Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über mehrere Erinnerungsorte an die SED-Diktatur und deutsche Teilung, da ein Stück der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu Niedersachsen und Schleswig-Holstein hier verlief.

BStU, Informations- und Dokumentationszentrum Rostock

BStU

Die Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des MfS in Rostock ist Bestandteil des "Dokumentationszentrums für die Opfer deutscher Diktaturen des 20. Jahrhunderts". Besucher haben die Möglichkeit, einen Teil des originalen Zellentraktes zu besichtigen. Eine ständige Ausstellung im Zellentrakt des ersten Obergeschosses informiert über den Staatssicherheitsdienst der DDR. Besucher können sich zur Akteneinsicht, zu Fragen der Rehabilitierung und Wiedergutmachung, zu Forschungsmöglichkeiten sowie zur politischen Bildungsarbeit beraten lassen.

BStU Informations- und Dokumentationszentrum Rostock
Hermannstraße 34b (Zugang über Augustenstraße/Grüner Weg)
18055 Rostock
Telefon: (03 81) 4 98 56 51/-52
Telefax: (03 81) 4 98 56 50

dug-rostock(at)bstu.de

www.bstu.bund.de

Prora Zentrum e.V.

http://www.prora-zentrum.de/img/titel1024.png

Der gemeinnützige Verein PRORA-ZENTRUM führt im Rahmen seiner historisch-politischen Bildungsarbeit Projekte und geführte Rundgänge im historischen Gelände von Prora durch. Das PRORA-ZENTRUM ist eine staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung. Der Verein forscht zu historischen Themen und veröffentlicht diese Ergebnisse.
Prora, auf der Insel Rügen, ist eine der größten architektonischen Hinterlassenschaften des NS-Regimes. Das geplante, heute 4,5 km lange "KdF-Seebad Rügen" war für 20.000 Urlauber vorgesehen, ging aber nie in Betrieb. Nach 1945 wurde es zum Militärstandort ausgebaut.
Das PRORA-ZENTRUM, gleich in der Nachbarschaft von Jugendzeltplatz und Jugendherberge Prora, beschäftigt sich mit der regionalen Geschichte der NS- und DDR-Zeit in Prora, auf Rügen und in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bildungs- und Ausstellungsarbeit richtet sich gleichermaßen an Erwachsene und Jugendliche.
Der Verein PRORA-ZENTRUM e.V. arbeitet seit 2002 intensiv auf dem Gebiet der historisch-politischen Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen. So wurden bereits mehrere Projekte zu Themen der Zeitgeschichte mit Schulen und Geschichtsinteressierten aus der Region durchgeführt. Aber auch auf dem Gebiet von internationalen historischen Projekten unter Beteiligung von deutschen Jugendlichen aus der Region und jungen Menschen aus den Staaten des Ostseeraumes hat das PRORA-ZENTRUM bereits Erfahrungen sammeln können. Die Erforschung der Geschichte Proras und Rügens in der nationalsozialistischen Zeit sowie in der Zeit der DDR stehen dabei im Mittelpunkt.

Kontakt: Mukraner Str. 12, D-18609 Prora

Telefon:   +49 (0)162-7350307
E-Mail:    info@prora-zentrum.de
web:        www.prora-zentrum.de

Elbbergmuseum, Boizenburg/Elbe

In Boizenburg befand sich während des Zweiten Weltkrieges ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Mit der Teilung Deutschlands wurde Boizenburg zum Grenzort, ab 1952 lag es im Sperrgebiet. Heute dokumentiert eine Außenausstellung rund um den Grenzturm das Geschehen und die Bedeutung des Kontrollpunktes zu DDR-Zeiten. Außerdem ist im Turm eine Toninstallation vorhanden, die auf die Lebensumstände im Sperrgebiet, auf Flucht und Zwangsumsiedlung hinweist. In der ehemaligen KZ-Baracke sind die Geschichte des Außenlagers und die Schicksale von Häftlingsfrauen dokumentiert. Führungen  sind auf Anfrage möglich.

Heimatmuseum Boizenburg/Elbe
Markt 1
19258 Boizenburg
Telefon: (03 88 47) 520 74
Telefax: (03 88 47) 520 74

heimatmuseum(at)boizenburg.de

Standort:
Elbbergmuseum
Hamburger Straße
19258 Boizenburg

Grenzhus Museum und Informationszentrum Schlagsdorf

Grenzhus Schlagsdorf

Das Museum im Grenzhus zeigt eine Dauerausstellung zur regionalen Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen 1945 und 1989 sowie ständig wechselnde Sonderausstellungen. Themen der Dauerausstellung sind der Grenzverlauf, Zwangsaussiedlungen und geschleifte Dörfer, Ausrüstungen der Grenzeinheiten, Fluchtversuche und Grenzzwischenfälle sowie den Fall der Mauer. Auf einem Freigelände unweit des Museums kann man eine Rekonstruktion der Grenzanlagen aus den achtziger Jahren besichtigen. Neben Diskussionsrunden, Führungen, Lesungen und Projekttagen werden Radtouren und Wanderungen im ehemaligen Grenzgebiet angeboten.

Grenzhus e.V.
Neubauernweg 1
19217 Schlagsdorf
Telefon: (03 88 75) 2 03 26
Telefax: (03 88 75) 2 07 35

info(at)grenzhus.de

www.grenzhus.de

Kooperation

Koordinierendes Zeitzeugenbüro

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes (KZB) bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die KZB-Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Das KZB ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Donnerstag, der 20. Juni 2013 - Heute vor 60 Jahren

20.6.1953: In der Nacht zum 20. Juni wird das wegen Atomspionage für die Sowjetunion zum Tode verurteilte Ehepaar Rosenberg im New Yorker Staatsgefängnis auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet