. Darüber hinaus wird das Museumsprogramm durch Sonderausstellungen ergänzt. Im Rahmen des Projektes „Grenzenlos – Wege zum Nachbarn“ gibt es die Möglichkeit, an einer Rundfahrt teilzunehmen, die das Zonengrenz-Museum Helmstedt mit dem Grenzdenkmal Hötensleben und der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn verbindet.

Zonengrenz-Museum
Südertor 6
38350 Helmstedt
Telefon: (0 53 51) 1 21 11 33
Telefax: (0 53 51) 1 21 16 27

kreismuseum(at)landkreis-helmstedt.de

www.grenzdenkmaeler.de

Informationsraum "Grenze zur DDR", Hornburg

Die Stadt Hornburg lag nach dem Zweiten Weltkrieg in der britischen Zone, unmittelbar an der Demarkationslinie zur SBZ. Nach Schließung der Grenze im Mai 1952 wurden in den folgenden Jahrzehnten bei Hornburg die Grenze massiv ausgebaut. 1980 richtete das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten in Hornburg den Informationsraum „Grenze zur DDR“ ein, um Besucherinnen und Besucher über die Geschichte der innerdeutschen Grenze und über die Sperranlagen zu informieren. Nach der Grenzöffnung 1989 wurde die ursprüngliche Ausstellung im Informationsraum beibehalten und um Foto- und Informationsmaterial von der Grenzöffnung in der Region Hornburg erweitert.

Heimatmuseum Hornburg
Montelabbateplatz 1
38315 Hornburg
Telefon: (0 53 34) 15 07

info(at)museum-hornburg.de

www.museum-hornburg.de

Grenzlandmuseum Schnackenburg

Grenzlandmuseum Schnackenburg

In Schnackenburg an der Elbe befand sich bis 1990 die größte Zollschiffstation in Deutschland. Der Schwerpunkt des Grenzlandmuseums Schnackenburg liegt auf der Dokumentation der innerdeutschen Grenze in der Elbregion bei Schnackenburg und der Geschichte der Zollschiffstation. Besondere Berücksichtigung finden die Auswirkungen der Grenzschließung 1952 auf die Bewohner auf beiden Seiten der Elbe. Zum Grenzlandmuseum Schnackenburg gehört die Gedenk- und Begegnungsstätte Stresow in Sachsen-Anhalt. Der zehn Kilometer lange Grenzlehrpfad Schnackenburg-Gartow folgt ehemaligen Überwachungs- und Sicherungsanlagen der Grenztruppen der DDR, die im Original besichtigt werden können.

Grenzlandmuseum Schnackenburg
Am Markt 4
29493 Schnackenburg
Telefon: (0 58 40) 210
Telefax: (0 5840) 210

www.aulosen.de/grenzlandmuseum.htm

Grenzgänge: Rundweg mit Ausstellungsscheune, Konau/Elbe

Das Gebiet um das heutige Amt Neuhaus mit dem Dorf Konau gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zur Provinz Hannover, ab 1945 zur SBZ/DDR. Der historische Rundweg "Grenzgänge – Leben an der Elbe" beginnt und mündet in der Ausstellung "Wendepunkte", die Aussagen der Bewohner zu ihrem Lebensalltag im Dorf zwischen 1945 und 1989 in Text, Bild und Ton präsentiert. Der Rundweg führt am ehemaligen Kolonnenweg und am Wachturm entlang. An einzelnen Punkten sind insgesamt neun Schautafeln angebracht. Die Text-Bild-Tafeln werfen Schlaglichter auf die Erfahrungen der Bewohner Konaus mit der Grenze und den Sperrgebietsverordnungen.

Touristinformation Amt Neuhaus
Am Markt 5
19273 Amt Neuhaus
Tel.: (038841) 2 07 47
Fax.: (038841) 6 11 56

info(at)hausdesgastes-neuhaus.de

www.amt-neuhaus.de

Standort:
Elbstraße 11
19273 Konau / Amt Neuhaus

Kooperation

Koordinierendes Zeitzeugenbüro

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes (KZB) bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die KZB-Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Das KZB ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Sonntag, der 26. Mai 2013 - Heute vor 60 Jahren

26.5.1953: Ein mit Möbeln und Maschinenteilen beladener Lkw durchbricht die Grenzsperre in der Wollankstraße in Berlin-Wedding